Bob Simmons

Bob Simmons

Bob Simmons (* 31. März 1933 in Fulham, London; † 1988 in London) war ein britischer Stuntman, Stuntkoordinator und Schauspieler. Zwischen 1962 und 1985 prägte er als Stunt-Spezialist und Double des Hauptdarstellers die James-Bond-Filmreihe.

Inhaltsverzeichnis

Leben

In seiner Jugend hatte Simmons mehrfach mit Straftätern und Straßengangs zu tun, seine Sportlichkeit und kämpferischen Fähigkeiten waren in diesem Milieu von Vorteil. Nachdem Simmons die Road School besucht hatte, betätigte er sich als Boxer. Mit seinem muskulösen Körper bekam er erste Jobs als Model in London. Durch die Agentur kam er zur Schauspielerei, er übernahm immer wieder kleine Rollen. Im Filmen doubelte er die Stars, wenn die Versicherungen diese nicht akzeptieren konnten. Simmons machte sich einen Namen als Choreograf von Filmschlägereien. Durch die Zusammenarbeit mit Terence Young und Albert R. Broccoli kam er zu seinem ersten James-Bond-Film. Simmons ist auch der erste Bond-Darsteller auf der Leinwand. Er ist im Titelvorspann von James Bond – 007 jagt Dr. No als 007 im Visier des Pistolenlaufs zu sehen. Bevor Sean Connery den Vertrag unterschrieben hatte, den britischen Geheimagenten zu verkörpern, wurde Simmons von Regisseur Terence Young für die Rolle in Betracht gezogen.

Arbeit Stuntman

Simmons arbeitete nicht nur als Stuntman in gefährlichen Szenen, sondern auch als Action-Choreograph. Bei Goldfinger waren ihm alle Stunts im nachgebauten Fort Knox zugewiesen. Er koordinierte die Stürze und andere spektakuläre Szenen. Er sprang hier unter anderen als Kisch (gespielt von Michael Mellinger) vom obersten Gelände der Kulisse. Als in Feuerball die Rolle des Jaques Boitier besetzt werden sollte, entschlossen sich die Produzenten gleich einen Mann dafür zu verpflichten, der den Anforderungen für harte Schlägereien standhalten konnte und verpflichteten den stunterfahrenen Simmons.

Weitere Tätigkeiten

Aber nicht nur Stunts wurden von Simmons koordiniert und dargeboten. Er entwickelte auch verschiedene Dinge, um es anderen Stuntmen zu ermöglichen, die Einsätze unbeschadet zu bestehen. Für Man lebt nur zweimal entwarf er spezielle „Bungee-Seile“. So konnten bei einer Fallschirmgeschwindigkeit von 28 km/h die Höhe der Vulkankraterkulisse von 42 Metern mühelos überwunden werden. Jedes Seil wurde zusätzlich mit einem Gummischlauch überzogen, den die Stuntmen umklammerten, um sich beim Herunterrutschen nicht die Finger zu verbrennen. Simmons wirkte in allen James-Bond-Filmen der 1970er Jahre mit. Je riskanter die Stunts in Bond-Filmen wurden, umso mehr Personen müssen Aufsicht führen. Bei den Dreharbeiten von Im Angesicht des Todes beaufsichtigen Jim Arnett, Bob Simmons und Claude Carliz die Stunt-Teams. Nach In tödlicher Mission bekam Simmons einen Platz in der „Hollywood Hall of Fame“. Simmons schrieb das Buch Nobody Does It Better über seine 40 Jahre andauernde Arbeit als Stuntman. Simmons war auch in kleineren Rollen zu sehen, so in Goldfinger als Soldat von Fort Knox, als KGB-Agent in Der Spion, der mich liebte und als Handlanger von Gonzales in In tödlicher Mission.

Bob Simmons starb 1988 in London.

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