Birmingham, Al


Birmingham, Al
Birmingham
Spitzname: The Magic City
Pittsburgh of the South
Blick auf die Innenstadt Birminghams
Blick auf die Innenstadt Birminghams
Flagge von Birmingham
Flagge
Lage von Birmingham in Alabama
Basisdaten
Staat: Vereinigte Staaten
Bundesstaat: Alabama
County: Jefferson County
Koordinaten: 33° 31′ N, 86° 49′ W33.524722222222-86.8127777777787Koordinaten: 33° 31′ N, 86° 49′ W
Zeitzone: Central Standard Time (UTC−6)
Einwohner:
Metropolregion:
229.424 (Stand: 2006)
1.100.019 (Stand: 2006)
Bevölkerungsdichte: 590,8 Einwohner je km²
Fläche: 393,5 km²
davon 388,3 km² Land
Höhe: 140 m
Vorwahl: +1 205
FIPS: 01-07000
GNIS-ID: 0158174
Webpräsenz: www.birminghamal.gov
Bürgermeister: Larry Langford

Birmingham ist eine Stadt im Jefferson County im US-Bundesstaat Alabama, USA, mit 242.820 Einwohnern (Stand: Januar 2006). Die Stadtfläche beträgt 393,5 km².

Birmingham ist eine Industriestadt hauptsächlich mit Baumwoll-, Elektro-, Zement- und chemische Industrie.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das Gebiet des heutigen Birminghams war ursprünglich Jagdgebiet der Cherokee-, Choctaw- und Muskogee-Indianer. Eine erste Siedlung europäischer Einwanderer in diesem Gebiet wurde 1813 gegründet. Im Jahre 1861, während des Sezessionskrieges, wurde ein kleines Stahlwerk im heutigen Birmingham errichtet. Die Stadt Birmingham, benannt nach der gleichnamigen Stadt in England, wurde jedoch erst am 1. Juni 1871, mit dem Erreichen von zwei Eisenbahnlinien, gegründet.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wuchs die Stadt sehr schnell durch den Abbau der reichlichen Erzvorkommen und dem damit verbundenen Aufbau der Stahlindustrie und so stieg Birmingham zum „Pittsburgh des Südens“ auf. Das rasche Wachstum der Stadt, im Jahr 1880 nur 3.086 Einwohner, 1910 schon 132.685 Einwohner, sorgte für Birminghams Spitznamen, „The Magic City“ (Die Magische Stadt).

Bald überflügelte Birmingham Montgomery als größte Stadt in Alabama. Anfang der 1960er Jahre wendete sich jedoch das Blatt, denn das eher minderwertige Eisenerz war auf dem stagnierendem Weltmarkt nicht mehr konkurrenzfähig. 1950 arbeiteten noch mehr als 27.000 Menschen in den Stahlwerken, 1975 waren es nur noch 11.000, 1997 gar nur noch 1.400. Heutzutage ist das wirtschaftliche Bild der Stadt vom großem Universitätskrankenhaus, der University of Alabama at Birmingham (kurz: UAB) und vielen mittelständischen Unternehmen geprägt.

In den 1950ern und 1960ern wurden die Rassenkonflikte auch in Birmingham sehr stark ausgetragen. Zahlreiche Bombenattentate des Ku Klux Klans brachten Birmingham den Spitznamen „Bombingham“ bei. Das größte Attentat war am 15. September 1963, als eine Bombe in der 16th Street Baptist Church explodierte und drei schwarze Mädchen und ein schwarzen Jungen im Alter zwischen 11 und 15 Jahren in den Tod riss. Heute noch erinnert eine Inschrift an der Mauer der 16th Street Baptist Church an das Attentat und die Rassenkonflikte. Die Inschrift lautet:

Birmingham c 1916

„May Men learn to Replace Bitterness and Violence with Love and Understanding“ („Möge die Menschheit lernen Verbitterung und Gewalt durch Liebe und Verständnis zu ersetzen“)

Wie in vielen anderen amerikanischen Städten ging Birminghams Einwohnerzahl in den 1970ern 1980ern und 1990ern zurück, während die Einwohnerzahl in den Vorstädten deutlich zunahm. Dies ist vor allem auf das Umziehen vieler (weißer) Bewohner aus den Städten in die Vorstädte zurückzuführen. Im Jahr 1979 wurde Richard Arrington Jr. zum ersten schwarzen Bürgermeister Birminghams gewählt. Er wurde viermal wiedergewählt, im Jahr 1999 endete seine fünfte und letzte Amtszeit.

Politik

Verwaltung

An der Spitze der Stadtverwaltung von Birmingham steht der Bürgermeister (Mayor), der von der Bevölkerung für eine Amtszeit von vier Jahren gewählt wird. Die Stadtverordnetenversammlung (City Council) besteht aus 9 Mitgliedern und wird ebenfalls alle vier Jahre gewählt. Die Bürgermeisterwahl und die Stadtverordnetenwahl finden mit einem Abstand von zwei Jahren voneinander statt. Der amtierende Bürgermeister ist Larry Langford. Langford wurde am Morgen des 1. Dezember 2008 von Beamten der Bundespolizei FBI festgenommen. Ihm wird Bestechlichkeit und Betrug vorgeworfen.[1]

Städtepartnerschaften

Birmingham unterhält eine Städtepartnerschaft mit folgenden Städten:

Bevölkerung

Die Stadt Birmingham hat ca. 242.820 Einwohner (Stand: Januar 2006). Ungefähr 99% der Einwohner Birminghams wurden in den USA geboren. Der Anteil der Afro-Amerikanischen Einwohner beträgt ca. 73 %. Ein Viertel der Einwohner ist jünger als 18, das Durchschnittsalter ist 34 Jahre. Auf 100 weibliche Einwohner kommen 85,7 männliche. Das Durchschnittseinkommen eines Haushaltes beträgt 26.542 Euro. 24,7 % der Einwohner Birminghams leben unterhalb der Armutsgrenze.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Obwohl in den letzten 60 Jahren zurückgegangen, spielt die Eisenindustrie noch eine große Rolle in der Wirtschaft Birminghams. Das Medizin- und Gesundheitswesen spielt eine wichtige Rolle seit das UAB Medical Center im Jahr 1945 eröffnet wurde. Mittlerweile ist die „University of Alabama at Birmingham“ der größte Arbeitgeber der Stadt.

Verkehr

Birmingham ist durch einen Flughafen, mehreren Personenverkehr-Eisenbahnstrecken und durch die Interstates 20, 59 und 65 zu anderen Städten verbunden. Auf vierzehn Frachtverkehr-Eisenbahnstrecken und circa 100 Lastwagen-Strecken wird die Stadt versorgt. Ein Dock, 32 Kilometer westlich von Birmingham, am Warrior-River gelegen, bildet den Schifffahrtsweg nach Mobile. Birmingham verfügt über ein relativ kleines Nahverkehrssystem, welches ausschließlich aus Buslinien besteht.

Medien

In Birmingham erscheint eine Tageszeitung, „The Birmingham News“. Eine zweite Tageszeitung mit dem Namen „Birmingham Post Herald“ wurde im September 2005 eingestellt. Es gibt mehrere Wochenzeitungen und Magazine. Zudem werden in Birmingham sieben eigene Fernsehkanäle und circa 30 Radiosender ausgestrahlt.

Bildung

Im Birminghamer Schulsystem gibt es 52 Grundschulen, 16 Mittelschulen und 10 High Schools. Außerdem gibt es in Birmingham mehr als 50 Privatschulen und Konfessionsschulen. Neben der University of Alabama at Birmingham gibt es noch mehrere andere Universitäten. Zum Beispiel das „Birmingham-Southern College“, das „Miles College“ und die „Samford University“. Das öffentliche Bibliotheken-System Birminghams besteht aus einer zentralen Bibliothek und 19 kleineren Bibliotheken.

Klima

Das gemäßigte Klima Birminghams ist von, für mitteleuropäische Verhältnisse sehr warmen, Sommern, milden Wintern und reichlich Niederschlag geprägt. Birmingham hat etwas weniger Niederschlag als Städte an der Golf Küste und ist etwas kühler. Im Januar liegt die durchschnittliche Höchsttemperatur bei 11,7 °C, die durchschnittliche Niedrigsttemperatur liegt bei -0,1 °C. Im Juli ist die durchschnittliche Höchsttemperatur ca. 32,6 °C und die durchschnittliche Niedrigsttemperatur beträgt 20,7 °C. Die jährliche Durchschnittstemperatur beträgt 17 °C. Schneefall ist in Birmingham sehr selten, der jährliche Durchschnitt liegt bei einem Zentimeter. Der durchschnittliche Jahresniederschlag beträgt ca. 1330 mm. März ist dabei der feuchteste Monat, Oktober der Trockenste.

Die Frühlings- und Herbstmonate sind angenehm, aber auch wechselhaft. Kältefronten bringen häufig starke, teilweise sehr starke, Gewitter und gelegentlich auch Tornados mit sich. Im Herbst gibt es weniger Niederschlag und weniger Stürme als im Frühling, der Herbst ist jedoch sekundäre Sturm-Saison. Birmingham liegt im Herzen eines Tornadogebietes, genannt Dixie Alley. In den Spätsommer- und Herbstmonaten wird Birmingham, aufgrund der Nähe zur zentralen Golfküste, gelegentlich von tropischen Stürmen und Hurrikans heimgesucht.

Sehenswürdigkeiten

  • Sloss Furnaces National Historic Landmark - Industrie-Denkmal, ehemaliger Hochofen
  • Civil Rights District (Civil Rights Institute)
  • Kelly Ingram Park
  • 16th Street Baptist Church
  • 4th Avenue District
  • Alabama Jazz Hall of Fame
  • Five Points South District
  • Vulcan Statue
  • Arlington Home & Gardens
  • Birmingham Museum of Art

Söhne und Töchter der Stadt

Einzelnachweise

  1. [1], Wahington Times

Weblinks


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