Wolfgang Kuhoff


Wolfgang Kuhoff

Wolfgang Kuhoff (* 3. Februar 1951 in Paderborn) ist ein deutscher Althistoriker.

Nach dem Abitur am Staatlichen Gymnasium Theodorianum Paderborn im Jahr 1969 studierte Wolfgang Kuhoff von 1971 bis 1976 Geschichte, Kunstgeschichte und Klassische Archäologie an der Ruhr-Universität Bochum und schloss mit dem Staatsexamen ab. Von 1976 an war er an der Universität Augsburg als Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Assistent, Akademischer Rat, Akademischer Oberrat und Oberassistent beschäftigt. 1981 promovierte er dort mit der Arbeit „Studien zur zivilen senatorischen Laufbahn im 4. Jahrhundert n. Chr. Ämter und Amtsinhaber in Clarissimat und Spektabilität“. 1988 folgte die Habilitation mit der Arbeit „Felicior Augusto melior Traiano. Aspekte der Selbstdarstellung der römischen Kaiser während der Prinzipatszeit“ und die Ernennung zum Privatdozenten. Seit 1996 lehrt Kuhoff als außerplanmäßiger, seit 2003 als Professor Alte Geschichte in Augsburg.

Kuhoff beschäftigt sich hauptsächlich mit der Geschichte der römischen Kaiserzeit, der Spätantike und der germanischen Völker mit Schwerpunkt auf der diokletianisch-konstantinischen Epoche; weiterhin mit der Staatsverwaltung und Sozialgeschichte der Oberschicht in der spätrömischen Zeit, der frührömische Geschichte, der lateinischen Epigraphik und der Geschichte der antiken Tradition in Deutschland und Italien. Sein umfangreiches Buch „Diokletian und die Epoche der Tetrarchie“ wurde in Fachkreisen sehr beachtet.

Werke

  • Herrschertum und Reichskrise. Die Regierungszeit der römischen Kaiser Valerianus und Gallienus (253 - 268 n. Chr.), Bochum 1979
  • Studien zur zivilen senatorischen Laufbahn im 4. Jahrhundert n. Chr. Ämter und Amtsinhaber in Clarissimat und Spektabilität, Lang, Frankfurt/Main - Bern 1983 (Europäische Hochschulschriften : Reihe 3, Geschichte und ihre Hilfswissenschaften, Bd. 162) ISBN 3-8204-7012-3
  • mit Gunther Gottlieb: Quellen zur Geschichte der Alamannen VI: Inschriften und Münzen; mit einer Zeittafel von 213 bis etwa 530. Corrigenda und Addenda zu den Bänden I und II, Heidelberg/Sigmaringen 1984
  • Felicior Augusto melior Traiano. Aspekte der Selbstdarstellung der römischen Kaiser während der Prinzipatszeit, Lang, Frankfurt/Main u.a. 1993 ISBN 3-631-46228-X
  • Diokletian und die Epoche der Tetrarchie. Das römische Reich zwischen Krisenbewältigung und Neuaufbau (284 - 313 n. Chr.), Lang, Frankfurt/Main u.a. 1993 ISBN 3-631-36792-9
  • "La Grande Roma dei Tarquini": Die früheste Expansion des römischen Staates im Widerstreit zwischen literarischer Überlieferung und historischer Wahrscheinlichkeit, Augsburg 1995

Weblinks


Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Kuhoff — Wolfgang Kuhoff (* 3. Februar 1951 in Paderborn) ist ein deutscher Althistoriker. Nach dem Abitur am Staatlichen Gymnasium Theodorianum Paderborn im Jahr 1969 studierte Wolfgang Kuhoff von 1971 bis 1976 Geschichte, Kunstgeschichte und Klassische… …   Deutsch Wikipedia

  • Augusta (Titel) — Faustina, die Frau Mark Aurels, als Augusta auf einem Denar Augusta („die Erhabene“) ist eine Ehrenbezeichnung, die römische Kaiser ihren Ehefrauen oder nahen weiblichen Verwandten – etwa ihren Müttern, Schwestern, Großmüttern oder… …   Deutsch Wikipedia

  • Diocletian — Büste Diokletians im Archäologischen Museum Istanbul Diokletian (* zwischen 236 und 245 in Dalmatien; † 3. Dezember 313 oder 316 in Spalatum), vollständiger Name Gaius Aurelius Valerius Diocletianus, war von 284 bis 305 römischer Kaiser.… …   Deutsch Wikipedia

  • Diocletianus — Büste Diokletians im Archäologischen Museum Istanbul Diokletian (* zwischen 236 und 245 in Dalmatien; † 3. Dezember 313 oder 316 in Spalatum), vollständiger Name Gaius Aurelius Valerius Diocletianus, war von 284 bis 305 römischer Kaiser.… …   Deutsch Wikipedia

  • Gaius Aurelius Valerius Diocletianus — Büste Diokletians im Archäologischen Museum Istanbul Diokletian (* zwischen 236 und 245 in Dalmatien; † 3. Dezember 313 oder 316 in Spalatum), vollständiger Name Gaius Aurelius Valerius Diocletianus, war von 284 bis 305 römischer Kaiser.… …   Deutsch Wikipedia

  • Gajus Aurelius Valerius Diocletianus — Büste Diokletians im Archäologischen Museum Istanbul Diokletian (* zwischen 236 und 245 in Dalmatien; † 3. Dezember 313 oder 316 in Spalatum), vollständiger Name Gaius Aurelius Valerius Diocletianus, war von 284 bis 305 römischer Kaiser.… …   Deutsch Wikipedia

  • Auflösung der römischen Tetrarchie — Kopf der Kolossalstatue Konstantins des Großen, Kapitolinische Museen, Rom. Die Erhebung Konstantins zum Kaiser löste die Krise der Tetrarchie aus. Die Auflösung der römischen Tetrarchie war der Prozess in der römischen Geschichte, der in den… …   Deutsch Wikipedia

  • Römische Tetrarchie — Die Römische Tetrarchie (von griechisch τετρα tetra vier und αρχη archä Herrschaft, Regierung) war ein Regierungssystem im Römischen Reich, das 293 von Kaiser Diokletian eingeführt wurde und nach seinem Rücktritt 305 nach und nach zerfiel. Es sah …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Biografien/Kuh — Biografien: A B C D E F G H I J K L M N O P Q …   Deutsch Wikipedia

  • Diokletian — Büste Diokletians im Archäologischen Museum Istanbul Diokletian (eigentlich Diocles, altgr.: Διοκλῆς; vollständiger Name: Gaius Aurelius Valerius Diocletianus; * zwischen 236 und 245 in Dalmatia, † um 312 in Spalatum) wa …   Deutsch Wikipedia


Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”

We are using cookies for the best presentation of our site. Continuing to use this site, you agree with this.