Willi Stöhr

Willi Stöhr
Willi Stöhr

Willi Stöhr (* 6. November 1903 in Wuppertal-Elberfeld; † nach 1994 in Kanada) war ein deutscher Politiker und Gauleiter der NSDAP. Gelegentlich wird sein Nachname auch Stohr geschrieben. Diese Schreibweise dürfte aus englischen Übersetzungen stammen.

Leben

Stöhr besuchte die Christliche Volksschule, die Mittelschule und die Realschule in Wuppertal. Anschließend studierte er für einige Semester Volkswirtschaft in Köln und Frankfurt am Main. Bereits 1922 betätigte er sich als Nationalsozialist und trat 1923/24 in Elberfeld der NSDAP bei. Nach dem Verbot der Partei war er in Auffangorganisationen tätig und trat 1929 nach der Wiederzulassung in Köln erneut der NSDAP und auch dem NSDStB, der SA bei. Er fungierte auch als Redner für die NSDAP.

1932 war er in Universitätskrawalle verwickelt, weswegen er von der Universität abging. Im selben Jahr wurde er Ortsgruppenleiter der HJ. Nach einer vorübergehenden Tätigkeit als kaufmännischer Angestellter wurde er 1933 zum Stadtrat in Frankfurt am Main gewählt. Er wurde HJ-Oberbannführer, Gauamtsleiter, sowie ab 1933 (bis 1937) Adjutant des Gauleiters Jakob Sprenger sowie Gauinspekteur in Frankfurt am Main.

1935 wurde er zum Preußischen Provinzialrat in der Provinz Hessen-Nassau ernannt. Im Februar 1935 rückte er für den ausgeschiedenen Heinrich Philipp Reutlinger in den nationalsozialistischen Reichstag nach, dem er bis zum Ende der NS-Zeit angehörte.

Am 1. Juli 1937 wurde er Gaupropagandaleiter.

Nach dem Tod von Josef Bürckel wurde er noch im Januar 1945 zum Gauleiter der Westmark ernannt. Er soll noch 1994 in Kanada gelebt haben.

Literatur

  • Karl Höffkes: Hitlers politische Generale. Die Gauleiter des 3. Reiches; ein biographisches Nachschlagewerk. Grabert-Verlag, Tübingen 1997, ISBN 3-87847-163-7.
  • Joachim Lilla (Bearb.): Die Stellvertretenden Gauleiter und die Vertretung der Gauleiter der NSDAP im „Dritten Reich“, Koblenz 2003, S. 92-3 (Materialien aus dem Bundesarchiv, Heft 13) ISBN 3-86509-020-6.

Weblinks


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