Wilhelm Freiherr von Gayl


Wilhelm Freiherr von Gayl

Wilhelm Moritz Egon Freiherr von Gayl (* 4. Februar 1879 in Königsberg; † 7. November 1945 in Potsdam) war ein deutscher Jurist und Politiker (DNVP).

Inhaltsverzeichnis

Leben und Beruf

Nach dem Abitur absolvierte Gayl ein Studium der Rechtswissenschaften. Von 1909 bis 1932 war er Direktor einer völkisch-nationalen Siedlungsgesellschaft in Ostpreußen. Während des Studiums wurde er Mitglied des Corps Saxonia Göttingen und des Corps Borussia Bonn.

1916-18 fungierte er als Leiter der politischen Abteilung beim Oberbefehlshaber Ost und wurde 1918 zum Landeshauptmann der deutschen Militärverwaltung in Litauen mit Sitz in Kaunas ernannt.

Abgeordneter

Gayl gehörte 1921-33 dem preußischen Staatsrat an und war 1921-32 Bevollmächtigter der Provinz Ostpreußen im Reichsrat.

Öffentliche Ämter

Gayl nahm 1919 für Ostpreußen an den Friedensverhandlungen zum Versailler Vertrag teil und war bei der Volksabstimmung 1920 Reichskommissar im Abstimmungsgebiet Allenstein. Vom 1. Juni bis zum 3. Dezember 1932 amtierte er als Reichsinnenminister in der von Reichskanzler Franz von Papen geführten Regierung. Von 1925 bis 1932 leitete er die Gesellschaft zur Förderung der inneren Kolonisation. 1932 wurde er Vorsitzender des Reichskuratoriums für Jugendertüchtigung. Anschließend zog er sich aus der aktiven Politik zurück.

Werke

  • Ostpreußen unter fremden Flaggen - Ein Erinnerungsbuch an die ostpreußische Volksabstimmung vom 11. Juli 1920, 1940.

Literatur

  • Wolfgang von der Groeben: Verzeichnis der Mitglieder des Corps Saxonia zu Göttingen 1844 bis 2006, Düsseldorf 2006

Weblinks



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