W. A. Mozart

W. A. Mozart
Barbara Krafft: „Bildnis von Wolfgang Amadeus Mozart“ (1819)

Wolfgang Amadeus Mozart, vollständiger Taufname: Joannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus Mozart (* 27. Januar 1756 in Salzburg; † 5. Dezember 1791 in Wien) war ein Komponist zur Zeit der Wiener Klassik. Sein umfangreiches Werk genießt weltweite Popularität und gehört zum bedeutendsten Repertoire der Klassik. Er selbst nannte sich meist Wolfgang Amadé Mozart.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Das Wunderkind (1756–1766)

W. A.Mozart in Hofkleidung auf einem Ölgemälde von 1763. Vater Mozart in einem Brief am 19. Oktober 1762: „…Wollen Sie wissen wie des Woferl Kleid aussieht? – Es ist solches vom feinsten Tuch liloa=Farb…. Es war für den Prinz Maximilian gemacht…“
W. A. Mozarts Geburtshaus in Salzburg

Wolfgang Amadeus Mozart wurde am 27. Januar 1756 um acht Uhr abends als siebtes und zweites überlebendes Kind der Familie in Salzburg in der Getreidegasse 9 in einer Dreizimmerwohnung eines Mehrfamilienhauses (Hagenauer Haus), geboren. Er war ein Untertan des Salzburger Erzbischofs Sigismund Graf von Schrattenbach, Fürst des Heiligen römischen Reiches. Seine Eltern, aus beruflichen Gründen in das kirchliche Fürstentum Salzburg gezogen, waren der aus Augsburg stammende fürstbischöfliche Kammermusikus (ab 1757 Hofkomponist und ab 1763 Vizekapellmeister) Leopold Mozart und die aus Sankt Gilgen stammende Anna Maria Pertl. Schon am Vormittag nach seiner Geburt wurde er im Dom von Salzburg auf die Namen Joannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus getauft. Der Rufname war Wolfgang bzw. Wolferl oder auch Woferl.

Bereits im Alter von vier Jahren erhielten er und seine fünf Jahre ältere Schwester Maria Anna Walburga Ignatia, genannt „Nannerl“, vom Vater den ersten Musik- und allgemeinbildenden Unterricht (Klavier, Violine und Komposition). Schon 1761 zeichnete Vater Mozart ein Andante und ein Allegro als des „Wolfgangerl Compositiones“ auf, denen ein Allegro und ein Menuetto folgten, datiert auf den 11. bzw. 16. Dezember 1761. (Das fälschlicherweise immer wieder als früheste Komposition genannte Menuett G-Dur mit einem Menuett C-Dur als Trio KV 1 entstand vermutlich erst 1764). Auch Mozarts Begabung im Klavier- und Violinspiel trat schnell hervor. 1762 folgten seine ersten Auftritte.

Erste Konzertreisen Wolfgangs und seiner Schwester Nannerl mit den Eltern wurden Anfang 1762 nach München und Herbst 1762 von Passau nach Wien arrangiert, um dem Adel die talentierten Kinder zu präsentieren. Nach dem Erfolg des Wunderkindes in München und Wien startete die Familie am 9. Juni 1763 zu einer ausgedehnten Tournee durch die deutschen Lande und Westeuropa, die bis zur Rückkehr nach Salzburg am 29. November 1766 dreieinhalb Jahre dauerte: München, Augsburg, Ludwigsburg, Schwetzingen, Heidelberg, Mainz, Frankfurt am Main, Koblenz, Köln, Aachen, Brüssel, Paris (Ankunft am 18. November 1763), Versailles, London (Ankunft am 23. April 1764), Dover, Belgien, Den Haag, Amsterdam, Utrecht, Mecheln, erneut Paris (Ankunft 10. Mai 1766), Dijon, Lyon, Genf, Lausanne, Bern, Zürich, Donaueschingen, Ulm und München, wo die Kinder bei Hofe oder in öffentlichen Akademien musizierten. Während dieser Reisen entstanden unter anderem die ersten Sonaten für Klavier und Violine (die vier Sonaten für Klavier und Violine KV 6 bis 9 sind 1764 die ersten gedruckten Kompositionen Mozarts) sowie die erste Sinfonie Es-Dur (KV 16).

Ein wichtiges Ergebnis dieser Reise war, dass Mozart in London mit der italienischen Symphonie und Oper vertraut gemacht wurde. Dort lernte er zudem Johann Christian Bach kennen, den er sich vielfältig zum Vorbild nahm. 1778 schrieb Mozart aus Paris nach dem dortigen Wiedersehen nach Hause: „…ich liebe ihn (wie sie wohl wissen) von ganzem herzen – und habe hochachtung vor ihm.“.

Erstes Komponieren in Wien und die Italienreise (1766–1771)

Der Rückkehr folgten erste Uraufführungen in Salzburg, darunter auch die Schuloper Die Schuldigkeit des ersten Gebotes, die der elfjährige Mozart zusammen mit den wesentlich älteren Salzburger Hofmusikern Anton Cajetan Adlgasser und Michael Haydn komponiert hatte. Im September folgte eine zweite Reise mit der Familie nach Wien. Um der grassierenden Pockenepidemie zu entgehen, fuhren sie nach Brünn und Olmütz. Die Krankheit erreichte aber Wolfgang und seine Schwester auch dort und hinterließ (lt. mehreren Biografien) Narben in Wolferls Gesicht. Nach der Genesung der Kinder kehrte Mozart am 10. Januar 1768 nach Wien zurück, wo er das Singspiel Bastien und Bastienne (KV 50), die Waisenhausmesse (KV 139) sowie die Opera buffa La finta semplice (KV 51) fertig stellte. Obwohl vom deutschen Kaiser Franz I. bestellt, konnte die letztere nicht aufgeführt werden; Grund waren Intrigen der so genannten italienischen Partei um den Hofintendanten Giuseppe Affligio.

Nach 15 Monaten in Wien kehrte Mozart mit seiner Familie am 5. Januar 1769 nach Salzburg zurück. Hier wurde La finta semplice am 1. Mai endlich aufgeführt, und hier erlebte er am 27. Oktober mit der Berufung zum Dritten Konzertmeister der Salzburger Hofkapelle die erste, wenn auch unbesoldete Anstellung.

Mozart (am Klavier) musiziert mit dem gleichaltrigen Thomas Linley junior (Violine). Florenz 1770

Knapp drei Wochen später, am 13. Dezember 1769, brach Mozart mit seinem Vater zu seiner ersten von drei außerordentlich erfolgreichen Italienreisen auf, die – mit Unterbrechungen von März bis August 1771 und Dezember 1771 bis Oktober 1772 – fast dreieinhalb Jahre dauerte.

Die erste Reise führte sie nach Verona, Mailand, Bologna, Florenz, Rom, Neapel, Turin, Venedig, Padua, Vicenza, Verona, Innsbruck und zurück nach Salzburg. Hier erholte sich Mozart bis zum Herbst, um danach zu einem längeren (dritten) Aufenthalt in Mailand zu starten. Von Papst Clemens XIV. wurde er 1770 in Rom zum Ritter vom Goldenen Sporn ernannt, doch machte er im Gegensatz zu Gluck von dem Privileg, sich „Ritter“ zu nennen, nie Gebrauch. In Rom gelang ihm, nachdem er nur ein oder zwei Mal dem neunstimmigen Miserere von Gregorio Allegri zugehört hatte, das Grundgerüst dieser (vom Vatikan streng geheim gehaltenen) Partitur aus dem Gedächtnis fehlerfrei niederzuschreiben. Nicht klar ist, inwieweit die Sänger Stimmen improvisierend koloriert haben und ob Mozart das aufschreiben konnte.

Bei Padre Giovanni Battista Martini in Bologna studierte Mozart Kontrapunkt. Nach einer Klausur wurde er in die Accademia Filarmonica di Bologna aufgenommen. Dort begegnete er so bedeutenden Musikern wie Giovanni Battista Sammartini, Niccolò Piccinni, Pietro Nardini und Giovanni Paisiello. Am 26. Dezember 1770 erlebte er die Uraufführung seiner Opera seria Mitridate, Rè di Ponto (KV 87) in Mailand, deren Publikumserfolg zu zwei weiteren Aufträgen führte: der Serenata teatrale Ascanio in Alba (KV 111, Uraufführung in Mailand am 17. Oktober 1771) sowie des Dramma per musica Lucio Silla (KV 135), Uraufführung in Mailand in der Saison 1772/73. Am 15. Dezember 1771 kehrten Vater und Sohn nach Salzburg zurück, nachdem sich Hoffnungen auf eine Anstellung in Italien nicht erfüllt hatten.

Konzertmeister in Salzburg (1772–1777)

Tanzmeisterhaus, Wohnhaus der Familie Mozart ab 1773

Im Jahr 1772 wurde Hieronymus Franz Josef von Colloredo zum Fürsterzbischof von Salzburg gewählt; er folgte dem verstorbenen Sigismund Christoph Graf von Schrattenbach. Vom neuen Fürsten wurde W. A. Mozart im August zum besoldeten Konzertmeister der Salzburger Hofkapelle ernannt. Trotzdem führte dies nicht zu einem Ende seiner vielen Reisen mit dem Vater. Wolfgang versuchte weiterhin, dem engen Reglement des Salzburger Dienstes zu entkommen: vom 24. Oktober 1772 bis zum 13. März 1773 folgte die dritte Italienreise zur Uraufführung des Lucio Silla, während der auch das Exultate, jubilate entstand, und von Mitte Juli bis Mitte Ende September 1773 die dritte Reise nach Wien. Im selben Jahr entstand auch sein erstes Klavierkonzert. Ab Oktober 1773 bewohnte die Familie Mozart den ersten Stock des Tanzmeisterhauses, welches zuvor dem Salzburger Hoftanzmeister Franz Gottlieb Spöckner (ca. 1705–1767) gehört hatte.

Nach einer längeren Pause folgte am 6. Dezember 1774 eine Reise in das nahe München zur Uraufführung der Opera buffa La finta giardiniera (KV 196). Am 13. Januar 1775 und nach der Rückkehr am 7. März versuchte W. A. Mozart erneut, sich auch in Salzburg als Künstler der Musik zu etablieren. Er ließ zum Beispiel das Dramma per musica Il rè pastore am 23. April 1775 in Salzburg uraufführen, das allerdings beim Publikum nicht gut ankam. Nach mehrfachen erfolglosen Bitten um Urlaub reichte er 1777 sein Abschiedsgesuch beim Fürsterzbischof ein und bat um Entlassung aus der Salzburger Hofkapelle.

Auf Stellensuche und erneut Salzburg (1777–1781)

W. A. Mozart im Alter von 21 mit dem Orden vom Goldenen Sporn (größeres Gesicht)
Eintragung Mozarts im Gästebuch der Mannheimer Sternwarte, 1778

Nach seiner Entlassung aus den Diensten des Fürsten begab sich W. Mozart am 23. September 1777 mit seiner Mutter auf eine Städtereise; er versuchte eine neue und bessere Anstellung zu finden. Zuerst sprach er (vergeblich) am bayerischen Herzoghof in München vor, danach in Augsburg und am Hof des Mannheimer Kurfürsten Karl Theodor, wo er das kurfürstliche Orchester und dessen Kapellmeister, seinen späteren Freund Christian Cannabich, kennen lernte (siehe auch Mannheimer Schule). Aber auch hier bekam er weder eine Anstellung noch irgendwelche musikalischen Aufträge. Er lernte aber die Familie Weber kennen und deren Tochter Aloisia, eine junge Sängerin und spätere Münchner Primadonna, in die er sich verliebte.

Nach fünf Monaten in Mannheim fuhren er und seine Mutter, vom Vater gedrängt, weiter nach Paris, wo sie am 23. März 1778 ankamen. Dort konnte Mozart immerhin seine Ballettmusik Les petits riens aufführen, bekam darüber hinaus aber keine weiteren Engagements. Am 3. Juli 1778, um 10 Uhr abends, verstarb seine Mutter.

Die Rückreise nach Salzburg, die er widerwillig knapp drei Monate später (am 26. September) antrat, um die vakante Stelle eines Hoforganisten anzutreten, führte ihn über Straßburg, Mannheim und Kaisersheim nach München, wo er noch einmal der Familie Weber begegnete. Erst Mitte Januar 1779 erreichte er seine Heimatstadt und wurde wenige Tage später, am 17. Januar, zum Hoforganisten ernannt. Hier komponierte er die Krönungsmesse (KV 317).

Dieser erneute Versuch mit einem Engagement in Salzburg ging 20 Monate leidlich gut, obwohl das Verhältnis zum Erzbischof angespannt blieb, auch da dieser ihm die Mitwirkung an einträglichen Konzerten in Wien untersagte. Bei einer erneuten Reise am 5. November 1780 nahm er in München an der Uraufführung seiner Opera seria Idomeneo (KV 366) am 29. Januar 1781 teil. Danach nahm Mozart in Wien im Auftrag des Erzbischofs an Akademien der Salzburger Hofmusiker teil. Nach zwei heftigen Auseinandersetzungen mit dem Erzbischof kam es dort zum endgültigen Bruch. Mozart kündigte am 8. Juni 1781 den Salzburger Dienst auf, ließ sich in Wien nieder und bestritt dort in den nächsten Jahren seinen Lebensunterhalt durch Konzerte in privaten und öffentlichen Akademien.

Freischaffender Komponist in Wien (1781–1791)

Titelblatt des Librettos von „Le Nozze di Figaro“, Prag 1786

Befreit von den Salzburger „Fesseln“ schuf der nun unabhängige Komponist und Musiklehrer, der ständig auf der Suche nach Auftraggebern und Klavierschülern war und der sich auch nicht scheute, auf „Vorrat“ zu arbeiten, die ganz großen Opern. Am 16. Juli 1782 wurde das vom Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und österreichischen Erzherzog Joseph II. in Auftrag gegebene Singspiel Die Entführung aus dem Serail (KV 384) in Wien uraufgeführt. Es folgten am 1. Mai 1786 die Uraufführung der Opera buffa Le nozze di Figaro (KV 492), am 29. Oktober 1787 die Uraufführung des Dramma giocoso Don Giovanni (KV 527) in Prag, am 26. Januar 1790 die Uraufführung der Opera buffa Così fan tutte (KV 588) wieder in Wien (die letzten drei nach Libretti von Lorenzo Da Ponte), am 6. September 1791 die Uraufführung der Opera seria La clemenza di Tito (KV 621) in Prag und am 30. September 1791 die Uraufführung der großen Oper Die Zauberflöte (KV 620) in Emanuel Schikaneders Theater im Freihaus auf der Wieden. Geschichte und Texte der Zauberflöte gehen auf Emanuel Schikaneder zurück und stellen eine spekulative Mischung aus einem Vorgängerwerk („Der Stein der Weisen“), einem Märchen von Wieland und freimaurerischen Attributen dar. In dieser Phase komponierte Mozart außerdem die Messe in c-Moll (KV 427) (1783) und wichtige Instrumentalwerke: die sechs Joseph Haydn gewidmeten Streichquartette (KV 387, 421, 428, 458, 464, 465) (1785), die Linzer Sinfonie (KV 425), die Prager Sinfonie (KV 504) (1786) und Eine kleine Nachtmusik (KV 525) (1787) sowie die drei letzten Sinfonien Es-Dur (KV 543), g-Moll (KV 550) und C-Dur (Jupiter-Sinfonie, KV 551) (1788).

In Wien lernte Mozart Gottfried van Swieten kennen, den Präfekten der kaiserlichen Bibliothek (heute: Österreichische Nationalbibliothek) und ausgewiesenen Musikliebhaber. Dieser machte ihn mit den Arbeiten von Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel bekannt, als er ihm (um 1782/83) die Manuskripte, die er während seines langen Aufenthalts in Berlin gesammelt hatte, bei den regulären Sonntagskonzerten in van Swietens Räumen in der Kaiserlichen Bibliothek zur Verfügung stellte. Die Begegnung mit diesen Barockkomponisten machte einen tiefen Eindruck auf Mozart und hatte umgehend großen Einfluss auf seine weiteren Kompositionen.

Am 4. August 1782 heiratete Mozart Constanze Weber, die Schwester Aloysias, die er drei Jahre zuvor in Mannheim kennen gelernt hatte und die in den folgenden Jahren sechs Kinder von ihm zur Welt brachte: Raimund Leopold (1783), Karl Thomas (1784), Johann Thomas Leopold (1786), Theresia Konstantia Adelheid Friderika (1787), Anna (1789) und Franz Xaver Wolfgang (1791), von denen vier bereits nach kurzer Zeit starben. Lediglich Karl Thomas und Franz Xaver überlebten die Kinderzeit. Großvater bzw. Vater Leopold Mozart starb am 28. Mai 1787, den Wolfgang M. in seinen Wiener Jahren noch zweimal besuchte (1783) bzw. der bei ihm zu Besuch war (1785).

Durch seine Freundschaft mit Otto Heinrich von Gemmingen-Hornberg, trat Mozart am 14. Dezember 1784 in die Wiener Freimaurerloge Zur Wohltätigkeit ein. Mozart besuchte regelmäßig die Wiener Loge Zur wahren Eintracht, in der der Freimaurer und Illuminat Ignaz von Born Stuhlmeister war. Dort wurde er am 7. Januar 1785 zum Gesellen befördert. Er konnte aber am 11. Februar nicht bei der Initiation seines Freundes Joseph Haydns anwesend sein, da er am selben Abend, an dem auch sein Vater Leopold Mozart aus Salzburg angekommen war, das erste seiner sechs Subskriptionskonzerte in der Mehlgrube gab und dabei den Solopart seines Klavierkonzertes in d-Moll KV 466 spielte. Auf Mozarts Veranlassung wurde auch sein Vater Leopold Mozart Freimaurer: Dieser wurde am Mittwoch, den 6. April 1785 in der Bauhütte seines Sohnes als Maurerlehrling eingeweiht, und am 16. und 22. April 1785 in der Loge Zur wahren Eintracht in den 2. resp. 3. Grad erhoben.[1] [2]

Speziell in seinen Opern Die Zauberflöte und Le nozze di Figaro sind gesellschaftskritische Töne aus dieser Mitgliedschaft zu spüren. Am 7. Dezember 1787 wurde er zum k.k. Kammermusicus ernannt (mit einem stattlichen Jahresgehalt von 800 Gulden für das Komponieren von ein paar Tänzen im Fasching) und am 9. Mai 1791 zum (unbesoldeten) Adjunkten des Domkapellmeisters von St. Stephan, Leopold Hoffmann.

Mit der Aufführung von Le nozze di Figaro 1786, die Josef II. trotz des systemkritischen Inhalts freigab, überforderte er das Wiener Publikum derart, dass es sich von ihm zurückzog und so seine wirtschaftliche Situation verschlechterte, ohne dass er dieser Tatsache mit seinen Ausgaben Rechnung trug. Dieser Misserfolg war ein Wendepunkt in seinem Leben. Erfolg hatte er in dieser Zeit nur in Prag. Abseits der Wiener Öffentlichkeit erschuf er die Werke seiner letzten Lebensjahre. Vergeblich versuchte er mit erneuten Reisen, die wirtschaftliche Talfahrt aufzuhalten.

W. A. Mozart während seines Aufenthalts in Dresden, Silberstiftzeichnung von Doris Stock (1789)

Diese Reisen führten ihn zu den Aufführungen nach Prag (8. Januar bis Mitte Februar 1787 und Ende August bis Mitte September 1791), aber auch mit dem Fürsten Karl Lichnowsky über Prag, Dresden und Leipzig nach Potsdam und Berlin zum preußischen König Friedrich Wilhelm II. (8. April bis 4. Juni 1789), sowie nach Frankfurt am Main zur Krönung Kaiser Leopolds (23. September bis Anfang November 1790). Auf Heimreisen machte er Station in Mannheim und München.

Aber weder die Reise nach Berlin 1789 noch jene nach Frankfurt 1790 verhalfen ihm zu Wohlstand. In Berlin erhielt er weder Einnahmen noch eine Anstellung. Die vom Kaiser erbetene Oper Così fan tutte fand nur mäßigen Anklang, und auch der Auftritt in Frankfurt am Main sowie die Uraufführung von La clemenza di Tito in Prag fanden wenig Resonanz. Erst der große Beifall für die Zauberflöte versprach wirtschaftliche Besserung.

Letzte Werke und früher Tod

Nach der Uraufführung von La clemenza di Tito in Prag war Mozart Mitte September 1791 nach Wien zurückgekehrt und hatte sich sofort in die Arbeit für die Uraufführung der Zauberflöte gestürzt, die zwei Wochen später – endlich wieder mit Erfolg – über die Bühne ging. Gleichzeitig hatte er die Motette Ave verum corpus ausgearbeitet und mit der Niederschrift des Requiems (KV 626) begonnen, die er jedoch nicht mehr abschließen konnte. Franz Xaver Süßmayr, einer Aussage Constanze Mozarts zufolge 1790/91 ehemaliger Schüler Mozarts, vollendete dasselbe.

Wenige Wochen nach der Uraufführung der Zauberflöte am 30. September 1791 wurde Mozart bettlägrig, am 5. Dezember um 1 Uhr früh starb er und wurde am Tag darauf beerdigt. Er wurde nicht ganz 36 Jahre alt.

Die Todesursache ist nicht geklärt. Genannt werden „hitziges Frieselfieber“ (Diagnose des Totenbeschauers), Rheuma (Rheumatisches Fieber), Syphilis (eventuell mit Quecksilbervergiftung), Trichinen, Purpura Schönlein-Henoch, Nierenversagen, Herzversagen und Aderlass. Möglicherweise ist Mozarts Todesursache bereits in einer Erkrankung während seiner Kindheit zu suchen; die moderne Medizin tendiert dabei zu einer Infektion mit Streptokokken, die unzulänglich behandelt wurde und somit zu Herz- bzw. Organversagen führte.

Er selbst war davon überzeugt, vergiftet worden zu sein, und äußerte sich gegenüber Constanze dazu wenige Wochen vor seinem Tod während eines Besuchs im Prater: „Gewiß, man hat mir Gift gegeben.“ Für einen Giftmord gibt es allerdings keinerlei dokumentierte Anhaltspunkte. Die ersten Legenden zirkulierten schon kurz nach Mozarts Tod. Die wohl berühmteste davon schreibt seinem angeblich missgünstigen Kollegen Antonio Salieri die Täterschaft zu, der sich überdies kurz vor seinem eigenen Tod als Mörder Mozarts bezeichnet haben soll.

Beigesetzt wurde der große Komponist in einem allgemeinen Grab am Sankt Marxer Friedhof. Seine Witwe besuchte das Grab zum ersten Mal erst nach 17 Jahren. 1855 wurde der Standort seines Grabes so gut wie möglich bestimmt und 1859 an der vermuteten Stelle ein Grabmal errichtet, das später von der Stadt Wien in die Gruppe der Musiker-Ehrengräber am Zentralfriedhof (32 A-55) übertragen wurde. Auf der alten freigewordenen Grabesstelle wurde in Eigeninitiative des Friedhofswärters Alexander Kugler abermals eine Mozart-Gedenktafel errichtet, die mit der Zeit aus Spolien anderer Gräber zu einem Grabmal ausgebaut wurde, und heute eine viel besuchte Sehenswürdigkeit ist.

Finanzielle Verhältnisse und Hinterlassenschaft

Die These vom „verarmten Genius Mozart“ stammt aus der Romantik. Jeder Biograph versuchte Mozart „noch ärmer zu machen“. Besonders in der Öffentlichkeit ist das Klischee vom „armen Mozart“ noch verbreitet, während es die neuere Forschung ablehnt. Mozart war sicher nicht reich im Vergleich zu einem Grafen oder Fürsten, reich war er aber gegenüber den anderen Angehörigen seines Standes: dem vierten Stand der Bürger.[3]

Nach heutigen Maßstäben war Mozart ein Großverdiener, dennoch war er aufgrund seines Lebenswandels oft in finanziellen Nöten. Für ein Engagement als Pianist erhielt er nach eigenen Angaben „wenigstens 1.000 Gulden“ (zum Vergleich: Seiner Magd bezahlte er einen Gulden pro Monat). Zusammen mit seinen Klavierstunden, für die er jeweils zwei Gulden berechnete, und seinen Einkünften aus den Konzerten und Auftritten, verfügte er über ein Jahreseinkommen von rund 10.000 Gulden, was nach heutiger Kaufkraft etwa 125.000 € entspricht. Dennoch reichte das Geld nicht für seinen aufwendigen Lebensstil, so dass er oft genug andere, wie Johann Michael Puchberg, einen Logenfreund, um Geld anpumpte. Er bewohnte große Wohnungen und beschäftigte viel Personal, außerdem hegte er – so wird angenommen – eine Leidenschaft für Karten- und Billardspiele mit hohen Einsätzen, wodurch er große Summen verloren haben könnte. Der wertvollste Einzelposten seiner Hinterlassenschaft waren laut Verlassenschaftsverzeichnis nicht die zahlreichen wertvollen Bücher oder Musikinstrumente in seinem Besitz, sondern es war seine teure Kleidung.

Mozarts Begräbnis – Fakten und Spekulationen

Die Fakten

Das Grabmal Mozarts auf dem St. Marxer Friedhof in Wien
  • Wolfgang Amadeus Mozart starb am 5. Dezember 1791 gegen ein Uhr früh in seinem Haus in Wien.
  • Er wurde noch am selben Tag in seiner Wohnung und am 6. Dezember im Stephansdom aufgebahrt. Der Abschied wurde im Kreise seiner Freunde und Verwandten zelebriert.
  • Laut der Hohen Warte in Wien, die unabhängige, öffentliche Wetteraufzeichnungen durchführt, war das Wetter weder schlecht noch besonders kalt. Allerdings ist dies kein Hinweis auf die Straßenverhältnisse im Dezember 1791.
  • Laut dem Magistrat 8, Landesarchiv Wien, ist nicht bekannt, ob Mozart am 6. Dezember 1791 abends oder am 7. Dezember 1791 frühmorgens zum St. Marxer Friedhof gebracht wurde. Es gibt darüber keinerlei Aufzeichnungen.
  • Mozart wurde in ein „allgemeines einfaches Grab“ gebettet. Das Bezeichnen der Gräber war aufgrund der Josephinischen Reformen vom August 1788 zwar nicht verboten, geschah aber im Falle Mozarts nicht.

Die Spekulationen

  • Mozart starb verarmt und wurde in einem Armengrab beerdigt:
Falsch ist, dass er völlig mittellos starb. Vielmehr ist richtig, dass er als Musiker standesgemäß in einem „einfachen allgemeinen Grab“ bestattet wurde. Richtig ist allerdings auch, dass Mozarts Witwe die verbliebenen Verbindlichkeiten nur begleichen und den Lebensunterhalt der Familie für einige Zeit decken konnte, weil ihr von Kaiser Leopold II. eine Pension und der Gewinn aus einem Benefizkonzert, für das der Kaiser selbst einen großzügigen Betrag gab, zugesprochen wurden.
  • Niemand begleitete den Leichenzug Mozarts zu seinem Grab:
Richtig ist, dass der Leichenzug nicht von Freunden und Verwandten zum St. Marxer Friedhof begleitet wurde. Falsch ist, dass dies aufgrund der Wetterverhältnisse geschah. Richtig ist vielmehr, dass der Transport der Leichen erst nach 18 Uhr erfolgen durfte, als es schon dunkel war. Es gab also keine Möglichkeit, den Leichenzug zu begleiten. Außerdem war damals in Wien das Begleiten des Leichnams bis zum tatsächlichen Grab unüblich. Mit der Aussegnung in Sankt Stephan waren die zu jener Zeit vorgesehenen Begräbnisfeierlichkeiten beendet.
  • Die Leiche Mozarts wurde umgebettet:
Erst 17 Jahre nach Mozarts Tod versuchte seine Frau Constanze, das Grab ihres Mannes zu finden. Da es aber keine Kreuze oder Bezeichnungen der Gräber gab, musste man sich auf höchst unsichere Erinnerungen der Friedhofsangestellten verlassen. Es ist daher nicht möglich anzugeben, wo Mozart beerdigt worden ist.
  • Der echte Schädel Mozarts wird von der Internationalen Stiftung Mozarteum Salzburg verwahrt:
„Hochrangige“ Experten konnten erstmals eine DNA-Analyse und eine chemische Prüfung an dem Schädel durchführen. Das für die DNA-Analyse erforderliche Vergleichsmaterial stammte von Skeletten, die aus dem „Familiengrab“ der Mozarts auf dem Salzburger Friedhof St. Sebastian geborgen wurden. Leopold Mozart ist nicht in diesem Grab, sondern in der Kommunalgruft begraben. Das im Januar 2006 veröffentlichte Ergebnis erbrachte somit mangels Vergleichmaterials keinerlei Hinweise auf die Echtheit des Schädels.

Zu Mozarts Vornamen

Taufeintrag vom 28. Januar 1756

Am 28. Januar 1756 – einen Tag nach seiner Geburt – wurde Mozart auf die Namen Joannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus getauft. Der erste und letzte der genannten Vornamen verweisen auf den Taufpaten Joannes Theophilus Pergmayr, Senator et Mercator Civicus, der mittlere auf Mozarts Großvater Wolfgang Nicolaus Pertl und damit letztlich auf den Heiligen Wolfgang, den Schutzpatron Oberösterreichs und Namensgeber des Sees, an dem die Familie Pertl lebte. Das griechische Theophilus („Gottlieb“) hat Mozart später in seine französische Entsprechung Amadé bzw. (selten) latinisierend Amadeus übersetzt.

Sein Rufname war zeitlebens Wolfgang. In der Zeit der Italienreisen nannte er sich oft Wolfgango Amadeo Mozart. Als Erwachsener unterschrieb er zumeist als Wolfgang Amadé Mozart, wenn nicht überhaupt nur als Wolfgang Mozart (so etwa trug er sich in die Anwesenheitsliste der Wiener Freimaurerloge „Zur Wohlthätigkeit“ ein). Amadeus nannte er sich nur im Scherz in drei seiner Briefe. Die Namensform Wolfgang Amadeus erschien zu Mozarts Lebzeiten offiziell nur einmal, und zwar im Frühjahr 1787 in einem amtlichen Schreiben der Niederösterreichischen Statthalterei. Die erste postume amtliche Nennung Mozarts mit dem latinisierten Vornamen ist die Eintragung im Totenbeschauprotokoll des Wiener Magistrats am 5. Dezember 1791. Erst im 20. Jahrhundert wurde dieser von Rundfunkanstalten und Plattenfirmen weltweit durchgesetzt. In Umlauf gebracht hat sie der Dichter E. T. A. Hoffmann, der sich aus Bewunderung für Mozart Ernst Theodor Amadeus Hoffmann nannte.

Medizinische Spekulationen

Der dänische Neurologe und Psychiater Rasmus Fog spekulierte 1985 über eine mögliche Erkrankung Mozarts am Tourette-Syndrom.[4] 2005 untersuchte der irische Professor für Kinder- und Jugendpsychiatrie Michael Fitzgerald in seiner Veröffentlichung The Genesis of Artistic Creativity die Frage, ob Mozart das Aspergersyndrom gehabt hätte. Anhand des biographischen Materials hält er es durchaus für möglich. Wegen Mozarts Hyperaktivität und Impulsivität würde aber eher eine Diagnose von ADS zutreffen.[5]

Mozarts Briefe

Hauptartikel: Mozarts Briefe

Mozart schrieb, beginnend im Jugendalter, während seines Lebens zahlreiche Briefe, die ein Kennenlernen seiner Persönlichkeit und seiner musikalischen Ansichten und Arbeitsweisen ermöglichen und so eine wichtige Forschungsbasis zu Mozarts Leben und Werk liefern. Der wichtigste briefliche Korrespondenzpartner war Mozarts Vater Leopold Mozart.

Gedenken an Mozart

Das Gedenken an Wolfgang A. Mozart wird heute weltweit durch Biographien, Radio- und Fernsehsendungen und insbesondere durch Aufführungen seiner Kompositionen in den Opernhäusern und Konzertsälen überall auf der Welt aufrechterhalten. Die Republik Österreich hat Mozart mehrfach auf Münzen oder Banknoten verewigt, wie zum Beispiel auf der 5000-Schilling Banknote von 1989 und der österreichischen 1 Euro Münze. Die Bundesrepublik Deutschland hat zu Ehren seines 250. Geburtstages im Jahr 2006 eine 10 Euro Silbermünze mit dem Abbild von Wolfgang A. Mozart herausgebracht. Damit soll, so die offizielle Begründung, die Persönlichkeit des Komponisten als großes Ereignis „aus der deutschen Kultur und Geschichte” für die Nachwelt erhalten bleiben. Außerdem hat die Deutsche Post AG zum gleichen Anlass eine Sondermarke herausgegeben. Daneben gibt es etliche Merchandising-Artikel (z. B. Mozartkugeln). Mozarts Name bedeutet für Orte aus seiner Biographie einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor im Bereich internationaler Städtetourismus. Eine besondere Rolle kommt seiner Geburtsstadt Salzburg, Wien (große Mozart-Statue) als seinem langjährigen Wohnort und außerdem der Stadt Augsburg als Geburtsstadt seines berühmten Vaters Leopold Mozart zu. Prag war ein von Mozart geschätzter Aufführungsort. Daher genießt er auch hier große Popularität. Ihm zu Ehren wurde eine Büste in der Walhalla aufgestellt. In mehreren Städten gibt es Mozart-Gedenkstätten, die sich der Erinnerung an den Komponisten in besonderer Weise annehmen. Zu nennen sind:

Salzburg

Mozartdenkmal am Mozartplatz in Salzburg

Im Geburtshaus Wolfgang Amadeus Mozarts in Salzburg richtete die einstige Internationale Mozart-Stiftung (die von 1870 bis 1879 existierte) ein Museum ein. Ein weiteres Mozart-Museum befindet sich in Mozarts späterem Wohnhaus am Makartplatz, dem sog. Tanzmeisterhaus. 2006 wurden die Räume durch den Regisseur und Designer Robert Wilson neu gestaltet. Die Salzburger Kunstuniversität „Mozarteum“ ist ebenfalls nach dem berühmten Komponisten benannt. Das Mozartdenkmal auf dem Mozartplatz ist in Blickrichtung Alte Residenz und Dom ausgerichtet und wurde 1842 enthüllt. Die am Ursulinenplatz in unmittelbarer Nähe zur Markuskirche gelegene, neue Mozartskulptur von Markus Lüpertz hat in Salzburg heftige Kontroversen ausgelöst. Eine weitere Mozartstatue befindet sich auf dem Kapuzinerberg.

In Salzburg hat die Internationale Stiftung Mozarteum ihren Sitz. Sie wurde 1880 von Salzburger Bürgern gegründet und ist aus dem 1841 entstandenen „Dom-Musik-Verein und Mozarteum“ hervorgegangen. Die Autographensammlung der Stiftung enthält rund 190 Originalbriefe Mozarts, die „Bibliotheca Mozartiana“ ist mit rund 35.000 Titeln die umfangreichste einschlägige Bibliothek der Welt. Die Stiftung besitzt zudem reiches Bildmaterial, darunter mehrere authentische Mozart-Porträts. Die Ton- und Filmsammlung verfügt über rund 18.000 Audiotitel (darunter sonst nicht zugängliche Mitschnitte von Mozart-Aufführungen) und etwa 1800 Videoproduktionen (Spielfilme, TV-Produktionen, Opernaufzeichnungen, Dokumentarfilme). Die Stiftung verwaltet auch die beiden Salzburger Mozart-Museen. In der Satzung der Stiftung verankert ist das 1931 gegründete Zentralinstitut für Mozart-Forschung, das heute unter dem Namen „Akademie für Mozart-Forschung“ firmiert. Sie veranstaltet in regelmäßigen Abständen wissenschaftliche Tagungen, über die im „Mozart-Jahrbuch“ berichtet wird. Sämtliche Bereiche der Mozart-Forschung werden hierbei berücksichtigt, zentral jedoch ist seit 1954 die Herausgabe der „Neuen Mozart-Ausgabe“, der historisch-kritischen Edition von Mozarts Werken, die bis 2007 abgeschlossen sein wird. Alljährlich im Januar veranstaltet die Stiftung seit 1956 die „Mozartwoche“, bei der renommierte Orchester (etwa die Wiener Philharmoniker oder das Mahler Chamber Orchestra) und Interpreten (Nikolaus Harnoncourt, Riccardo Muti u. a.) Mozarts Werke aufführen.

Wien

Mozartdenkmal in Wien, um 1900

In Wien ist eine der Wohnungen Mozarts erhalten – allerdings ohne Möbel, die verschollen sind – und wurde in ein Museum umgewandelt: Domgasse 5, gleich hinter dem Stephansdom. Die ursprüngliche Gedenkstätte wurde vor einiger Zeit um zwei Stockwerke erweitert und im Januar 2006 als Mozarthaus Vienna wiedereröffnet. Mozarts Leben und seine Zeit werden dem Besucher durch teils aufwendige multimediale Präsentationen erläutert. An zahlreichen anderen Häusern, in denen Mozart lebte oder auftrat, sind Gedenktafeln angebracht.

Das Mozartdenkmal, von Architekt Carl König und Bildhauer Viktor Tilgner 1896 gestaltet, stand auf dem Albertinaplatz. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es 1953 in den Burggarten überstellt. Die Skulpturen bestehen aus Laaser Marmor (Vintschgau, Südtirol), die Stufen der Basis aus dunklem Diorit. Die Balustraden sind aus grobem Sterzinger Marmor in Südtirol, zwei bei der Neuaufstellung dazugekommene Pfeiler wurden aus St. Margarethener Stein gefertigt.[6]

Augsburg

Die 1991 errichtete Mozartstele in Augsburg

Im Mozarthaus in der nördlichen Altstadt von Augsburg befindet sich eine Gedenkstätte zur Geschichte der Familie Mozart. In diesem Haus wurde sein Vater Leopold geboren. Eine Gedenktafel am Haus der Augsburger Fuggerei (Mittelgasse 14) erinnert zudem an seinen Urgroßvater, den Maurermeister Franz Mozart (1649–1694), der hier wohnte und starb.

Die Deutsche Mozart Gesellschaft (DMG) mit Sitz in Augsburg widmet sich der praktischen und wissenschaftlichen Pflege des Werkes von Wolfgang Amadé Mozart, der Erforschung des Lebens und Schaffens des Meisters und seiner Familie und der Erhaltung und Förderung der Mozart-Gedenkstätten in der Bundesrepublik Deutschland, insbesondere des Geburtshauses von Leopold Mozart in Augsburg.

Mannheim

Vielfach gedacht wird Mozarts auch in Mannheim, wo er nicht nur bei vier Aufenthalten 176 Tage seines Lebens verbracht, sondern auch eine Reihe bedeutender Werke komponiert, 1790 eine Aufführung von Le nozze di Figaro dirigiert und sich in Aloysia Weber verliebt sowie deren Schwester Constanze, seine spätere Frau, kennengelernt hat. Gedenktafeln befinden sich an zahlreichen Wohn- und Wirkungsstätten des Komponisten, so etwa am Schloss, an der Jesuitenkirche oder am Palais Bretzenheim.

Prag

Die Villa Bertramka in Prag

Im Prager Stadtteil Smíchov wurde 1956 in der so genannten „Villa Bertramka“ ein Mozartmuseum eingerichtet. Zu Mozarts Lebzeiten lag das Gebäude jenseits der Stadtmauer und diente der Familie des Komponisten Franz Xaver Duschek als Landgut. Es gehörte der Ehefrau Duscheks, der Sängerin Josepha Duschek, der Enkelin Ignatz Anton von Weisers, des Salzburger Bürgermeisters und Textdichters Mozarts. Mozart wohnte hier im Oktober 1787 (Vollendung und Uraufführung des Don Giovanni) und von Ende August bis Anfang September 1791 (Einstudierung und Uraufführung von La clemenza di Tito).[7]

Musik

Joseph Haydn würdigte Mozarts Musik in schlichten Worten, als er 1785 nach dem ersten Hören der ihm von Mozart gewidmeten Streichquartette Leopold Mozart versicherte:

[…] ich sage ihnen vor gott, als ein ehrlicher Mann, ihr Sohn ist der größte Componist, den ich von Person und den Nahmen nach kenne: er hat geschmack, und über das die größte Compositionswissenschaft. [8]

Mozart selbst bekannte in einem Brief an seinen Vater vom 7. Februar 1778:

denn ich kann so ziemlich, wie sie wissen, alle art und styl vom Compostitions annehmen und nachahmen.

Es ist eine nachweisbare Eigenheit Mozarts, dass er während all seiner Kompositionsperioden Musik der verschiedensten Stile in sich aufgenommen und hieraus mannigfaltige Anregungen geschöpft hat.[9] Wesentlich geprägt ist sein Kompositionsstil von süddeutschen und italienischen Stilelementen der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die frühesten Einflüsse stammen von seinem Vater und den Salzburger Lokalkomponisten. Wie sehr Mozart zunächst seinem Umfeld verhaftet blieb, zeigt der Streit um die beiden „Lambacher“ Sinfonien, bei denen lange unklar war, welche von Leopold Mozart und welche von Wolfgang Amadeus Mozart stammt.[10]

Bei seinen Reisen nach Italien lernte er den dortigen Opernstil kennen, der ihn zeitlebens stark geprägt hat und der ihm auch in London von Johann Christian Bach vermittelt wurde. Großen Einfluss auf sein Schaffen hatte die Begegnung mit dem Kontrapunkt: zuerst durch den Kompositionsunterricht bei Padre Martini in Italien, später in Wien durch die praktische Auseinandersetzung mit der Musik Johann Sebastian Bachs und Georg Friedrich Händels, die er bei Gottfried van Swieten kennen lernte. Mozart dazu an seinen Vater am 30. März 1783: „denn wir lieben uns mit allen möglichen Meistern zu unterhalten; – mit alten und mit Modernen.“

Als typisch für Mozarts kompositorisches Schaffen lassen sich exemplarisch folgende Punkte nennen:

  • Mozart war ein außerordentlich vielseitiger Komponist. Er war wohl der einzige Komponist der Musikgeschichte, der in allen Kompositionsgattungen seiner Zeit Meisterwerke schuf, worauf er selbst stolz war.
  • Der Gattung des Klavierkonzerts verlieh Mozart symphonische Qualitäten und führte sie zu formaler Vollendung.
  • Mozart schrieb mehr als seine Zeitgenossen einen sehr differenzierten und anspruchsvollen Orchestersatz, insbesondere die Bläser erlangten eine zuvor unbekannte Eigenständigkeit.
  • Damit einher geht – ebenso wie bei Joseph Haydn – eine Zunahme der Länge und des Umfanges der einzelnen Werke (am deutlichsten zu beobachten bei den Sinfonien).
  • Mozart integrierte in seine Kompositionen kontrapunktische Kompositionstechniken und verschmolz den klassisch-homophonen und den barock-polyphonen Stil zu einer höheren Einheit (Finale des Streichquartetts KV 387, Finale der „Jupiter“-Sinfonie KV 551).
  • Seine Werke sind von drei, die Wiener Klassik charakterisierenden, gemeinsam mit Joseph Haydn erarbeiteten und von Beethoven weiterentwickelten Kompositionsverfahren geprägt: von Obligatem Accompagnement, Durchbrochenem Stil und Motivisch-thematischer Arbeit.
  • Vor allem in seinen späten Opern schuf Mozart eine psychologisch-dramaturgische Charakterzeichnung, die einzigartig ist.
  • Mozart gelang in seiner Musik eine einmalige Verbindung des scheinbar Leichten, Eingängigen, mit dem musikalisch Schwierigen und Anspruchsvollen.
  • Mozart komponierte „Musick für aller Gattung leute […] ausgenommen für lange ohren nicht“. (Brief Mozarts vom 16. Dezember 1780)

Alles in allem schuf Mozart aus den von ihm vorgefundenen Stilen und Kompositionstechniken dank seiner singulären kreativen Fähigkeiten Musik von großer Komplexität und bedeutender Stilhöhe. Daran konnten Beethoven und die Komponisten des 19. Jahrhunderts anknüpfen.

Werke

Die Werke Mozarts werden meist nach ihrer Sortierung im Köchelverzeichnis (KV) gezählt, welches der chronologischen Reihenfolge des Entstehens zu folgen versucht.

Opern

Kirchenmusik

18 Messen, darunter

Siehe dazu den Artikel: Liste der Kirchenmusikwerke Mozarts

Ausschnitt aus der autographen Partitur des Requiems (KV 626)

Orchesterwerke

Sinfonien

siehe Liste der Sinfonien Wolfgang Amadeus Mozarts

Klavierkonzerte

siehe Liste der Klavierkonzerte Mozarts

Streichinstrumente und Orchester

siehe auch Violinkonzerte (Mozart)

  • 1773 – Violinkonzert Nr. 1 B-Dur (KV 207)
  • 1774 – Concertone für 2 Violinen C-Dur (KV 190/186E)
  • 1775 – Violinkonzert Nr. 2 D-Dur (KV 211)
  • 1775 – Violinkonzert Nr. 3 G-Dur (KV 216)
  • 1775 – Violinkonzert Nr. 4 D-Dur (KV 218)
  • 1775 – Violinkonzert Nr. 5 A-Dur (KV 219)
  • 1776 – Adagio E-Dur (KV 261)
  • 1776 – Rondo concertante für Violine und Orchester B-Dur (KV 269/261a)
  • 1777 – Violinkonzert Nr. 7 D-Dur (KV 271i)
  • 1778 – Concerto für Violine und Klavier D-Dur (KV315f)
  • 1779 – Sinfonia concertante für Violine und Viola Es-Dur (KV 320d)
  • 1779 – Sinfonia concertante für Violine, Viola und Cello A-Dur (KV 320e)
  • 1780 – Violinkonzert Nr. 6 Es-Dur (KV 268)
  • 1781 – Rondo G-Dur (KV 373)

Blasinstrumente und Orchester

  • 1774 – Fagottkonzert B-Dur (KV 191/186e)
  • 1777 – Oboenkonzert C-Dur KV 314
  • 1778 – Sinfonia concertante für Flöte, Oboe, Horn und Fagott Es-Dur (KV 297B), überliefert in einer Fassung für Oboe, Klarinette, Horn und Fagott (KV 297b)
  • 1791 – Klarinettenkonzert A-Dur (KV 622)

Flötensätze und -konzerte
  • 1778 – Flötenkonzert G-Dur (KV 313/KV 285c)
  • 1778 – Flötenkonzert D-Dur (KV 314/KV 285d)
  • 1778 – Andante für Flöte und Orchester, C-Dur (KV 315/KV 285e)
  • 1778 – Konzert für Flöte, Harfe und Orchester C-Dur (KV 299/KV 297c)

Hornsätze und -konzerte
  • 1781 – Rondo für Horn und Orchester Es-Dur (KV 371)
  • 1782 – Hornkonzert D-Dur (KV 412/514/386b)
  • 1783 – Hornkonzert Es-Dur (KV 417)
  • 1786 – Hornkonzert Es-Dur (KV 495)
  • 1787 – Hornkonzert Es-Dur (KV 447)

Serenaden und weitere

Serenaden
  • 1773 – Serenade D-Dur (KV 167a) (Final-Musik)
  • 1774 – Serenade D-Dur (KV 189b)
  • 1775 – Serenade D-Dur (KV 213a)
  • 1776 – Serenade D-Dur, „Serenata notturna“ (KV 239)
  • 1776 – Serenade D-Dur, „Haffner“ (KV 248b)
  • 1779 – Serenade D-Dur, „Posthorn“ (KV 320)
  • 1787 – Serenade G-Dur, „Eine kleine Nachtmusik“ (KV 525)

Notturni
  • 1778 – Notturno für vier Orchester D-Dur (KV 286)

Divertimenti
  • 1772 – Divertimento D-Dur (KV 131)
  • 1772 – Divertimento D-Dur (KV 136/125 a) – „Salzburg Symphony Nr.1“
  • 1772 – Divertimento B-Dur (KV 137/125 b) – „Salzburg Symphony Nr.2“
  • 1772 – Divertimento F-Dur (KV 138/125 c) – „Salzburg Symphony Nr.3“
  • 1783–85 – Divertimenti Nr. 1 bis 5 B-DUR (KV 229/439b)

Märsche
  • 1769 – Marsch D-Dur (KV 62)
  • 1773 – Marsch D-Dur (KV 167b)
  • 1774 – Marsch D-Dur (KV 189c)
  • 1775 – Marsch D-Dur (KV 213b)
  • 1776 – Marsch D-Dur (KV 249)
  • 1779 – Marsch D-Dur (KV 320a Nr. 1)
  • 1779 – Marsch D-Dur (KV 320a Nr. 2)

Kassationen
  • 1769 – Kassation B-Dur (KV 62a)
  • 1769 – Kassation G-Dur (KV 63) (Final-Musik)

Kammermusik ohne Klavierbegleitung

Siehe dazu den Artikel: Liste der kammermusikalischen Werke Mozarts ohne Klavier

  • Streichduos und -trios
  • Streichquartette
  • Streichquintette
  • Bläserquartette
  • Quintette mit Bläsern
  • 1787 – Sextett „Ein musikalischer Spaß“ (KV 522)

Kammermusik mit Klavierbegleitung

Siehe dazu den Artikel: Liste der kammermusikalischen Werke Mozarts mit Klavier

  • 35 Sonaten für Violine und Klavier
  • Klaviertrios
  • 2 Klavierquartette
  • 1784 – Klavierquintett Es-Dur (KV 452)

Klaviermusik

Siehe dazu den Artikel: Liste der Klaviermusikwerke Mozarts

Kanons

Mozart hat textierte und untextierte Kanons geschrieben. Unter den textierten finden sich Werke mit kirchlichem Inhalt:

  • Kyrie (1770; KV 89), Alleluia (1788; KV 553) (Das Anfangsmotiv entstammt der Alleluja-Intonation der Karsamstagsliturgie), Ave Maria (1788; KV 555)

Es gibt aber auch Kanons mit zum Teil recht derbem Inhalt, der an Mozarts „Bäsle-Briefe“ erinnert. In vielen Liederbüchern ist der originale Text durch einen neuen, „entschärften“ ersetzt. So zum Beispiel:

  • Leck mich im Arsch (1782; KV 382c)
  • Leck mir den Arsch fein recht schön sauber (1782; KV 382c)
  • Bona nox, bist a rechter Ochs (1788; KV 561)
  • Oh, du eselhafter Martin/Oh, du eselhafter Peierl (1788; KV 560b/560a) – Die beiden Textfassungen dieses Kanons beziehen sich auf Mozarts Trink- und Kegelfreunde Philip („Liperl“) Jacob Martin und Johann Nepomuk Peierl, mit denen er gern derbe Späße trieb.

Der vierstimmige Kanon KV Anh. 191 (1788; 562c) ist für zwei Violinen, Viola und Bass gesetzt.

Lieder

  • An die Freude, Johann Peter Uz, KV 53 (KV 43b)
  • Die großmütige Gelassenheit*, Johann Christian Günther, KV 149 (KV 125d), * komp. von Leopold Mozart
  • Geheime Liebe*, Johann Christian Günther, KV 150 (KV 125e), * komp. von Leopold Mozart
  • Die Zufriedenheit im niedrigen Stande*, Friedrich Rudolph Ludwig von Canitz, KV 151 (KV 125f), * komp. von Leopold Mozart
  • Wie unglücklich bin ich nit, KV 147 (KV 125g)
  • Auf die feierliche Johannisloge, Ludwig Friedrich Lenz, KV 148 (KV 125h)
  • Ah! spiegarti, oh Dio, KV 178 (125i/417e)
  • Ridente la calma, KV 152 (KV 210a)
  • Oiseux, si tous les ans, Antoine Ferrand, KV 307 (KV 284d)
  • Dans un bolitaire, Antoine Houdart de la Motte, KV 308 (KV 295b)
  • Zwei deutsche Kirchenlieder, a) „O Gotteslamm“, b) „Als aus Ägypten“, KV 343 (336c)
  • An die Bescheidenheit, Johann Andreas Schachtner, KV 336b
  • Verdankt sei es dem Glanz der Großen, Johann Timotheus Hermes, KV 392 (KV 340a)
  • Sei du mein Trost, Johann Timotheus Hermes, KV 391 (KV 340b)
  • Ich würd’ auf meinem Pfad, Johann Timotheus Hermes, KV 390 (KV 340c)
  • Die Zufriedenheit, Johann Martin Miller, KV 349 (KV 367a)
  • Komm, liebe Zither, komm, KV 351 (KV 367b)
  • Gibraltar, Johann Nepomuk Cosmas Michael Denis, KV 386d
  • Warnung, KV 416c
  • Lied zur Gesellenreise, Joseph Franz von Ratschky, KV 468
  • Der Zauberer, Christian Felix Weiße, KV 472
  • Die Zufriedenheit, Christian Felix Weiße, KV 473
  • Die betrogene Welt, Christian Felix Weiße, KV 474
  • Das Veilchen, Johann Wolfgang von Goethe, KV 476
  • Zur Eröffnung der Logenversammlung, Augustin Veith Edler von Schittlersberg, KV 483
  • Zum Schluß der Logenversammlung, Augustin Veith Edler von Schittlersberg, KV 484
  • Lied der Freiheit, Aloys Blumauer, KV 506
  • Die Alte, Friedrich von Hagedorn, KV 517
  • Die Verschweigung, Christian Felix Weiße, KV 518
  • Das Lied der Trennung, Klamer Eberhard Karl Schmidt, KV 519
  • Als Luise die Briefe ihres ungetreuen Liebhabers verbrannte, Gabriele von Baumberg, KV 520
  • Abendempfindung an Laura, KV 523
  • An Chloe, Johann Georg Jacobi, KV 524
  • Des kleinen Friedrichs Geburtstag, Johann Eberhard Friedrich Schall, Schlußstrophe Joachim Heinrich Campe, KV 529
  • Das Traumbild, Ludwig Hölty, KV 530
  • Die kleine Spinnerin, KV 531
  • Meine Wünsche, Johann Wilhelm Ludwig Gleim, KV 539
  • Lied beim Auszug in das Feld, KV 552
  • Sehnsucht nach dem Frühlinge, Christian Adolph Overbeck, KV 596
  • Der Frühling, Christian Christoph Sturm, KV 597
  • Das Kinderspiel, Christian Adolph Overbeck, KV 598
  • Kantate: Die ihr des unermeßlichen Weltalls, Franz Heinrich Ziegenhagen, KV 619

Nachkommen

  • Reimund Leopold Mozart (* 27. Juni 1783 in Wien; † 19. August 1783 ebenda)
  • Carl Thomas Mozart (* 21. September 1784 in Wien; † 31. Oktober 1858 in Mailand)
  • Johann Thomas Leopold Mozart (* 18. Oktober 1786 in Wien; † 15. November 1786 ebenda)
  • Theresia Maria Anna Mozart (* 27. Dezember 1787 in Wien; † 29. Juni 1788 ebenda)
  • Anna Maria Mozart (* 16. November 1789 in Wien; † 16. November 1789 ebenda)
  • Franz Xaver Wolfgang Mozart (* 26. Juli 1791 in Wien; † 19. Juli 1844 in Karlsbad)

Literatur

Briefe

  • Briefe und Aufzeichnungen. Gesamtausgabe. Herausgegeben von der Internationalen Stiftung Mozarteum Salzburg. Gesammelt und erläutert von Wilhelm A. Bauer und Otto Erich Deutsch [1962ff.]. Erweiterte Ausgabe mit einer Einführung und Ergänzungen hrsg. von Ulrich Konrad. 8 Bände. Kassel u. a.: Bärenreiter 2005. DTV: ISBN 3-423-59076-9
  • Briefe. Hg.: Stefan Kunze. Stuttgart: Reclam 2005, ISBN 3-15-010574-9
  • Guten Morgen, liebes Weibchen! Mozarts Briefe an Constanze. Hg.: Silke Leopold. Kassel u. a.: Bärenreiter 2005, ISBN 3761818149
  • Die Bäsle-Briefe. Hg.: Juliane Vogel. Stuttgart: Reclam 1993 (=RUB 8925), ISBN 3-15-008925-5

Biografien und Gesamtinterpretationen

  • Ludwig Meinardus: Mozart, Wolfgang Amadeus. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 22, Duncker & Humblot, Leipzig 1885, S. 422–436.
  • Alfred Einstein: Mozart, his character, his work (1945). Deutsche Fassung (Originalausgabe): Mozart – Sein Charakter, sein Werk (1947). Neuauflage Fischer TB, 2005, ISBN 3-596-17058-3 [11]
  • Norbert Elias: Mozart. Zur Soziologie eines Genies. Aus dem Nachlass herausgegeben von Michael Schröter, Suhrkamp TB, 1993, ISBN 3-518-38698-0 [12]
  • Peter Gay: Wolfgang Amadeus Mozart. Claassen Verlag, 2001, ISBN 3-546-00227-X
  • Martin Geck: Mozart. Eine Biographie. Rowohlt, Hamburg 2005, ISBN 3-498-02492-2
  • Brigitte Hamann: Mozart. Sein Leben und seine Zeit. Ueberreuter, Wien 2006, ISBN 3-8000-7132-0
  • Wolfgang Hildesheimer: Mozart. Neuauflage Insel TB, 2005, ISBN 3-458-34826-3 [13]
  • Thomas Hochradner, Günther Massenkeil: Mozarts Kirchenmusik, Lieder und Chormusik. Das Handbuch., Laaber-Verlag 2006, ISBN 3-89007-464-2
  • Heinrich Eduard Jacob: Mozart. Geist, Musik und Schicksal. Scheffler Verlag, Frankfurt am Main 1956. Letzte Neuauflagen: Heyne Verlag, München 1998, ISBN 3-453-13884-8. Ebenfalls Heyne Verlag, München 2005, unter dem Titel Mozart. Der Genius der Musik, ISBN 3-453-60028-2. [14]
  • Malte Korff: Wolfgang Amadeus Mozart. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-518-18210-2
  • Konrad Küster: Mozart. Eine musikalische Biographie (1990). [15]
  • Silke Leopold (Hrsg.): Mozart-Handbuch. Metzler-Verlag und Bärenreiter-Verlag, Stuttgart und Kassel 2005, ISBN 3-476-02077-0
  • Piero Melograni: Wolfgang Amadeus Mozart. Eine Biographie. Siedler, München 2005. ISBN 3-88680-833-5
  • Franz Xaver Niemetschek: Ich kannte Mozart. Hrsg. u. komm. v. Jost Perfahl, Langen/Müller 2005, ISBN 3-7844-3017-1 [16]
  • Georg Nikolaus Nissen Biographie W. A. Mozarts. Nach Originalbriefen, Sammlungen alles über ihn Geschriebenen, mit vielen neuen Beylagen, Steindrücken, Musikblättern und einem Facsimile Vierter Nachdruck der Ausgabe Leipzig 1828, ISBN 3-487-04548-6
  • Maynard Solomon: Mozart. Ein Leben. Metzler, Stuttgart 2005, ISBN 3-476-02084-3

Monografien

  • Volkmar Braunbehrens: Mozart in Wien (1986). Neuinterpretation der allseits bekannten Primärquellen aus genauer Kenntnis der Lebensverhältnisse im Josephinischen Wien.
  • Wilhelm Otto Deutsch: Mozart und die Religion (2005)
  • Melanie Unseld: Mozarts Frauen. Begegnungen in Musik und Liebe. Rowohlt, Hamburg 2005, ISBN 3-499-62105-3
  • Fritz Hennenberg: Wolfgang Amadeus Mozart. Rowohlt, Hamburg 2005, ISBN 3-499-50683-1
  • Guy Wagner: Bruder Mozart – Freimaurerei im Wien des 18. Jahrhunderts. Amalthea, 2006. ISBN 3850025020
  • Irmen, Hans-Josef: Mozart als Mitglied geheimer Gesellschaften, Zülpich 1991
  • Irmen, Hans-Josef: Die Protokolle der Wiener Freimaurerloge „Zur Wahren Eintracht“ (1781–1785). Frankfurt am Main, 1994

Belletristische Verarbeitung

Die Figur Wolfgang Amadeus Mozarts wurde darüber hinaus vielfach literarisch in Romanen und Erzählungen verarbeitet, unter anderem in

  • Hermann Hesse: Der Steppenwolf. Frankfurt 1974, ISBN 3-518-36675-0 (Mozart als Repräsentant der „Unsterblichen“ klärt den Protagonisten in einem erkenntnistheoretischen Vortrag über die ewige Differenz von Ideal und Wirklichkeit auf.)
  • Rotraut Hinderks-Kutscher: Donnerblitzbub Wolfgang Amadeus. Stuttgart 1955, ISBN 3-423-07028-5 (Kinder- und Jugendbuch.)
  • E. T. A. Hoffmann: Don Juan in Fantasiestücke in Callot’s Manier. 1814 (Ein reisender Enthusiast (E. T. A. Hoffmann?) wird während einer Don-Juan-Aufführung von Donna Anna in der Loge aufgesucht und für W. A. Mozart gehalten.)
  • Eduard Mörike: Mozart auf der Reise nach Prag. Frankfurt 2005, ISBN 3-458-34827-1 (Auf der Reise zur Uraufführung des Don Giovanni in Prag gerät Mozart in das Schloss des Grafen von Schinzberg. Vor allem dessen Nichte Eugenie erahnt Mozarts Genialität, aber auch die Unausweichlichkeit seines nahen Todes und dass er sich „schnell und unaufhaltsam in seiner eigenen Glut“ verzehren wird.)
  • Wolf Wondratschek: Mozarts Friseur. DTV TB 2004, ISBN 3-423-13186-1 (Keiner verlässt Mozarts Friseur unverändert.)

Bühnenwerke

  • Aleksandr Sergeevič Puškin: Mozart und Salieri. Schauspiel, 1832, Ausgabe Russ.-Dtsch.: Übertr. u. Nachw. v. Kay Borowsky. Zeittaf. v. Gudrun Ziegler, Reclam Universal-Bibliothek Nr.8094, ISBN 3-15-008094-0
  • Nikolaj Rimskij-Korsakov: Mozart und Salieri. Oper (nach dem Puškin-Text), 1897
  • Peter Shaffer: Amadeus. Schauspiel, 1979, Ausgabe engl.: Amadeus, a Play. Hrsg. v. Rainer Lengeler (Fremdsprachentexte), Reclam Universal-Bibliothek Nr.9219, ISBN 3-15-009219-1 (Mozart aus der Sicht des senilen Salieri)
  • Michael Kunze & Silvester Levay: Mozart! Musical (Welt-Uraufführung am 2. Oktober 1999 im Theater an der Wien) Libretto: von Michael Kunze erschienen Edition Butterfly. Weitere Aufführungen in Hamburg, Budapest, Tokio, Osaka, Karlstadt. CD Mozart! (Wien NR:731454310727), (Budapest NR: 5999517155257)

Hörbücher

  • CD WISSEN Junior – Michael Schanze erzählt… Die Kinder- und Jugendjahre von Mozart. audio media verlag: München 2009, 978-3-86804-044-9

Filme

Siehe auch

Weblinks

Portale
Werkverzeichnisse, Noten, Dokumente
Hörbeispiele


Gesellschaften
Film
Serie
  • little-amadeus.de – Webseite zur Kinderserie „Little Amadeus – Die Abenteuer des jungen Mozart“
Veranstaltungen

Einzelnachweise, Anmerkungen

  1. Eugen Lennhoff, Oskar Posner, Dieter A. Binder: Internationales Freimaurer Lexikon. Herbig Verlag, 5. Auflage, ISBN 978-3-7766-2478-6
  2. Guy Wagner: Bruder Mozart. Amalthea-Verlag, 2. Auflage ISBN 3-85002-502-0
  3. Rudolph Angermüller, Geneviève Geffray (Hrsg): Florilegium pratense. Mozart, seine Zeit, seine Nachwelt. Ausgewählte Aufsätze von Rudolph Angermüller anläßlich seines 65. Geburtstages. Im Auftrag der Internationalen Stiftung Mozarteum Salzburg. Königshausen & Neumann, Würzburg 2005, ISBN 3-8260-3258-6, S. 33.
  4. Fog, Rasmus und L. Regeur: Did Mozart suffer from Tourette’s syndrome?, in: World congress of psychiatry. – Wien 1985
  5. Michael Fitzgerald: The Genesis of Artistic Creativity, London 2005, S. 157
  6. Robert Seemann, Herbert Summesberger: Wiener Steinwanderwege, die Geologie der Großstadt. Mozart-Denkmal. Verlag Christian Brandstätter, Wien 1999, ISBN 3-85447-787-2, S. 128.
  7. Geschichte der Bertramka
  8. Berichtet von Leopold Mozart in einem Brief an seine Tochter
  9. Erstmals umfassend dargestellt in Teodor de Wyzewa und Georges de Saint-Foix: W.-A. Mozart. Sa vie musicale et son oeuvre de l’enfance a la pleine maturité […] Essai de biographie critique suivi d’un nouveau catalogue chronologique de l’oeuvre complète de maitre […]. 5 Bände, Paris 1912–46 (Bd. 3–5 v. Saint-Foix allein)
  10. Siehe den Bericht über das Mozart-Symposion zum Gedenken an Wolfgang Plath (1930–1995) Augsburg, 13. bis 16.Juni 2000 (=Mozart-Jahrbuch 2001), hrg. von Marianne Danckwardt und Wolf-Dieter Seiffert, Kassel u. a. 2003, S. 163–176 (Diskussion S. 176–179)
  11. Ein Standardwerk. In den theoretischen Erörterungen hegelt es sehr: Mozarts reifer Stil wird als Synthese aus dem, was die Zeitgenossen „galant“ und „gelehrt“ nannten, dargestellt. Betrachtet man die Biographien über Mozart, die im 20. Jahrhundert erschienen sind, stellt Einsteins „Mozart“ die fundierteste und genaueste Biographie dar. Kein anderer hatte so gründliche Einblicke ins Werk wie Einstein. Als E-Book ist das Buch bei http://www.musikwissenschaft.tu-berlin.de/wi abrufbar.
  12. Elias widmet sich vornehmlich der Sozialisation Mozarts, seinem Verhältnis zum Dienstherrn und zum Vater, seiner Emanzipation in Wien und seinem Scheitern als freier Komponist.
  13. Leben und Werk, sehr persönlich dargestellt und interpretiert, unter intensivem Rekurs auf die Psychoanalyse. Hildesheimer, dessen Mozartbiografie neben denen von Alfred Einstein und Heinrich Eduard Jacob, zu den besten zählt, ist von der akademischen Musikwissenschaft kaum rezipiert worden. Infolge dessen hielt dieser Kreis eine Tagung (Wolfenbüttel 1978) ab, um darüber zu diskutieren, weshalb ihre Vertreter unfähig sind, ein entsprechendes Werk zu schreiben. Allerdings ist Hildesheimers Buch mit einer Anzahl von erstaunlichen Fehlern durchsetzt. Vgl. Rudolf Kleins Rezension in der ÖMZ 1974.
  14. Dieses – zum Teil belletristische – Werk versucht, Biografie und Deutung, psychologische und musikalische Interpretation mit Geschichte, Kulturgeschichte und Anekdote gleichsam in einer Synthese zusammenzufassen.
  15. Sehr fundierte Gesamtdarstellung von Leben und Werk, die viele Fragen beantwortet, aber auch viele interessante neue Fragen stellt (und noch mehr offen lässt).
  16. Die einzige Biografie eines vorgeblichen Augenzeugen


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