VWS 4000


VWS 4000
Volkswerft Typ VWS 4000
Containerschiff Volkswerft Typ VWS 4000
Technische Daten (Überblick)
Schiffstyp: Containerschiff
Flagge: Großbritannien
Heimathafen: London
Vermessung: 48.853 BRZ
Länge (ü.a.): 294,10 m
Breite (ü.a.): 32,18 m
Tiefgang: max. 13,50 m
Geschwindigkeit: 29,2 kn
Containerkapazität: 4.170 TEU
Bauwerft: Volkswerft Stralsund

Die Containerschiffe vom Typ VWS 4000 sind eine Serie von sieben baugleichen Schwesterschiffen, die von A. P. Møller-Mærsk in Kopenhagen in Auftrag gegeben und auf der Volkswerft Stralsund gebaut wurden.

Bei Auftragserteilung gehörte die jetzt zur Hegemann-Gruppe gehörende Werft noch zum Maersk-Konzern. Bereedert werden die 2006 und 2007 gebauten Schiffe durch The Maersk Company Limited in London.

Die 2006 gebaute „Maersk Boston“ war das erste der sieben Schiffe und damit das Typschiff der Serie. Die Schiffe verfügen mit einer Länge von 294,10 m und einer Breite von 32,18 m über Panamaxabmessungen. Sie sind die größten auf der Volkswerft Stralsund gebauten Schiffe. Mit der 12-Zylinder Hauptmaschine von Wärtsilä-Sulzer, die über eine Leistung von 50.485 kW verfügt, erreichen die Schiffe eine Geschwindigkeit von 29,2 kn und sind damit die derzeit schnellsten Containerschiffe der Welt.[1]

Die Schiffe verfügen über ein Bug- und ein Heckstrahlruder. Weiterhin verfügen sie über ausfahrbare Stabilisatoren, die Rollbewegungen dämpfen und so das Überbordgehen von Containern verhindern sollen.[1]

Die Brücke ist im Mittschiffsbereich angeordnet, wodurch die Sicht nach vorne gegenüber einer achtern angeordneten Brücke verbessert ist. Gleichzeitig können im Vorschiffsbereich mehr Container an Deck gestaut werden. Der Maschinenraum ist ebenfalls mittschiffs angeordnet, wodurch im Achterschiffsbereich mehr Platz für Container unter Deck gewonnen wurde. Die Kraft der Maschine wird über eine rund 100 m lange Welle auf den Propeller übertragen.[1]

Alle sieben Schiffe der VWS 4000 - Serie sind nach US-amerikanischen Orten benannt.

Die Schiffe im Einzelnen

  • Die „Maersk Boston“ (IMO-Nr.: 9313905, Rufzeichen: MLFB4, Bau-Nr.: 459) wurde 2005/2006 gebaut. Die Taufe fand am 24. März 2006 statt. Taufpatin war Lady West, die Ehefrau von Admiral Sir Alan West, der bis zum 7. Februar des Jahres First Sea Lord and Chief of Royal Navy war.[2]
  • Die „Maersk Baltimore“ (IMO-Nr.: 9313917, Rufzeichen: MLFB5, Bau-Nr.: 460) wurde ebenfalls 2006 gebaut. Die Taufe fand am 21. Juli 2006 statt. Taufpatin war Jacqueline Harris, Ehefrau von John Eric Harris, der Chairman der britischen Alba plc.[3]
  • Die „Maersk Bentonville“ (IMO-Nr.: 9313929, Rufzeichen: MLFV3, Bau-Nr.: 461) wurde als drittes Schiff aus der VWS 4000-Serie 2006 gebaut. Die Kiellegung fand am 24. März,[4] die Taufe am 27. Oktober 2006 statt. Taufpatin war Janne Eriksen, die Ehefrau von Rolf Eriksen, Chief Executive Officer von H&M Schweden.[5]
  • Die „Maersk Brooklyn“ (IMO-Nr.: 9313931, Rufzeichen: MLFR7, Bau-Nr.: 462) war das erste Schiff aus der Serie, das 2007 getauft wurde. Die Taufe fand am 23. Februar statt, Taufpatin war Sue Timken, die Ehefrau des US-Botschafters in Deutschland, William R. Timken jr.[6]
  • Die „Maersk Buffalo“ (IMO-Nr.: 9313943, Rufzeichen: MLEX8, Bau-Nr.: 463) wurde am 27. Oktober 2006 auf Kiel gelegt.[7] Die Taufe des Schiffes fand am 2. Juni 2007 statt. Taufpatin war Alessandra Bucci, die Tochter von Roberto Bucci, dem Eigentümer des italienischen Schifffahrts- und Speditionsunternehmens Roberto Bucci S.p.A mit Büros in Italien und in London.[8]
  • Die „Maersk Brownsville“ (IMO-Nr.: 9313955, Rufzeichen: MLEY7, Bau-Nr.: 464) wurde 2007 gebaut und am 3. September des Jahres getauft. Taufpatin war Lady Jones, die Ehefrau von Digby, Lord Jones of Birmingham, Minister of State for Trade and Investment.[9]
  • Die „Maersk Beaumont“ (IMO-Nr.: 9313967, Rufzeichen: MKAF, Bau-Nr.: 465) wurde ebenfalls 2007 gebaut und im November 2007 getauft. Taufpatin war Lady Band, die Ehefrau von Admiral Sir Jonathon Band KCB ADC, First Sea Lord and Chief of the Naval Staff.[10]

Fünf der Schiffe („Maersk Boston“, „Maersk Baltimore“, „Maersk Bentonville“, „Maersk Buffalo“ und „Maersk Brownsville“) fahren für Maersk Line zwischen der USA-Westküste und Ostasien (China, Südkorea, Japan), die „Maersk Brooklyn“ verkehrt in Ostasien zwischen Singapur und China, die „Maersk Beaumont“ verbindet Europa (je ein Hafen in Deutschland, Niederlande und Belgien sowie in Spanien) mit dem US-Golf, Panama und Chile.

Einzelnachweise

  1. a b c Volkswerft-Neubau-Serie VWS 4000 gilt als schnellste der Welt, VEUS-LOG 2/2006, Seite 6 (PDF)
  2. Taufe des ersten PANMAX-Containerschiffes „MAERSK BOSTON“, Volkswerft Stralsund, 24. März 2006
  3. Taufe des zweiten PANMAX-Containerschiffes „MAERSK BALTIMORE“, Volkswerft Stralsund, 27. Juli 2006
  4. Kiellegung NB 461, Volkswerft Stralsund, 24. März 2006
  5. Taufe des dritten PANMAX-Containerschiffes „MAERSK BENTONVILLE“, Volkswerft Stralsund, 27. Oktober 2006
  6. http://www.volkswerft.de/german/newsmsg.php?msgid=9978&msgpage=0, Volkswerft Stralsund, 23. Februar 2007
  7. Kiellegung NB 463, Volkswerft Stralsund, 27. Oktober 2006
  8. Containerschiff für The Maersk Company Ltd. getauft, Volkswerft Stralsund, 2. Juni 2007
  9. Containerschiff für The Maersk Company Ltd. getauft, Volkswerft Stralsund, 3. September 2007
  10. Maersk Beaumont Joins UK fleet, Maersk Company Ltd., 30. November 2007 (engl.)

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