VTS1 (Panzer)


VTS1 (Panzer)
VTS1
Experimental - VTS1.jpg

VTS1 in der Wehrtechnischen Studiensammlung

Allgemeine Eigenschaften
Besatzung 3 (Kommandant, Fahrer, Richtschütze)
Länge 6,79 m
Breite 3,24 m
Höhe 3,05 m
Masse 28,4 t
Panzerung und Bewaffnung
Hauptbewaffnung 1 Kanone 105 mm L 7
Sekundärbewaffnung 1 Maschinengewehr MG 3
Beweglichkeit
Antrieb MTU 833 Ea-500 6-Zylinder-Dieselmotor
440 kW (600 PS) bei 2200 U/min
Federung Drehstab mit Stoßdämpfern und Kegelstumpffedern
Höchstgeschwindigkeit 75 km/h
Leistung/Gewicht PS/t 21,3
Reichweite 520 km max.

Der VTS 1 Panzer (Versuchsträger Schützenpanzer 1) war ein Experimentalfahrzeug der Firma Thyssen-Henschel. Die Studie Scheitel-Konzepte war Teil des Projektes Kampfpanzer 3 mit dem Ziel einen Nachfolger für den Leopard 1 zu entwickeln. Die Studie wurde 1978, nach dem Bau des Prototypen eingestellt.

Entwicklung

Im Zuge der geplanten Ersatzbeschaffung für den Kampfpanzer Leopard 1 begann 1976 die Entwicklung des Nachfolgemodells Kampfpanzer 3 in verschiedenen Varianten. Einerseits stellte man sich einen Panzer in Kasemattbauweise vor (VT1-1 und VT1-2), andererseits wollte man auch die Vorzüge eines scheitellafettierten Turmpanzers mit Ladeautomatik nicht außer acht lassen und begann im Jahre 1978 bei Henschel in Kassel mit dem Bau eines Experimentalfahrzeuges, das die Bezeichnung VTS 1 erhielt. Es handelte sich um einen Schützenpanzer Marder 1, von dem man den Turm entfernt hatte. An dessen Stelle war eine Plattform mit einer Rohrwiege befestigt, in welcher sich eine 105-mm-Kanone L 7 (Leopard 1) befand. Das Fahrzeug diente mehreren Experimenten - vorrangig den oben beschriebenen, allerdings unter anderem auch einer eventuellen Kampfwertsteigerung des Marder 1 (höheres Kaliber der Hauptwaffe). Letztere Ergebnisse flossen auch 1980 beim Bau des Prototyps des Begleitpanzers 57 (AIFSV – Armored infantry fire support vehicle) durch Thyssen-Henschel und Bofors mit ein.

Das von Thyssen-Henschel gebaute Fahrzeug befindet sich heute in der Wehrtechnischen Studiensammlung (Koblenz/Langemarck-Kaserne), über den Verbleib eines weiteren, von Hägglund und Bofors gleichzeitig in Schweden gebauten Fahrzeuges ist nichts bekannt.

Quellen

  • Wehrtechnische Studiensammlung in Koblenz
  • F.M. von Senger und Etterlin: Tanks of the World 1983. Arms and Armor Press, London 1983, ISBN 0-85368-585-1.
VTS1 Heckansicht.jpg

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