Turingpreis

Turingpreis

Der nach Alan Turing benannte und mit 250.000 US-Dollar dotierte Turing Award (offizielle Bezeichnung: A. M. Turing Award) wird jährlich von der Association for Computing Machinery (ACM) an Personen verliehen, die sich besonders um die Entwicklung der Informatik verdient gemacht haben. Er gilt als höchste Auszeichnung in der Informatik, vergleichbar dem Nobelpreis oder der Fields-Medaille. Der Award war von seiner ersten Vergabe an eine Männerdomäne, 2006 erhielt erstmals eine Frau die Auszeichnung.

Preisträger

Jahr Person Nationalität Leistung
1966 Alan J. Perlis Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Fortgeschrittene Programmiertechniken und Compilerbau
1967 Maurice V. Wilkes Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich Intern gespeicherte Programme, Programmbibliotheken
1968 Richard Hamming Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Numerische Methoden, code-erzeugende Systeme, fehlererkennende und fehlerkorrigierende Codes
1969 Marvin Minsky Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Künstliche Intelligenz
1970 James Hardy Wilkinson Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich Numerische Mathematik, lineare Algebra, "Rückwärts"-Fehleranalyse
1971 John McCarthy Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Künstliche Intelligenz
1972 Edsger W. Dijkstra Niederlande Niederlande Technik und Kunst der Programmiersprachen
1973 Charles W. Bachman Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Datenbanktechniken
1974 Donald E. Knuth Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Analyse von Algorithmen und Entwurf von Programmiersprachen
1975 Allen Newell Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Künstliche Intelligenz, Psychologie menschlicher Erkenntnis, Listenverarbeitung
Herbert Simon Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
1976 Michael O. Rabin Israel Israel Nichtdeterministische Automaten
Dana Scott Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
1977 John Backus Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Highlevel-Programmiersysteme, formale Verfahren zur Spezifikation von Programmiersprachen
1978 Robert W. Floyd Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Methoden zur Erzeugung von effizienten und zuverlässigen Programmen
1979 Kenneth E. Iverson Kanada Kanada Programmiersprachen und mathematische Notation, Implementierung interaktiver Systeme, Nutzung von APL in der Ausbildung, Theorie und Praxis der Programmiersprachen
1980 C. Antony R. Hoare Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich Definition und Design von Programmiersprachen
1981 Edgar F. Codd Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich Datenbankmanagementsysteme, speziell Relationale Datenbanken
1982 Stephen A. Cook Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Komplexitätstheorie
1983 Ken Thompson Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Grundlegende Betriebssystemtheorie, Implementierung von Unix
Dennis M. Ritchie Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
1984 Niklaus Wirth Schweiz Schweiz Entwicklung mehrerer Programmiersprachen, u. a. Modula und Pascal
1985 Richard M. Karp Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Algorithmentheorie, insbesondere NP-Vollständigkeit
1986 John E. Hopcroft Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Design und Analyse von Algorithmen und Datenstrukturen
Robert Tarjan Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
1987 John Cocke Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Compilertheorie, Architektur großer Systeme, Entwurf der RISC-Architektur
1988 Ivan Sutherland Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Computergrafik
1989 William Kahan Kanada Kanada Numerische Mathematik
1990 Fernando José Corbató Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten CTSS, Multics
1991 Robin Milner Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich LCF, ML, CCS
1992 Butler Lampson Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Verteilte, personalisierte Computerumgebungen
1993 Juris Hartmanis Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Komplexitätstheorie
Richard E. Stearns Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
1994 Edward Feigenbaum Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Große Systeme künstlicher Intelligenz
Raj Reddy Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
1995 Manuel Blum Venezuela Venezuela Komplexitätstheorie und deren Anwendung in der Kryptographie und Programmprüfung
1996 Amir Pnueli Israel Israel Zeitliche Logik, Programm- und Systemverifizierung
1997 Douglas Engelbart Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Interaktive Computer
1998 James N. Gray Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Datenbanken und Transaktionsverarbeitung
1999 Frederick P. Brooks Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Rechnerarchitektur, Betriebssysteme, Software-Engineering
2000 Andrew Yao China China Berechenbarkeitstheorie, Pseudozufallszahlengeneratoren, Kryptographie und Kommunikationskomplexität
2001 Ole-Johan Dahl Norwegen Norwegen Objektorientierte Programmierung
Kristen Nygaard Norwegen Norwegen
2002 Ronald L. Rivest Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Asymmetrische Verschlüsselungsalgorithmen, speziell RSA
Adi Shamir Israel Israel
Leonard M. Adleman Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
2003 Alan Kay Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Lebenswerk, insbesondere die Entwicklung von Smalltalk und des objektorientierten Programmierens
2004 Vinton G. Cerf Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Entwicklung von TCP/IP
Robert E. Kahn Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
2005 Peter Naur Dänemark Dänemark Beiträge zum Design von Programmiersprachen und der Definition von Algol 60, Compilerdesign und der Kunst und Praxis des Programmierens
2006 Frances E. Allen Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Innovationen im Hochleistungsrechnen
2007 Edmund M. Clarke Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Modellprüfung
E. Allen Emerson Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Joseph Sifakis Griechenland Griechenland
2008 Barbara Liskov Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Beiträge zu Programmiersprachen und Systemdesign, insbesondere im Zusammenhang mit Datenabstraktion, Fehlertoleranz und verteiltem Rechnen

Weblinks


Wikimedia Foundation.

Игры ⚽ Поможем сделать НИР

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • C.A.R. Hoare — Tony Hoare, 2005 Sir Charles Antony Richard Hoare (* 11. Januar 1934 in Colombo, Sri Lanka), besser bekannt als Tony Hoare oder C.A.R. Hoare, ist ein britischer Informatiker. Hoare erlangte hohes Ansehen durch die Entwicklung des Quicksort… …   Deutsch Wikipedia

  • C. A. R. Hoare — Tony Hoare, 2005 Sir Charles Antony Richard Hoare (* 11. Januar 1934 in Colombo, Sri Lanka), besser bekannt als Tony Hoare oder C.A.R. Hoare, ist ein britischer Informatiker. Hoare erlangte hohes Ansehen durch die Entwicklung des Quicksort… …   Deutsch Wikipedia

  • Charles Antony Richard Hoare — Tony Hoare, 2005 Sir Charles Antony Richard Hoare (* 11. Januar 1934 in Colombo, Sri Lanka), besser bekannt als Tony Hoare oder C.A.R. Hoare, ist ein britischer Informatiker. Hoare erlangte hohes Ansehen durch die Entwicklung des Quicksort… …   Deutsch Wikipedia

  • Naur — Peter Naur Peter Naur (* 25. Oktober 1928 in Frederiksberg bei Kopenhagen) ist ein dänischer Informatik Pionier und Turingpreisträger. Er war namensgebend an der Entwicklung der BNF Notation (Backus Naur Form), die in der Beschreibung der Syntax… …   Deutsch Wikipedia

  • Tony Hoare — Sir Charles Antony Richard Hoare (* 11. Januar 1934 in Colombo, Sri Lanka), besser bekannt als Tony Hoare oder C.A.R. Hoare, ist ein britischer Informatiker. Hoare erlangte hohes Ansehen durch die Entwicklung des Quicksort Algorithmus sowie des… …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”