The Player of Games


The Player of Games

Das Spiel Azad (englischer Originaltitel: The Player of Games, erschienen 1988) ist der zweite veröffentlichte Science-Fiction-Roman aus dem Kultur-Zyklus von Iain M. Banks.

Der in der Kultur lebende, brillante aber dekadente Spiel-Experte Gurgeh wird durch Erpressung gezwungen, als Agent für Besondere Umstände im brutalen Imperium Azad zu arbeiten. Das dortige Gesellschafts- und Regierungssystem basiert vollständig auf einem sehr komplexen Strategiespiel, welches ebenfalls den Namen Azad trägt.

Inhalt

Jernau Morat Gurgeh – ein hoch angesehener Experte für Spiele aller Art – lebt, gelangweilt von seinem erfolgreichen Leben, auf dem Orbital Chiark. (Der kleineren Version einer Ringwelt.) Besondere Umstände (BU – eine Unterorganisation der Kultur) schlägt ihm vor, für sie im weit entfernten und isolierten Imperium Azad an einem Spiel-Wettbewerb teilzunehmen. In diesem Imperium entscheidet das gleichnamige Spiel Azad sowohl über den sozialen Rang als auch über den politischen Status der Teilnehmer. (Beides Konzepte, welche der Kultur fremd sind.) Dieses Angebot nutzt die ehemals für BU arbeitende Drohne Mawhrin-Skel um Gurgeh zu erpressen. Nachdem die Drohne ihn dazu verführt hatte, bei einem Spiel zu betrügen, droht sie nun damit, ihre Aufzeichnung dieses Betrugs öffentlich zu machen und so seinen Ruf als bester Spieler der Kultur zu zerstören. Um sich der Verschwiegenheit der Drohne zu versichern, soll er es bei BU zur Bedingung für seine Mitarbeit machen, dass Mawhrin-Skel dort wieder aufgenommen wird.

Das Spiel selbst stellt sich in der Folge als so subtil und komplex heraus, dass die Taktik der Spieler immer auch Ausdruck ihrer politischen und philosophischen Überzeugungen ist. Als Bewohner der Kultur hat das Spiel Gurgehs einen Stil, der sich deutlich von dem seiner Gegner unterscheidet. Nach und nach stellt er fest, dass die Wertvorstellungen der Kultur auch eine extrem erfolgreiche Spielstrategie darstellen. Nachdem er gegen immer mächtigere Politiker und Funktionäre gespielt hat, gelangt er schließlich bis zum Wettstreit um die Position des Imperators von Azad. Dabei entdeckt er erst sehr spät, dass seine Teilnahme an dem Spiel nur Teil eines Plans der Kultur ist, um das korrupte und brutale Imperium zu stürzen und dass er, der Spieler, selbst nur eine Figur in einem viel größeren Spiel ist.

Zusammenhang innerhalb des Kultur-Zyklus

Auch wenn Gurgeh selbst nie die volle Wahrheit erfährt, wird dem Leser zum Schluss enthüllt, dass selbst die Erpressung, mit der Gurgeh zur Teilnahme gezwungen wurde, höchstwahrscheinlich mit dem Wissen und der Erlaubnis von Besondere Umstände stattfand. Insofern behandelt das Buch, wie auch Exzession, unter anderem den möglichen Machtmissbrauch innerhalb der Kultur.

Banks nutzt den temporeich geschriebenen Roman außerdem, um Standpunkte zu Rassismus und Sexismus zu beziehen. Die Azadianer haben drei Geschlechter, von denen jedoch nur das mittlere („Apex“) im Spiel eine Aussicht auf Erfolg und somit Zugang zu einem hohen gesellschaftlichen Status hat. Das Buch vertritt dabei den Standpunkt, dass alle Ebenen des Spiels (und damit auch alle Schichten der Gesellschaft) allen Teilnehmern zugänglich sein sollen.

Das Spiel Azad stellt die Kultur aus Sicht eines ihrer Bewohner dar und gewährt einen Einblick in die diplomatische Arbeit von Kontakt und die Tätigkeit von Besondere Umstände. Es wird oft als das zugänglichste Buch innerhalb des Kultur-Zyklus betrachtet.

Literatur

  • Iain M. Banks: The Player of Games. Macmillan, London 1988, ISBN 0-333-47110-5 / paperback ISBN 1-85723-146-5.  (engl. Originalausgabe)
  • Iain M. Banks: Das Spiel Azad. Heyne, München 1990, ISBN 3-453-04275-1. 

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