Teledyne Continental Motors


Teledyne Continental Motors
Teledyne Continental Motors
Rechtsform Operating Division der Teledyne Technologies
Gründung 1905
Sitz Mobile (Alabama) / USA
Leitung Bryan L. Lewis
(Präsident (1990))
Mitarbeiter 440 (November 2008)[1]
Umsatz 46,2 Mill. USD (2007)[1]
Branche Flugmotorenhersteller für Zivil-, Militär- und Geschäftsflugzeuge
Website www.tcmlink.com

Teledyne Continental Motors (von 1929 bis 1969 Continental Motors Corporation) ist ein US-amerikanischer in Mobile (Alabama) ansässiger Hersteller von Flugzeugtriebwerken. Das Unternehmen wurde 1905 als Continental Motors Company gegründet und gehört seit 1969 zum Teledyne Technologies Konzern.

Inhaltsverzeichnis

Überblick

Die Firma stellte zwischen den 1920er- und den 1960er-Jahren Motoren für verschiedene unabhängige Hersteller von Kraftfahrzeugen und Traktoren sowie als stationäre Antriebe für Pumpen oder für Stromgeneratoren her. Die Produktion erfolgte an zwei größeren Standorten, zum einen in Muskegon und zum anderen in Detroit. Die Fabrik in Detroit wurde 1965 geschlossen.

Außerdem wurden zwischen 1932 und 1933 Automobile unter der Marke Continental hergestellt, die auf dem Entwurf des De Vaux aus dem Jahre 1931 von De Vaux Motors in Oakland basierten.

Die Firma wurde bekannt für ihre leichten Flugzeugmotoren, aber sie wurde auch mit der Produktion des luftgekühlten V12-Benzinmotors „AV-1790-5B“ für den Panzer M47 Patton der US Army sowie des Dieselmotors „AVDS-1790-2A“ mit seinen Varianten für die Panzer M48 und M60 beauftragt.

Flugzeugmotoren

Die Triebwerke von Continental Motors sind neben denen von Lycoming heute die meistverbreiteten Kolbenflugzeugtriebwerke der Allgemeinen Luftfahrt in der Leistungsklasse oberhalb von 100 kW (136 PS). Sie genossen und genießen den Ruf einer sehr hohen Zuverlässigkeit. Diese rührt zum einen daher, dass die Triebwerke bei sehr großem Hubraum – ein IO-360 mit 132 kW (180 PS) hat 5,8 l Hubraum – mit relativ niedriger Drehzahl (ca. 2400/min im Reiseflug und 2600/min bei Startleistung) laufen. Zum anderen werden die Motoren nur sehr behutsam weiterentwickelt. Das genannte Triebwerk verbraucht im Reiseflug ca. 35–45 l AvGas bzw. (230g/PSh). Verbreitet sind auch die Triebwerke Continental O-200 und Continental IO-240. Die Motoren der Baureihen C-90, O-200, O-240, IO-360 wurden auch von Rolls-Royce in Großbritannien in Lizenz hergestellt.

Motortypen und Varianten

  • A-40 (O-170 Serie) 4-Zylinder-Boxer mit Vergaser, 37–40 hp.
  • A-50 (O-170 Serie) 4-Zylinder-Boxer mit Vergaser, 50 hp.
  • A-65 (O-170 Serie) 4-Zylinder-Boxer mit Vergaser, 65 hp.
  • A-75 (O-170 Serie) 4-Zylinder-Boxer mit Vergaser, 75 hp.
  • A-80 (O-170 Serie) 4-Zylinder-Boxer mit Vergaser, 80 hp.
  • C-75 (O-190 Serie) 4-Zylinder-Boxer mit Vergaser, 75 hp.
  • C-85 (O-190 Serie) 4-Zylinder-Boxer mit Vergaser, 85 hp.
  • C-90 (O-200 Serie) 4-Zylinder-Boxer mit Vergaser, 90–100 hp.
  • C-115 (O-280 Serie) 6-Zylinder-Boxer mit Vergaser, 115 hp.
  • C-125 (O-280 Serie) 6-Zylinder-Boxer mit Vergaser, 125 hp.
  • C-140 (O-280 Serie) 6-Zylinder-Boxer mit Vergaser, 140 hp.
  • C-145 (O-300 Serie) 6-Zylinder-Boxer mit Vergaser, 145 hp.
  • O-200 4-Zylinder-Boxer mit Vergaser, 100 hp.
  • O-300 6-Zylinder-Boxer mit Vergaser, 90–100 hp.
  • GO-300 6-Zylinder-Boxer mit Vergaser und Getriebe
  • E-165 (O-470 Serie) 6-Zylinder-Boxer mit Vergaser, 165 hp.
  • E-185 (O-470 Serie) 6-Zylinder-Boxer mit Vergaser, 185 hp.
  • E-225 (O-470 Serie) 6-Zylinder-Boxer mit Vergaser, 225 hp.
  • O-240 4-Zylinder-Boxer mit Vergaser
  • IO-240 4-Zylinder-Boxer mit Einspritzung
  • IO-346 4-Zylinder-Boxer mit Einspritzung
  • IO-360 6-Zylinder-Boxer mit Einspritzung
  • TSIO-360 6-Zylinder-Boxer mit Einspritzung und Turbo
  • LTSIO-360 6-Zylinder-Boxer mit Einspritzung und Turbo
  • O-470 6-Zylinder-Boxer mit Vergaser
  • IO-470 6-Zylinder-Boxer mit Einspritzung
  • LIO-470 6-Zylinder-Boxer mit Einspritzung, Linksläufer
  • FSO-470 6-Zylinder-Boxer mit Vergaser und mechanischer Lader, für Hubschrauber
  • TSIO-470 6-Zylinder-Boxer mit Einspritzung und Turbo
  • IO-520 6-Zylinder-Boxer mit Einspritzung
  • GIO-520 6-Zylinder-Boxer mit Einspritzung und Getriebe
  • TSIO-520 6-Zylinder-Boxer mit Einspritzung und Turbo
  • LTSIO-520 6-Zylinder-Boxer mit Einspritzung und Turbo, Linksläufer
  • GTSIO-520 6-Zylinder-Boxer mit Einspritzung, Turbo und Getriebe
  • IO-550 6-Zylinder mit Einspritzung
  • IOF-550 6-Zylinder mit Einspritzung und FADEC-System
  • GIO-550 6-Zylinder mit Einspritzung und Getriebe
  • TSIO-550 6-Zylinder-Boxer mit Einspritzung und Turbo
  • TSIOL-550 6-Zylinder-Boxer mit Einspritzung und Turbo, Flüssigkeitskühlung
  • TIARA-Serie (4-, 6-, 8-Zylinder-Boxer)
  • W-670 7-Zylinder-Sternmotor

Flugzeuge mit Continental Motoren

u.v.m.

Wichtige Daten der Firmengeschichte

  • 1905: Gründung von Continental Motors, Einführung eines 4-Zylinder-4-Takt-Reihen-Verbrennungsmotors mit einer Nockenwelle .
  • 1906: Der Motor Typ „O“ mit 45 PS (34 kW) wird als Flugzeugtriebwerk entwickelt.
  • 1929: Der A-70, ein 7-Zylinder-Sternmotor wird eingeführt.
  • 1930: Vierzylindermotor A-40.
  • 1938: Der A-50 kommt hinzu und wird in der Piper Cub und Taylorcraft verwendet.
  • 1939: Continental baut Motoren Typ W670 für britische und US-amerikanische Panzer sowie unter anderem für Boeing-Stearman-Flugzeuge.
  • 1945: Entwicklung des 6-Zylindermotors E-185 für die Beechcraft Beechcraft Bonanza.
  • 1950er-Jahre: Basierend auf dem Motor A-65 werden schrittweise der stärkere C-90 und schließlich der 100 PS (75 kW) starke O-200 entwickelt. Letzterer diente in der Cessna 150.
  • 1960er-Jahre: Turbolader und Benzineinspritzung werden im Typ IO 520 eingeführt. Der Turbolader ermöglicht größere Flughöhen, in denen der Luftdruck niedriger ist. Die Einspritzung macht den Motor im Vergleich zum Vergasermotor unempfindlich gegen Beschleunigungseinflüsse bei harten Flugmanövern.
  • 1984: Der sparsamere Kolbenmotor TSIO-520-BE wird für die Piper PA-46 Malibu entwickelt.
  • 1986: Angetrieben von einer wassergekühlten Version des IO-240 sowie einem IOL-200 fliegt die Voyager als erstes Flugzeug ohne Nachtanken um die Erde.
  • 1997: Die NASA beauftragt Continental, ein Kolbentriebwerk zu entwickeln, das mit Jet-A-Treibstoff betrieben werden kann. Das 200 PS starke GAP-Triebwerk für den Betrieb mit Benzin unter 100 Oktan entsteht.
  • 1999: Continental entwickelt und testet sein erstes mit FADEC ausgerüstetes Triebwerk.

Referenzen

  1. a b Teledyne lays off 60 employees (business news)

Siehe auch

Weblinks


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