Superheld

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Uri-On, Israels erstes farbiges Superheldencomic, gezeichnet von Michael Netzer 1987

Ein Superheld ist eine fiktive Figur, die meist übermenschliche Fähigkeiten oder High-Tech-Waffen besitzt, mit denen sie die Menschheit beschützt und Böses bekämpft. Superhelden haben typischerweise großen Mut und einen edlen Charakter. Sie halten nicht selten ihre wahre Identität geheim, indem sie sich kostümieren und sich ein Pseudonym zulegen. In den Geschichten sind ihre Gegenspieler Monster oder Bösewichte, sie wehren aber auch Naturkatastrophen ab. Die ersten Superheldencomics entstanden in den USA der 1930er Jahre; als erste Superheldenfigur gilt dabei Superman.

Inhaltsverzeichnis

Eigenschaften von Superhelden

Plastik von Superman – „dem Mann aus Stahl“

Der archetypische Superheld riskiert sein Leben bedingungslos für Andere. Im Gegensatz zu seinen Gegenspielern pflegt er eine hohe Moral und tötet seine Gegner nur, falls es unvermeidlich ist. Viele Superhelden sind mit einer passenden Herkunftsgeschichte ausgestattet, in der der Ursprung ihrer Kräfte und ihr Entschluss, für das Gute zu kämpfen, erläutert wird. Typischerweise erhalten Superhelden ihre Kräfte durch fortschrittliche Technologie (Batman, Iron Man) bzw. einen biologischen (Spider-Man), physikalischen (Hulk), oder chemischen (The Flash) Unfall. Aber sie können ihre Kräfte auch ihrer außerirdischen Herkunft (Superman) oder Magie verdanken. Jene Kräfte werden dann auch oft durch körperliche Veränderungen sichtbar. Beispiele für diese übermenschlichen Fähigkeiten sind sehr oft übermenschliche Stärke, die Fähigkeit zu fliegen, geschärfte Sinne oder die Fähigkeit Energieblitze zu schleudern.

Damit der dramatische Verlauf der Geschichten dann aber auch für die Superhelden bedrohliche Momente beinhaltet, statten ihre Schöpfer sie gerne mit einer besonderen Schwäche aus. So schwinden z. B. Supermans Kräfte in der Nähe von Kryptonit, so dass er verwundbar wird.

Bestimmte Superhelden fallen durch dieses Raster. Anders als die klassischen Beispiele reagieren sie verantwortungslos, zeigen offen Schwächen oder begehen Fehler. So ist z. B. Wolverine brutal und kompromisslos, Spider-Man offenbart seine menschlichen Makel und Hulk bedroht durch seine unkontrollierbaren Verwandlungen auch Unschuldige. Andere Superhelden arbeiten hingegen nur gegen Bezahlung, wie z. B. Luke Cage und sein Partner Iron Fist. Andere untypische Superhelden besitzen eine finstere Abstammung, wie etwa die Dämonen Hellboy, Spawn und Ghost Rider, oder es handelt sich um ehemalige Superschurken, wie Elektra oder Catwoman.

Kostüm und weitere Hilfsmittel von Superhelden

Ein Charakteristikum von Superhelden kann ein besonderes Kostüm sein. Dieses dient der Erkennbarkeit und möglicherweise auch dem Verdecken der Identität (z. B. mit einer Maske). Beispiele dafür sind Batman und Spider-Man. Häufig werden Utensilien (z. B. Batgürtel, Batmobil) im selben Design wie das Kostüm gehalten.

Zusammenschlüsse von Superhelden

Viele Superhelden operieren im Alleingang, jedoch wurden im Laufe der Comic-Geschichte auch Superheldengruppen geschaffen. Bekannte Beispiele sind hierbei die X-Men, Gen 13, die Fantastic Four und die Challengers of the Unknown. Werden diese Zusammenschlüsse durch den gemeinsamen Ursprung ihrer Kräfte oder verwandtschaftliche Gründe erklärt, so entschlossen sich Comic-Autoren aber auch schon, die Helden ihres jeweiligen Verlages zu einer Gruppe zusammenzuschließen, so dass diese gemeinsam Abenteuer bestehen können. Beispiele hierfür sind die Justice League of America und die Avengers.

Ebenfalls von Bedeutung sind die Begleiter von Superhelden, sogenannte Sidekicks, oder engste Vertraute, die den Helden unterstützen. So verfügt Batman über einen Begleiter namens Robin und einen Butler namens Alfred.

Kampf gegen Bösewichte

Superhelden müssen fast immer gegen einen Gegenspieler antreten, der wie sie selbst über übermenschliche Fähigkeiten und eine besondere Identität verfügt. Meist rekrutiert sich dieser aus einem Pool an Bösewichten, die zu einer bestimmten Superheldensaga gehören. Superman hat es z. B. häufig mit Lex Luthor, Batman mit dem Joker zu tun.

Verbreitung in den Medien und auf der Welt

Superheldengeschichten traten zuerst in Comicform auf und bilden bis heute in den USA einen wesentlichen Anteil der Comicproduktionen. Viele Geschichten wurden aber auch in Form von Hörspielen, Fernsehserien, Filmen und Computerspielen adaptiert.

Die beiden Verlage Marvel Comics und DC Comics sind die Marktführer in der US-amerikanischen Comicbranche. Ein Großteil der weltbekannten Superhelden befindet sich heute im Besitz der beiden Verlage, was gerade im Falle DCs auch oft durch Aufkäufe anderer Verlage geschah. Der englische Begriff „Super Heroes“ ist seit 1981 ein geschützter Markenname beider Verlage - ein seltener Fall, in dem zwei konkurrierende Firmen gemeinsam die Rechte an einer Marke besitzen.[1] Bekannte DC-Superhelden sind etwa Superman, Batman und Wonder Woman, Marvel-Superhelden unter anderem Spider-Man, Captain America oder die X-Men. Dennoch gibt es auch Figuren, deren Geschichten in anderen Verlagen erscheinen oder in der Vergangenheit erschienen sind. Beispiele hierfür sind Captain Marvel (heute zu DC gehörend), Spawn und Hellboy.

Außeramerikanische Schöpfungen sind dagegen z. B. Cybersix aus Argentinien, Marvelman aus Großbritannien und diverse Manga-Figuren.

Im deutschsprachigen Raum gab es zwar in der Vergangenheit einige Versuche, eigene Superhelden zu etablieren, doch waren diese in jedem Fall erfolglos und wurden nach wenigen Heften wieder eingestellt. Die in Deutschland bekannten Superheldencomics sind daher unter Lizenz veröffentlichte Übersetzungen US-amerikanischer Comics.

Obwohl Superheldengeschichten als Untergenre von Fantasy und Science-Fiction gesehen werden, hat sich gezeigt, dass sie beinahe in jedem Genre heimisch sein können. Superheldencomics vereinen Einflüsse aus Horror, Komödie, Kriminalroman, Science-Fiction, Fantasy und anderen.

Geschichte und Entwicklung der Superhelden

Vorläufer in Mythologie und Literatur

Schon seit der Antike gibt es Sagen von übermenschlichen Helden, wie die von Herakles oder Achilles. Der Richter Samson weist ebenfalls übermenschliche Stärke auf. Auch in anderen Mythen finden sich Figuren, die in mancher Hinsicht als Vorläufer moderener Superhelden gelten könnten, zum Beispiel Väinämöinen in der finnischen Kalevala. Ein Beispiel der direkten Übernahme eines mythischen Helden ist die Comicreihe Thor.

Die Vorläufer der modernen Superhelden sind bereits im 19. Jahrhundert anzusetzen. Sherlock Holmes und Allan Quatermain stechen als literarische Figuren mit außergewöhnlichen Fähigkeiten hervor. Ebenso hatten die Groschenromane um Buffalo Bill, Zorro, Robin Hood oder Tarzan Einfluss auf die Schöpfung der späteren Superhelden. Direkten Einfluss zeigen Figuren der Pulp Magazine, unter anderem Doc Savage und The Shadow.

Frühzeit der Superheldencomics („Goldenes Zeitalter“)

1938 erschien erstmals eine Geschichte mit Superman, geschaffen von Jerry Siegel und Joe Shuster, in der Reihe Action Comics. Obwohl der kostümierte Verbrechensbekämpfer Phantom schon vor Superman in Comicstrips auftrat, wird Superman allgemein als der erste Superheld gesehen. Er zeigte bereits viele der typischen Superheldenmerkmale, nämlich Geheimidentität, übermenschliche Kräfte und Kostüm.

Die Reaktion auf Superman war überwältigend positiv, und DC Comics ließ in den Monaten darauf Hawkman, den Flash, Green Lantern, Batman und etwas später Robin sowie Wonder Woman, die erste Superheldin, auftreten. Obwohl DC den Superheldencomicmarkt anfänglich dominierte, kamen bald andere Verlage hinzu, neben Fawcett Comics mit Captain Marvel auch Marvel Comics (damals Atlas bzw. Timely) mit den Helden Human Torch und Sub-Mariner. Damals begann auch Will Eisner mit der Produktion seines Comics The Spirit, ein Charakter mit einigen Eigenschaften eines Superhelden, der schnell viele Fans gewann. Von Quality Comics stammte die erste Parodie des Genres, Plastic Man.

Die Superhelden dieser Zeit waren typischerweise weiße, junge bis mittelalte Männer der Mittel- und Oberschicht. Während des Zweiten Weltkriegs nahm die Beliebtheit von Superheldenfiguren beim Publikum zu, trotz Rationierung von Papier und der Einberufung vieler Autoren und Zeichner. In dieser Phase erschienen Comics, in denen Superhelden die Achsenmächte bekämpfen, und patriotische Helden wie Captain America wurden geschaffen.

Nach dem Krieg schwand die Popularität der Superhelden. Der Sittenwächter Fredric Wertham verfasste Seduction of the Innocent, in dem er behauptete, Comics wären ein Auslöser für Jugendkriminalität. Er vertrat zudem die Ansicht, dass Superheldencomics von perversen Untertönen durchzogen seien. Auch Horrorcomics und Kriminalgeschichten wurden angegriffen. Als Antwort auf Werthams Anschuldigungen wurde der Comics Code eingeführt, der Gewalt und Sex in Superheldencomics praktisch verbot. In den frühen fünfziger Jahren waren Superhelden beinahe von der Bildfläche verschwunden, nur Geschichten der bekanntesten Figuren (Wonder Woman, Batman und Superman) wurden weiterhin verlegt. Viele Horror- und Kriminalcomics wurden eingestellt und viele kleine Verlage gingen bankrott. Zudem trat das aufkommende Fernsehen in Konkurrenz zu Comics.

Wiederaufleben der Superheldencomics („Silbernes Zeitalter“)

1956 erschien eine neue Version des Flash bei DC Comics, die sofort ein Erfolg wurde. Daraufhin belebte das Unternehmen auch Hawkman, Green Lantern und einige andere wieder, meist mit einem moderneren, Science-Fiction-basierten Ansatz. Außerdem startete DC eine Teamserie mit den größten Stars des Verlags, die Justice League of America.

Durch den Erfolg von DC angespornt, schuf Marvels Editor und Autor Stan Lee zusammen mit Zeichnern wie Jack Kirby und Steve Ditko ebenfalls einige Superheldenserien. 1961 erschien mit den Fantastic Four die erste neue Superheldenserie von Marvel. Lee legte viel Wert auf persönliche Konflikte und Charakterentwicklung, was den perfekten Superhelden der 1940er Jahre großteils gefehlt hatte. Superhelden dieser neuen Generation waren unter anderem Thing, Spider-Man, Hulk und die X-Men. In den späten Sechzigern und frühen Siebzigern begannen nicht-weiße Superhelden in Marvel Comics aufzutauchen. Der erste war Black Panther, König des fiktiven afrikanischen Kleinstaates Wakanda. Weitere Beispiele sind Luke Cage, ein afroamerikanischer Söldner und Shang Chi, ein asiatischer Kampfsportler. Diese Figuren waren oft stereotyp, Cages Sprachgebrauch war an die Blaxploitation-Filme jener Zeit angelehnt und asiatische Charaktere beherrschten beinahe durchwegs Kung-Fu oder Karate.

Zu dieser Zeit begannen auch starke weibliche Figuren in Superheldencomics aufzutauchen. In den frühen 1960er Jahren waren die Unsichtbare und Marvel Girl als schwache Frauen eingeführt worden, die hauptsächlich von den männlichen Helden gerettet wurden. In den Siebzigern wurden diese Charaktere aber selbstsicherer und es tauchten neue, starke Frauenfiguren auf. Marvels Spider-Woman, Storm, Ms. Marvel und DCs Power Girl sind einige Beispiele, die letzteren beiden waren allerdings überzeichnete, radikale Feministinnen.

Aufkommen von düsteren Themen („Bronzenes Zeitalter“)

In den frühen achtziger Jahren hatte Marvel Comics einige erfolgreiche Antihelden geschaffen, unter anderem den Punisher, Wolverine von den X-Men und Frank Millers Neuinterpretation von Daredevil. Diese Figuren wurden von Zweifeln geplagt und waren durch eine finstere Vergangenheit traumatisiert. So wurde die Familie des Punishers von der Mafia getötet, Wolverine kämpfte ständig gegen seine tierischen Instinkte und Daredevils harte Kindheit in Hell's Kitchen bestimmte sein späteres Leben für lange Zeit.

1985 entschied sich der Verlag DC dazu im Rahmen seines 50. Geburtstages und vieler Verständnisprobleme neuer Leser, das komplette DC-Multiversum in der Maxi-Serie "Crisis on Infinite Earths" auszulöschen und ein einzelnes, neues Universum entstehen zu lassen. Ziel war es, bestehende Widersprüche auszulöschen und Verwirrungen über Helden gleicher Namen auf verschiedenen Parallelwelten zu beenden, da es nach der "Crisis" nur mehr jeweils einen Vertreter eines Helden gab.

In der Miniserie Watchmen (1986) fand diese Entwicklung ihren Höhepunkt. Alan Moore und Dave Gibbons schufen eine Welt zerrissener, zurückgezogener und sogar soziopathischer Superhelden. Frank Miller schuf etwa zur gleichen Zeit The Dark Knight Returns, eine Geschichte um einen gealterten Batman, der aus dem Ruhestand zurückkehrt. Die Serie zeigte den Helden als getriebenen Wahnsinnigen, traumatisiert durch die Ermordung seiner Eltern vor seinen Augen, und mit der Versuchung, die Gesellschaft gewaltsam nach seinem Willen zu formen.

Einige Kritiker glauben, dass diese Strömung dem Zeitgeist der 1980er Jahre entsprach. In dieser Zeit war eine Figur, die selbstlos für das Gute kämpfte, nicht mehr glaubwürdig genug; zerstörerische oder selbstzweiflerische Figuren boten hingegen ein neues Erzählmuster. Der Erfolg von Watchmen und The Dark Knight Returns führte zu einer Vielzahl von Nachahmungen; in den frühen 1990er Jahren waren Antihelden beinahe schon zur Regel geworden.

In den späteren 1990er Jahren begann eine gegenläufige Strömung, die versuchte, die klassischen Superhelden wieder aufleben zu lassen. Titel wie Kurt Busieks Astro City und Alan Moores Tom Strong sind Beispiele für diese Rückbesinnung.

Spekulationsblase der 1990er Jahre und Nachwirkungen („Modernes Zeitalter“)

In den frühen neunziger Jahren schufen Marvel und DC kaum neue Superhelden für fortlaufende Serien. Stattdessen setzte man eher auf bewährte Figuren. Zwei der erfolgreicheren neuen Superhelden waren Venom, der als Gegner Spidermans begonnen hatte, und Cable, Anführer der X-Force, einem X-Men Ableger.

Image Comics wurde 1992 von einer Gruppe früherer Marvel-Zeichner gegründet. Dank der Beliebtheit dieser Zeichner stieg der neue Verlag schnell zum größten Konkurrenten für Marvel und DC auf. Schöpfungen dieses Verlages sind Spawn, Witchblade, Savage Dragon, Gen 13, WildC.A.T.S. und Stormwatch. Die Rechte an den neuen Figuren blieben bei ihren Schöpfern, und ohne Einfluss durch die Redaktion eines etablierten Verlags wichen die Figuren von den üblichen Superheldenkonventionen ab. Spawn war eine aus der Hölle zurückgekehrte Figur, die Kriminelle jagte, um sie für die Armee der Hölle einzusetzen. Witchblade war eine leichtbekleidete Detektivin mit einer magischen Waffe. Um gegen Image Comics anzukommen, gestalteten Marvel und DC viele ihrer Figuren um. Über den vorläufigen Tod von Superman wurde auch in Tageszeitungen berichtet[2], Batman wurde das Rückgrat gebrochen und Spider-Man kämpfte gegen seinen Klon.

Die Verkaufszahlen von Comics waren zu dieser Zeit höher als je zuvor, Variantcover und spezielle Ausgaben überfluteten den Markt und Spekulanten sahen Comics als Wertanlage. Diese Spekulationsblase führte zu Auswüchsen, wie z. B. fünf Variantcovern von X-Men #1, einer neuen Serie des populären Teams, das mehrere Millionen Ausgaben verkaufte. Zu dieser Zeit drängten auch andere Verlage auf den Superheldenmarkt. Valiant Comics und Malibu Comics waren einige Jahre sehr erfolgreich, doch als der Spekulationsboom Mitte der 1990er Jahre abebbte, änderten sich die Zeiten für diese neuen Verlage. Valiant wurde schließlich von Acclaim gekauft, in Acclaim Comics umbenannt und schließlich aufgelöst, Malibu wurde von Marvel aufgekauft und ebenfalls bald eingestellt.

Während der 1990er Jahre war die Vielfalt an Superheldenfiguren auch dank des großen Angebots so groß wie nie zuvor. Es gab starke weibliche Figuren wie Storm und Rogue und Afroamerikaner wie Bishop und Spawn. Zudem gab es langsam auch die ersten homosexuellen Superhelden, z. B. Marvels Northstar, Rainmaker von Gen 13 sowie Apollo und Midnighter von Authority.

In den ersten Jahren des neuen Jahrtausends setzte vor allem Marvel Comics einige neue Konzepte und Ansätze um, darunter Manga-inspirierte Superhelden und auf weibliche Leser zugeschnittene Serien. Dennoch fand größtenteils eine Rückbesinnung auf Bewährtes statt. Eine neue Entwicklung sind Superheldenfamilien wie in Die Unglaublichen, Sky High und Heroes.

Superhelden in der realen Welt

Hauptartikel: Real Life Superhero

Inspiriert von den Comicsuperhelden entstand in den USA die Idee des Real Life Superhero. Ein Real Life Superhero verkleidet sich als Superheld und tut Dinge, die ein Superheld im realen Leben tun kann.

Superhelden in den Medien

Filme

→ Siehe: Liste von Superheldenfilmen

Hörspiel

Musik

Literatur

Der mit dem Pulitzerpreis ausgezeichneter Roman Die unglaublichen Abenteuer von Kavalier und Clay von Michael Chabon befasst sich mit dem goldenen Zeitalter der Superhelden, den 1940er Jahren. Darin erfinden zwei Einwanderer einen Superhelden, den Eskapisten, der mithilfe seiner außergewöhnlichen Entfesselungskünste das Böse bekämpft. 2004 wurde unter dem Titel Michael Chabon Presents: The Amazing Adventures of the Escapist bei Dark Comics tatsächlich ein Comic über den Eskapisten veröffentlicht.

Webcomics

Seit Mitte der 2000er Jahre erscheinen im Internet immer mehr professionell produzierte Comics über Superhelden (hauptsächlich auf englisch). Diese sind meist als Fortsetzungsgeschichten angelegt und werden von ihren Machern in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen um neue Seiten erweitert. Beispielhaft seien an dieser Stelle die folgenden Serien genannt:

  • Johnny Saturn von Scott und Benita Story über die Abenteuer eines düsteren Material Arts Straßenkämpfers und seine Zusammentreffen mit diversen anderen Superhelden und Schurken. (seit 2004)
  • Magellan von Stephen Crowley. Ein Webcomic über die Erlebnisse junger Studenten einer Superheldenakademie die zu einer weltweit agierenden Superheldeneinsatztruppe gehört. (seit 2004)
  • Heroes Inc. von Scott E. Austin. Heroes Inc. präsentiert public domain Superhelden aus dem Golden Age der Comics in einem neuen, aktualisierten Gewand. (seit 2009)
  • Union der Helden von Arne Schulenberg und Jens Sundheim, ein professionell gemachter Fotocomic mit einer ernsthaften Geschichte über Superhelden im Ruhrgebiet einer parallelen Welt. (seit 2008)

Literatur

  • Thomas Bohrmann: "Aus großer Kraft folgt große Verantwortung": Superhelden im Kino. In: Thomas Bohrmann, Werner Veith, Stephan Zöller (Hrsg.): Handbuch Theologie und Populärer Film. Band 2. Ferdinand Schöningh, Paderborn 2009, ISBN 978-3-506-76733-2, S. 199-212.

Quellen

  1. [1]
  2. „The Bell Tolls for Superman“, in: The New York Times, 5. September 1992

Weblinks

 Commons: Superhelden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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