Sundewitt

Sundewitt

Der Sundewitt (dänisch Sundeved) ist eine Halbinsel in Nordschleswig im südlichen Dänemark. Sie liegt zwischen der Apenrader Förde, dem Alsensund und der Flensburger Förde, deren Buchten Nübeler Noor und Wemmingbund zusätzlich die Halbinsel Broacker ablegen. Die Landgrenze nach Westen ist nicht festgelegt. Während manche nur die historische Harde Sundewitt im Osten mit der Landschaft gleichsetzen, betrachten andere die gesamte Landschaft bis zur Linie Apenrade-Flensburg als Sundewitt.

Der Sundewitt ist Teil des östlichen Hügellandes der Kimbrischen Halbinsel und zeigt eine typische Moränenlandschaft mit lehmreichen fruchtbaren Böden. An einigen Stellen finden sich Steilküsten. Der landschaftlich eindrucksvollste Teil sind die Düppeler Höhen im Südosten nahe dem Alsensund. Allerdings sind diese in erster Linie wegen der Schlacht von Düppel am 18. April 1864 während des zweiten Krieges um das Herzogtum Schleswig bekannt.

Zur ursprünglichen, im Erdbuch König Waldemars 1231 erwähnten Harde Sundewitt gehörten die späteren Gemeinden Broacker (wie erwähnt zusätzlich als eigene Halbinsel betrachtet), Düppel, Nübel, Satrup im Sundewitt, Atzbüll und Ulderup sowie ursprünglich auch Warnitz, im Westen der Halbinsel liegen ferner die Gemeinden Gravenstein (von Atzbüll abgelegt), Rinkenis, Holebüll, Quars, Feldstedt und teilweise Klipleff.

Bei der Kommunalreform um 1970 tauchte der Name der Landschaft wieder auf der politischen Landkarte auf, als sich die Gemeinden Nübel, Satrup im Sundewitt und Ulderup zur Primärkommune Sundewitt zusammenschlossen. Seit 2007 ist der größte Teil der Landschaft Teil der Kommune Sonderburg, die westlichen Gemeinden gehören zur Kommune Apenrade.

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