Spinifex


Spinifex
Spinifex
Spinifex longifolius

Spinifex longifolius

Systematik
Monokotyledonen
Commeliniden
Ordnung: Süßgrasartige (Poales)
Familie: Süßgräser (Poaceae)
Unterfamilie: Panicoideae
Gattung: Spinifex
Wissenschaftlicher Name
Spinifex
L.

Spinifex ist eine vor allem in Australien vorkommende Gattung der Süßgräser (Poaceae).

Inhaltsverzeichnis

Merkmale

Die Vertreter sind gedrungene, ausdauernde Pflanzen. Sie sind diözisch. Sie haben stark verzweigte, weitreichende Stolone. Sie können auch Horste bilden. Die Blattscheiden sind locker und offen. Das Blatthäutchen ist ein bewimperter Rand. Die Blattspreite ist lang, häufig seidig behaart.

Blütenstand

Männliche und weibliche Blütenstände sind sehr unterschiedlich gestaltet. Die männlichen sind halbkugelig, die weiblichen kugelig. Beide bestehen aus Bündeln von Trauben, die in den Achseln von langen, tragblattartigen Hochblättern stehen. Die einzelnen Trauben stehen in den Achseln von kleinen, zweikieligen Tragblättern. Die Trauben der männlichen Pflanzen sind gestielt, tragen mehrere Ährchen und enden in kurzen Borsten. Die Trauben der weiblichen Pflanzen tragen nur ein Ährchen nahe der Basis, die Rhachis der Traube ist in eine lange Borste verlängert. Die Ährchen sind zweiblütig, selten einblütig.

Männliche Ährchen

Die Hüllspelzen sind halb so lang wie das Ährchen, ungleich und drei- bis neunnervig. Sie sind eiförmig-länglich, ganzrandig und kahl oder behaart. Die Deckspelzen der oberen und unteren Blüten sind ähnlich, drei- bis siebennervig, lanzettlich, ledrig, kahl oder behaart. Die Vorspelzen sind den Deckspelzen ähnlich, allerdings noch deutlich zweikielg. Die Lodiculae sind klein, breit eiförmig, gezähnt. Jede Blüte enthält drei Staubblätter. Ein Fruchtknotenrudiment ist vorhanden.

Weibliche Ährchen

Die Hüllspelzen sind etwa gleich lang wie das Ährchen, drei- bis neunnervig, oval bis lanzettlich, ganzrandig, kahl oder behaart. Die Deckspelzen der oberen und unteren Blüte können gleich oder unterschiedlich sein, haben drei oder keine Nerven und sind kahl. Die untere Blüte hat manchmal keine Vorspelze, die Lodiculae sind klein. Die drei Staubblätter sind meist klein und rudimentär, selten bilden sie Pollen. In der oberen Blüte ist die Vorspelze ähnlich der Deckspelze, die Lodiculae sind größer. Die drei Staubblätter sind länger und nur selten pollenbildend. Die Spitze des Fruchtknotens ist kahl und trägt lange Narbe.

Die Karyopse ist in die verhärteten Spelzen eingeschlossen, aber nicht damit verwachsen. Der Embryo ist groß, die Narbe punktförmig.

Verbreitung

Die Vertreter kommen in Ostasien, der indomalayischen Region und in Australien vor. Sie sind Xerophyten und wachsen auf offenen Standorten. Manche sind Halophyten. Sie können Sanddünen befestigen.[1]

Arten

Die Gattung wird in die Tribus Paniceae gestellt.[2] Der Australian Plant Name Index nennt folgende Arten[3]:

  • Spinifex fragilis
  • Spinifex gaudichaudii
  • Spinifex hirsutus
  • Spinifex littoreus
  • Spinifex longifolius
  • Spinifex paradoxus
  • Spinifex sericeus

Belege

Einzelnachweise

  1. Spinifex in Grass Genera of the World, abgerufen am 10. August 2009.
  2. Flora of New Zealand, abgerufen am 10. August 2009.
  3. Spinifex im Australian Plant Name Indes, abgerufen 10. August 2009.

Weblinks

 Commons: Spinifex – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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  • spinifex — [spin′i feks΄] n. 〚ModL < L spina,SPINE + facere, to make, DO1〛 any of a genus (Spinifex) of Australian grasses with pointed leaves and bristly seed heads * * * spi·ni·fex ( …   Universalium

  • spinifex — [spin′i feks΄] n. [ModL < L spina,SPINE + facere, to make, DO1] any of a genus (Spinifex) of Australian grasses with pointed leaves and bristly seed heads …   English World dictionary

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  • Spinĭfex — L., Gattung der Gramineen, Gräser mit steifen, stechenden Blättern und in Köpfen mit Tragblättern stehenden Ähren. Die männlichen Ährchen sind zweiblütig, die weiblichen einblütig, diese werden von den stacheligen Tragblättern weit überragt. Von… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

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  • spinifex — noun Etymology: New Latin, from Latin spina + facere to make more at do Date: 1846 any of several Australian grasses (genera Spinifex and Triodia) with spiny seeds or stiff sharp leaves …   New Collegiate Dictionary


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