Sitia

Sitia
Gemeinde Sitia
Δήμος Σητείας
Sitia (Griechenland)
Bluedot.svg
Basisdaten
Staat: Griechenland
Region: Kreta
Regionalbezirk: Lasithi
Geographische Koordinaten: 35° 12′ N, 26° 6′ O35.20805555555626.104444444444Koordinaten: 35° 12′ N, 26° 6′ O
Fläche: 627,091 km²
Einwohner: 18.856 (2001)
Bevölkerungsdichte: 30,1 Ew./km²
Gemeindelogo:
Gemeindelogo von Gemeinde Sitia
Sitz: Sitia
LAU-1-Code-Nr.: 920800
Gemeindebezirke: 3 Gemeindebezirke
Ortschaften: 28 Ortschaften
Website: www.sitia.gr
Lage in der Region Kreta
Datei:2011 Dimos Sitias.png

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Sitia (griechisch Σητεία (f. sg)) ist eine Gemeinde (Δήμος, Dimos) im Osten des Regionalbezirks Lasithi auf der griechischen Mittelmeerinsel Kreta. Die Insel bildet eine der 13 Regionen Griechenlands.

Die eigentliche Stadt Sitia, die auch Sitz der Gemeinde ist, ist nach Ierapetra und Agios Nikolaos mit 9259 Einwohnern die drittgrößte Stadt im Regionalbezirk Lasithi, der ehemaligen Präfektur Lasithi. Als Gemeinde hat Sitia 18.856 Einwohner (Stand 2001).[1]

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Sitia ist das bäuerliche Zentrum der durch ausgedehnten Olivenanbau geprägten Region in der Präfektur Lasithi. Touristische Angebote sind vorrangig auf die Hafenpromenade begrenzt, weshalb die Stadt als einer der wenigen größeren Orte auf Kreta ihr typisches Gepräge erhalten konnte. Der auf einer Hochebene über der Stadt gelegene neue internationale Flughafen Sitia, der im Sommer 2004 seiner Bestimmung übergeben werden sollte, liegt immer noch brach und wird nur als Regionalflughafen für innergriechische Flüge genutzt (Stand: Mai 2008). Für das Jahr 2012 haben zwei europäische Fluglinien angekündigt, wöchentlich Flüge nach Sitia anzubieten.[2]

Sitia ist Endpunkt der Europastraße 75.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Sitia wird gebildet aus den Orten:[3]

  • Achladia (Αχλάδια), 317 Einw.
  • Agia Trias (Αγία Τριάς,), 98 Einw.
  • Apidio (Απίδιο), 333 Einw.
  • Agios Georgios (Άγιος Γεώργιος), 221 Einw.
  • Armeni (Αρμένοι), 365 Einw.
  • Chamezio (Χαμέζιο), 249 Einw.
  • Chandras (Χανδράς), 284 Einw.
  • Exo Mouliana (Έξω Μουλιανά), 332 Einw.
  • Karydi (Καρύδι), 111 Einw.
  • Katsidoni (Κατσιδώνι), 126 Einw.
  • Krya (Κρυά), 241 Einw.
  • Lastros (Λάστρος), 135 Einw.
  • Maronia (Μαρωνία), 197 Einw.
  • Mesa Mouliana (Μέσα Μουλιανά), 272 Einw.
  • Mitato (Μητάτο), 26 Einw.
  • Myrsini (Μυρσίνη), 168 Einw.
  • Palekastro (Παλαίκαστρο), 1380 Einw.
  • Pappagiannades (Παππαγιαννάδες), 310 Einw.
  • Piskokefalo (Πισκοκέφαλο), 824 Einw.
  • Presos (Πραισός), 73 Einw.
  • Roussa Ekklisia (Ρούσσα Εκκλησία), 167 Einw.
  • Sfaka (Σφάκα), 376 Einw.
  • Sitia (Σητεία), 9257 Einw.
  • Skopi (Σκοπή), 822 Einw.
  • Stavromenos (Σταυρωμένος), 204 Einw.
  • Tourloti (Τουρλωτή), 437 Einw.
  • Zakros (Ζάκρος), 912 Einw.
  • Ziros (Ζίρος), 619 Einw.

Die Einwohnerzahlen stammen aus dem Jahr der Volkszählung 2001. Zu den aufgeführten Orten gehören noch weitere Streusiedlungen mit eigenen Namen.

Geschichte

Hafen von Sitia

Archäologische Funde belegen eine Besiedelung seit etwa 1050 v. Chr. Laut Diogenes Laertios war Sitia die Heimatstadt des Myson, eines der Sieben Weisen. Ausgrabungen in der Umgebung (Agia Fotia, Praissos) belegen eine Besiedelung der Bucht in minoischer und hellenistischer Zeit. Venezianer legten die Stadt an, was sich noch heute in den rechtwinklig angeordneten Straßenführungen zeigt. Nachdem Stadt und Festung im 17. Jahrhundert zerstört wurden begann ein Neuaufbau erst wieder Mitte des 19. Jahrhunderts.

Berühmtester Sohn der Stadt ist der Dichter Vitsentzos Kornaros, der den Versroman Erotokritos verfasste. Das Werk gilt als bedeutendstes der frühneuzeitlichen kretischen Literatur.

Sehenswürdigkeiten

Museen

Stadtansicht vom Hafen

Zu den Sehenswürdigkeiten zählt das Archäologische Museum Sitia, wo Funde aus den Ausgrabungsstätten Ostkretas gezeigt werden. Vom Neolithikum bis zur römischen Zeit werden Objekte ausgestellt, hauptsächlich auch aus Kato Zakros.

Das venezianische Kastell Kasarma, ursprünglich von Kreuzfahrern errichtet, um- und ausgebaut während der venezianischen Besetzung der Insel, wurde 1651 von seinen Besitzern zerstört, um es nicht in die Hände der Türken fallen zu lassen. Es liegt am höchsten Punkt der Stadt.

Das Folklore-Museum zeigt traditionelle Haushaltsgeräte und Arbeitswerkzeuge sowie Erzeugnisse aus heimischer Handwerksproduktion.

Archäologische Stätten in der Umgebung

Naturschauplätze in der Umgebung

Belege

  1. Informationen des griechischen Statistikamtes (S. 220/221, 223/224)
  2. gecr.co.uk: Minoan Group* - Interim results. Cavo Sidero Fast Track submission imminent., 30. Juni 2011, Zugriff am 28. Oktober 2011
  3. Die Gemeinden des Regionalbezirks Lasithi in der griechischen Wikipedia

Weblinks

 Commons: Sitia – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

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