Semriach

Semriach
Semriach
Wappen von Semriach
Semriach (Österreich)
Semriach
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Graz-Umgebung
Kfz-Kennzeichen: GU
Fläche: 60,35 km²
Koordinaten: 47° 13′ N, 15° 24′ O47.217515.403333333333709Koordinaten: 47° 13′ 3″ N, 15° 24′ 12″ O
Höhe: 709 m ü. A.
Einwohner: 3.235 (1. Jän. 2011)
Bevölkerungsdichte: 53,6 Einw. pro km²
Postleitzahl: 8102
Vorwahl: 03127
Gemeindekennziffer: 6 06 45
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Markt 27
8102 Semriach
Website: www.semriach.at
Politik
Bürgermeister: Jakob Taibinger (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(21 Mitglieder)
13 ÖVP, 5 SPÖ, 3 FPÖ
Lage der Marktgemeinde Semriach im Bezirk Graz-Umgebung
Attendorf Brodingberg Deutschfeistritz Dobl Edelsgrub Eggersdorf bei Graz Eisbach Feldkirchen bei Graz Fernitz Frohnleiten Gössendorf Grambach Gratkorn Gratwein Großstübing Gschnaidt Hart bei Graz Hart-Purgstall Hausmannstätten Hitzendorf Höf-Präbach Judendorf-Straßengel Kainbach bei Graz Kalsdorf bei Graz Krumegg Haselsdorf-Tobelbad Kumberg Langegg bei Graz Laßnitzhöhe Lieboch Mellach Nestelbach bei Graz Peggau Pirka Raaba Röthelstein Rohrbach-Steinberg Sankt Bartholomä (Steiermark) Sankt Marein bei Graz Sankt Oswald bei Plankenwarth Sankt Radegund bei Graz Schrems bei Frohnleiten Seiersberg Semriach Stattegg Stiwoll Thal Tulwitz Tyrnau Übelbach Unterpremstätten Vasoldsberg Weinitzen Werndorf Wundschuh Zettling Zwaring-Pöls Graz SteiermarkLage der Gemeinde Semriach im Bezirk Graz-Umgebung (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Blick vom Schöckl auf Semriach
Blick vom Schöckl auf Semriach
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Semriach ist eine Marktgemeinde mit 3235 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2011) an der Nordseite des Schöckls im Bezirk Graz-Umgebung in der Steiermark.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Semriach liegt ca. 25 km nördlich der Landeshauptstadt Graz auf einem Hochplateau im Grazer Bergland in der Oststeiermark. Im Gemeindegebiet befinden sich mit dem Schöckl (1445 m), dem Fragnerberg (1109 m), dem Rinnweberkogel (1041 m), dem Hochtrötsch (1239 m) und dem Windhofkogel (1064 m) fünf Berge über 1000 m Höhe.

Ausdehnung des Gemeindegebiets

Semriach ist eine der größten Gemeinden im Bezirk Graz-Umgebung. Sie reicht vom Rechberg im Norden bis zum Schöckl im Süden über 9 km sowie vom Tanneben im Westen bis zur Bezirksgrenze zum Bezirk Weiz im Osten über 7 km.

Gemeindegliederung

Die Marktgemeinde Semriach besteht aus den Katastralgemeinden Markterviertel, Rechberg, Schönegg, Semriach und Windhof sowie aus den Ortschaften Markterviertl, Präbichl, Rechberg, Schönegg, Pöllau, Semriach, Thoneben und Windhof.

Nachbargemeinden

Frohnleiten Schrems bei Frohnleiten Tulwitz
Peggau Nachbargemeinden Neudorf bei Passail
Gratkorn Stattegg Sankt Radegund bei Graz

Geschichte

Bevölkerungsentwicklung von Semriach 1869 - 2001

Steinbeile und Topfscherben aus der Badl- bzw. Repolusthöhle sind die ältesten Nachweise menschlicher Besiedelung in der Steiermark und wurden in die Jüngere Steinzeit und Hallstattzeit datiert.

Auch die Römerzeit hinterließ Zeugnisse in größerer Zahl. Besonders zu erwähnen ist das 1962 entdeckte römische Hügelgrab am Krienzer-Kogl, aber auch an der Südwand der Pfarrkirche sind römische Inschriften-Steine zu sehen.

Von der darauf folgenden Völkerwanderungszeit legen nur mehr einige slawische Namen Zeugnis ab.

Um das Jahr 1050 entstand an der Stelle der heutigen Pfarrkirche ein romanischer Vorgängerbau. 1505 bis 1543 wurde diese Kirche durch eine spätgotische Hallenkirche mit einer Länge von 44,2 Metern ersetzt.

Die erste urkundliche Erwähnung des Marktes stammt aus dem Jahre 1320. Die Gründung des Marktes ist auf den mittelalterlichen Silberbergbau zurückzuführen, bei dem silberhältiges Blei gefördert wurde. Nach dem Niedergang des Bergbaues versank der Ort zu einem rein landwirtschaftlichen Gemeinwesen. Vom Fernhandel wurde er nur bei einer Unpassierbarkeit des Murtales berührt.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr 1869 1880 1890 1900 1910 1923 1934 1939 1951 1961 1971 1981 1991 2001
Einwohner 2.822 2.961 3.018 3.022 2.993 2.924 3.069 2.867 2.873 2.615 2.680 2.676 2.876 3.163

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

  • Das Kunsthaus K2 wurde vom Semriacher Künstler Christian Eisenberger errichtet. In regelmäßigen Abständen gibt es hier Ausstellungen.
  • Im neuen Feuerwehrhaus wurde ein Feuerwehr-Museum eingerichtet, das zahlreiche Gerätschaften der Freiwilligen Feuerwehr Semriach seit 1891 zeigt.
Pfarrkirche von Semriach
Römergrab

Bauwerke

  • Die Pfarrkirche Semriach wurde von 1505 bis 1515 errichtet. Sie befindet sich an der gleichen Stelle wie der um 1100 erbaute romanische Vorgängerbau, der Ende des 15. Jahrhunderts abgetragen worden ist. Die Kirche ist im Barockstil angelegt und wurde zuletzt 1987 renoviert. Der barocke Altar musste 1896 durch einen neugotischen Hochaltar ersetzt werden
  • Am Krienzerkogel kann man ein 1962 freigelegtes, römerzeitliches Hügelgrab besichtigen. Es ist das einzige erhaltene Römergrab Österreichs.
  • Auf dem sog. Hausberg südwestlich der Kesselfallklamm befinden sich die spärlichen Reste der Burg Luginsland, auch Ruine Luegg genannt. Die Burg war im Mittelalter Besitz der Grafen von Pfannberg.

Naturdenkmäler

  • Lurgrotte, größte Tropfsteinhöhle Österreichs mit dem größten freihängenden Tropfstein der Welt.
  • Kesselfall-Klamm: Durch die Klamm führen Brücken, Leitern und Stege, zu den zahlreichen Wasserfällen. Neben der Klamm existiert ein Durchbruch, der aufgrund seiner Form Steintor genannt wird.

Sport

Die Gegend um Semriach bietet zahlreiche Sportmöglichkeiten in der Natur: Wandern, Nordic Walking, Reiten, Bogenschießen in freier Natur.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Semriach liegt abseits der Hauptverkehrsstraßen, allerdings hat der Verkehr durch Semriach als Alternativroute zum Rechberg-Pass zugenommen. Die Pyhrn Autobahn (A9) ist ca. 10 km entfernt und über den Knoten Deutschfeistritz-Peggau (165) zu erreichen. Die Rechberg Straße (B 64) von Frohnleiten nach Weiz führt durch das nördliche Gemeindegebiet und ist vom Gemeindezentrum ca. 7 km entfernt.

In Semriach befindet sich kein Bahnhof. Der nächstgelegene Bahnhof ist Stübing an der Südbahn; er bietet stündliche Regionalzug-Verbindungen nach Graz und Bruck an der Mur. Die Buslinie 140 fährt täglich sechs Mal (an Sonn- und Feiertagen drei Mal) von Graz über Gratkorn nach Semriach.

Der Flughafen Graz ist ca. 40 km entfernt.

Öffentliche Einrichtungen

In Semriach befindet sich eine Einsatzstelle der Bergwacht.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus 21 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2010 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:

  • 13 ÖVP – stellt den Bürgermeister und den 1. Vizebürgermeister
  • 5 SPÖ – stellt den 2. Vizebürgermeister
  • 3 FPÖ

Bürgermeister

Bürgermeister ist Jakob Taibinger (ÖVP). 1. Vizebürgermeister ist Peter Eibisberger (ÖVP), 2. Vizebürgermeister Florian Hirsch (SPÖ).

Wappen

Ein von Rot und Blau gespaltener Schild. In der rechten Schildeshälfte wächst aus der Mittelkuppe eines grünen Dreiberges ein nach rechts gewendeter, an der Brust von einem silberfarbenen Pfeile getroffener natürlicher Hirsch empor. Die linke Schildeshälfte zeigt einen auf einem grünen Berge aus silberfarbenen Quadern erbauten, oben von drei nebeneinander gestellten Fenstern, unten von einem durch zwei Schussöffnungen beseiteten Tore mit halbaufgezogenem goldenem Fallgitter durchbrochenen Rundturm mit rotem, golden beknauftem Dache.

Der verwundete Hirsch im rechten Feld nimmt auf die Legende des hl. Ägidius, des Kirchenpatrons von Semriach, Bezug. Der silberne Wehrturm steht für die einstigen Burgen Luginsland und Forchtenberg sowie für den ehemaligen Silberbergbau in Semriach.[1]

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Söhne und Töchter der Stadt

  • Johann Karlon, österreichischer Künstler und Mitglied der Künstlerfamilie Carlone, lebte in Semriach
  • Franz Parz, österreichischer Instrumentenbauer der Steirischen Harmonika, lebt in Semriach
  • Aramis (* 1950), eigentlich Hans Peter Sagmüller ist ein österreichischer Künstler und Autor, lebt in Semriach
  • Hans Rinner (* 1963), österreichischer Unternehmer und Ex-Präsident von Sturm Graz, geboren in Semriach
  • Marlena Martinelli (* ?), Sängerin
  • Hans Gsellmann (1929 – 4. Juli 2011), steirische Legende des Bergsteigens, Schifahrens und Fotografierens, lebte in Semriach[2]

Einzelnachweise

  1. Gemeinde-Homepage (www.semriach.at)
  2. Kleine Zeitung vom 8. Juli 2011, Seite 75

Weblinks

 Commons: Semriach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Wikimedia Foundation.

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