Sebastién Bourdais


Sebastién Bourdais
Sébastien Bourdais
Sébastien Bourdais 2007
FranceFrance
Fahrerweltmeisterschaft
Erster Grand Prix Australien 2008
Teams
2008−2009 Toro Rosso
Statistik
Rennen Poles Podien Siege
22
Schnellste Runden
Führungsrunden 3 Runden über 13,7 km
WM-Titel
WM-Punkte 5
(Stand: GP Bahrain 2009, 26. April)

Sébastien Bourdais (* 28. Februar 1979 in Le Mans) ist ein französischer Automobilrennfahrer. Zwischen 2003 und 2007 war er in der US-amerikanischen Champ-Car-Serie aktiv, wo er vier Meisterschaften in Folge gewann und zum erfolgreichsten Fahrer dieser Serie avancierte. Zur Saison 2008 wechselte Bourdais in die Formel 1. Dort startet er für die Scuderia Toro Rosso.

Inhaltsverzeichnis

Karriere

Anfänge im Motorsport

Sébastien Bourdais begann 1991 mit dem Motorsport und gewann gleich im ersten Jahr die Maine-Bretagne Kartmeisterschaft. Später nahm er an der französischen Formula Campus-Meisterschaft teil.

1996 gewann er einen Lauf der französischen Formel-Renault-Meisterschaft und wurde Gesamtsiebter. Außerdem gewann er das 24-Stunden-Kart-Rennen in Le Mans. Im darauffolgenden Jahr siegte er in der Formel Renault bei fünf Läufen und stand in 16 Rennen elfmal auf dem Podium. 1998 wechselte er in die französische Formel-3-Meisterschaft, stand viermal auf der Poleposition, gewann fünf Rennen und wurde am Ende Gesamtsechster sowie Rookie des Jahres. Ein Jahr später gewann er mit drei Polepositionen, vier schnellsten Runden und acht Laufsiegen die Formel-3-Meisterschaft. Im selben Jahr nahm er erstmals am 24-Stunden-Rennen von Le Mans teil.

Ab dem Jahr 2000 fuhr er in der Internationalen Formel-3000-Meisterschaft für das Prost Junior Team. Dabei erreichte er die Poleposition in Magny-Cours und wurde Zweiter in diesem Rennen. Auch am 24-Stunden-Rennen von Le Mans nahm er erneut teil. In seinem zweiten Jahr in der Formel 3000 fuhr er für das DAMS-Team. Er gewann das Rennen in Silverstone, kam in Budapest und Hockenheim auf das Podest und stand auf dem A1-Ring auf der Poleposition. In der Endabrechnung wurde er Vierter. Beim 24-Stunden-Rennen im Le Mans und beim 12-Stunden-Rennen von Sebring kam er unter den besten 15 ins Ziel. Im Jahr 2002 gewann er mit Siegen in Imola, Monaco und auf dem Nürburgring sowie sieben Polepositionen die Formel-3000-Meisterschaft in einem Auto von Super Nova Racing. Dabei stand er sieben Mal auf dem Podium und fuhr drei Mal die schnellste Rennrunde. Beim 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps war er am Sieg des Team Labre beteiligt.

Champ Cars

Bourdais im Champ Car, Long Beach 2005

Da er trotz mehrfacher Bemühungen in der Formel 1 zunächst kein Stammcockpit erhielt, aber auch nicht dauerhaft als Testfahrer arbeiten wollte, ging Bourdais 2003 in die US-amerikanische Champ-Car-Serie zum Team Newman/Haas Racing. Gleich beim ersten Rennen in St. Petersburg stand er auf der Poleposition, wie auch beim zweiten Rennen in Monterrey. Dies war seit Nigel Mansells Einstieg bei den ChampCars 1993 das erste Mal, dass ein Neuling bei den ersten beiden Rennen auf der ersten Startposition stand. Im Laufe der Saison siegte er in Brands Hatch, auf dem Eurospeedway sowie beim Flutlichtrennen in Cleveland. Am Ende der Saison wurde er Rookie of the Year und hatte das beste Qualifying-Ergebnis aller Teilnehmer.

2004 gewann er mit sieben Siegen, acht Poles und insgesamt 369 Punkten die Champ-Car-Meisterschaft. Mit drei Siegen verteidigte er 2005 seinen Titel. Im selben Jahr nahm er auch das erste Mal am Indianapolis 500 teil und gewann einen Lauf des Internationalen Race of Champions auf dem Texas Motor Speedway. Im Jahr 2006 konnte er seinen Titel erneut erfolgreich verteidigen. Mit seinem dritten Champ-Car-Titel in Folge schrieb er amerikanische Motorsportgeschichte, da dies vorher nur einem Fahrer (Ted Horn, AAA National Champion 1946-48) gelungen war. In seiner letzten Champ-Car-Saison 2007 gewann er zum vierten Mal in Folge den Meistertitel und ist damit der erste Champ-Car-Pilot, dem dies gelang.[1]

Formel 1

Bourdais im Toro Rosso F1, Montréal 2008

Bei den Formel-1-Wintertestfahrten im Dezember 2006 bekam Bourdais Gelegenheit, für das Formel-1-Team Toro Rosso zu testen. Er wiederholte die Tests im Laufe der Saison 2007 und bekam schließlich einen Vertrag für 2008 angeboten. Er ging 2008 an der Seite von Sebastian Vettel für das italienische Team an den Start.[2] In seinem Debüt-Rennen in Melbourne am 16. März 2008 erreichte er trotz eines Motorschadens zwei Runden vor Rennende noch zwei WM-Punkte, da er als Siebtplatzierter gewertet wurde, nachdem Rubens Barrichello nachträglich disqualifiziert wurde. Beim Großen Preis von Belgien erreichte Bourdais überraschend den ersten Platz im ersten Qualifikationsdurchgang, konnte jedoch an diese Leistung im zweiten und dritten Durchgang nicht anknüpfen und startete schließlich als Neunter ins Rennen. Am Ende des Rennens holte er mit dem siebenten Platz noch 2 WM-Punkte für sein Team. Bourdais fuhr somit im Jahr 2008 insgesamt zwei mal in die Punkteränge und beendete die Saison mit 4 Punkten auf Platz 17 der Fahrerwertung. Nachdem Toro Rosso zunächst die Option auf eine Vertragsverlängerung verstreichen ließ, bot man ihm im Februar 2009 doch wieder ein Renncockpit an.[3]

Privates

Sébastien Bourdais ist verheiratet und hat eine Tochter.

Erfolgsstatistik

Statistik in der Formel 1

Stand: nach GP Bahrain (26. April)

Saison Team Chassis Motor Rennen Siege Zweiter Dritter Poles schn.
Runden
Punkte WM-Pos.
2008 Scuderia Toro Rosso Toro Rosso STR2B / STR3 Ferrari 2.4 V8 18 - - - - - 4 17.
2009 Scuderia Toro Rosso Toro Rosso STR4 Ferrari 2.4 V8 4 - - - - - 1 14.
Gesamt 22 - - - - - 5

Einzelergebnisse

Saison 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18
2008 AUS MAS BRN ESP TUR MON CAN FRA GBR GER HUN EUR BEL ITA SIN JPN CHN BRA
7 DNF 15 DNF DNF DNF 13 17 11 12 18 10 7 18 12 10 13 14
2009 AUS MAS CHN BRN ESP MON TUR GBR GER HUN EUR BEL ITA SIN JPN BRA ABD ---
8 10 11 13 ?? ?? ?? ?? ?? ?? ?? ?? ?? ?? ?? ?? ??

 (Legende)

Weblinks

Einzelnachweise

  1. „Bourdais: 'Das ist der schönste Titel'“ (Motorsport-total.com am 21. Oktober 2007)
  2. „Offiziell: Scuderia Toro Rosso verpflichtet Bourdais“ (Motorsport-total.com am 10. August 2007)
  3. „Endlich offiziell: Bourdais bleibt bei Toro Rosso“ (Motorsport-total.com am 6. Februar 2009)
Logo der Formel 1
Teams und Fahrer der Formel-1-Weltmeisterschaft 2009:
McLaren Ferrari BMW-Sauber Renault Toyota Toro Rosso Red Bull Williams Force India Brawn
0Hamilton
0Kovalainen
0Massa
0Räikkönen
0Kubica
0Heidfeld
0Alonso
0Piquet jr.
0Trulli
10 Glock
11 Bourdais
12 Buemi
14 Webber
15 Vettel
16 Rosberg
17 Nakajima
20 Sutil
21 Fisichella
22 Button
23 Barrichello

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