Schweizer Nationalbank


Schweizer Nationalbank
Schweizerische Nationalbank
Banque Nationale Suisse
Banca Nazionale Svizzera
Banca Naziunala Svizra
Nationalbankgebäude am Bundesplatz in Bern
Nationalbankgebäude am Bundesplatz in Bern
Hauptsitz Bern und Zürich, Schweiz
Gegründet 16. Januar 1906 (rechtlich)
20. Juni 1907 (operativ)
Präsident Jean-Pierre Roth
Zentralbank für die Schweiz
Währung

Schweizer Franken

-ISO 4217 Code CHF
Drucker Orell Füssli Sicherheitsdruck
Website www.ofs.ch
Münzprägeanstalt(en) Swissmint
Website www.swissmint.ch
Website

www.snb.ch

Liste der Zentralbanken
Wichtige Leitzinsen
Zinssatz Höhe
EZB (letzte Änderung per: 08. April 2009)
Einlagesatz 0,25 %
Hauptrefinanzierungssatz 1,25 %
Spitzenrefinanzierungssatz 2,25 %
SNB (letzte Änderung per: 12. März 2009)
3-Monats-Libor-Zielband 0,00–0,75 %
US Fed (letzte Änderung per: 16. Dezember 2008)
Federal-Funds-Rate-Zielband 0,00–0,25 %
Diskontsatz 0,5 %
Bank of Japan (letzte Änderung per: 19. Dezember 2008)
Overnight Call Rate 0,10 %
Diskontsatz 0,30 %
Bank of England (letzte Änderung per: 5. März 2009)
Repo Rate 0,50 %
Chinesische Volksbank (letzte Änderung per: 22. Dezember 2008)
Diskontsatz 5,31 %
Schweizerische Nationalbank in Zürich

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) (franz. Banque Nationale Suisse (BNS), ital. Banca Nazionale Svizzera (BNS), rätoroman. Banca Naziunala Svizra (BNS)) führt als unabhängige Zentralbank die Geldpolitik und Währungspolitik der Schweiz. Die Nationalbank muss sich laut Verfassung und Gesetz vom Gesamtinteresse des Landes leiten lassen. Sie ist in Form der Aktiengesellschaft organisiert.

Inhaltsverzeichnis

Aufgaben

Als unabhängige Zentralbank der Schweizerischen Eidgenossenschaft ist die SNB verpflichtet, verschiedene ökonomische Aufgaben des Landes wahrzunehmen und im Interesse des Landes zu erfüllen. Dazu gehören besonders folgende Themenfelder:

  • Aufrechterhaltung der Preisstabilität
  • Gewährleistung der Bargeldversorgung
  • Abwicklung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs
  • Anlage der Währungsreserven
  • Überwachung der Stabilität des Finanzsystem
  • Erstellung von Statistiken
  • Beratung des Bundes in währungspolitischen Fragen

Äussere Organisation

Die Nationalbank hat in Bern und Zürich je einen Sitz. Daneben unterhält sie in Genf eine Zweigniederlassung mit Kassenstelle sowie Vertretungen in Basel, Lausanne, Lugano, Luzern und St. Gallen. Dazu kommen 16 Agenturen, die von Kantonalbanken geführt werden und der Geldversorgung des Landes dienen.

Die Nationalbank ist eine spezialgesetzliche Aktiengesellschaft des Bundesrechts. Sie wird unter Mitwirkung und Aufsicht des Bundes nach den Vorschriften des Nationalbankgesetzes verwaltet. Die Aktien sind als Namenpapiere ausgestaltet und an der Börse kotiert. Das Aktienkapital beträgt 25 Millionen Franken und ist zu rund 55 % im Besitz der öffentlichen Hand (Kantone, Kantonalbanken etc.). Die übrigen Aktien befinden sich grösstenteils im Besitz von Privatpersonen. Der Bund besitzt keine Aktien.

Geldpolitik

Die SNB steuert ihre Geldpolitik heute mittels eines 3-Monats-Libor-Zielbands am Franken-Geldmarkt. Bis 2000 erfolgte statt der Festlegung eines Referenzzinsbandes die Publikation eines Geldmengenziels.

Bankrat

Der Bankrat beaufsichtigt und kontrolliert die Geschäftsführung der Nationalbank. Er besteht aus elf Mitgliedern. Sechs Mitglieder, darunter der Präsident und der Vizepräsident, werden vom Bundesrat und fünf von der Generalversammlung gewählt. Der Bankrat bildet aus seiner Mitte einen Prüfungsausschuss, einen Risikoausschuss, einen Entschädigungsausschuss und einen Ernennungsausschuss.

Die momentanen Mitglieder des Bankrates sind:

Direktorium

Das oberste geschäftsleitende und ausführende Organ der Nationalbank ist das Direktorium. Es ist insbesondere zuständig für die Geld- und Währungspolitik, die Strategie zur Anlage der Aktiven und für die internationale Währungszusammenarbeit. Das Erweiterte Direktorium besteht aus den drei Mitgliedern des Direktoriums und ihren drei Stellvertretern. Es ist zuständig für die operativ-betriebliche Führung der Nationalbank. Die Mitglieder des Direktoriums und die Stellvertreter werden auf Vorschlag des Bankrats vom Bundesrat für eine Amtsdauer von sechs Jahren gewählt. Eine Wiederwahl ist möglich.

Die momentanen Mitglieder des Direktoriums sind:

100-Jahr-Jubiläum

Im Jahr 2007 feierte die Nationalbank ihr 100-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass hat die Schweizerische Post zwei Sondermarken herausgegeben. Die Briefmarken im Wert von 85 Rappen und 1 Franken erinnern in Form und Aussehen stark an die aktuelle Schweizer Notenserie von Gestalter Jörg Zintzmeyer. Die 1-Franken-Marke gleicht einer 100-Franken-Banknote. Die 85-Rappen-Marke erinnert an eine fiktive Note. Ebenso hat die Eidg. Münzstätte eine Gedenkmünze zum Jubiläum herausgegeben.

Bekannte Persönlichkeiten

Weblinks


Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Schweizer Franken — Staat: Schweiz  Schweiz Liechtenstein …   Deutsch Wikipedia

  • Schweizer Börse — SIX Swiss Exchange AG Unternehmensform Aktiengesellschaft Gründung Mai 1995 Mai 2002 (AG) …   Deutsch Wikipedia

  • Schweizer Gedenkmünzen — Die offiziellen Gedenkmünzen der Schweiz werden seit 1936 in unregelmässigen Abständen und seit 1974 mindestens jährlich herausgegeben. Siehe auch die Liste der Schweizer Gedenkmünzen. Die Gedenkprägungen sind keine gesetzlichen Zahlungsmittel… …   Deutsch Wikipedia

  • Schweizer Geschichte — «Der Stammbaum der Eidgenossenschaft». Das Schmuckblatt des 19. Jahrhunderts illustriert die Entstehung des 1848 gegründeten modernen Schweizer Bundesstaates Die Schweiz existiert als Bundesstaat in ihrer gegenwärtigen Form seit der Annahme der… …   Deutsch Wikipedia

  • Schweizerische Nationalbank — Banque Nationale Suisse (französisch) Banca Nazionale Svizzera (italienisch) Banca Naziunala Svizra …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Schweizer Gedenkmünzen — Die Liste der Schweizer Gedenkmünzen umfasst sämtliche Gedenkmünzen der Schweiz, die seit 1936 von der schweizerischen Münzprägestätte herausgegeben wurden. Es sind insgesamt dreissig 5 Franken Stücke, sechs 10 Franken Stücke, 35 20 Franken… …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der börsennotierten Schweizer Unternehmen — Diese Liste enthält alle an der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange kotierten Unternehmen mit Haupt Firmensitz in der Schweiz. Unternehmen, die durch Delisting, Fusion etc. von der Börse genommen wurden, sind nicht mehr aufgeführt. Unternehmen in… …   Deutsch Wikipedia

  • Kosa-Initiative — Die Initiative Nationalbankgewinne für die AHV (Kosa Initiative) war eine Schweizer Volksinitiative, welche am 24. September 2006 abgelehnt wurde. Die Kosa Initiative, welche ihren Namen von einem Komitee für eine sichere AHV (Kosa) ableitet,… …   Deutsch Wikipedia

  • Auslandsvermögen — Als Auslandsvermögen (Abkürzung: AVS) bezeichnet man den Gesamtbestand aller Vermögen, die der Staat, Unternehmen oder Privatpersonen aus einem Land in einem anderen Land halten. Dabei kann es sich sowohl um Beteiligungen an ausländischen… …   Deutsch Wikipedia

  • Basel-Gasfabrik — Basel Basisdaten Kanton: Basel Stadt Bezirk: (Basel Stadt kennt keine Bezirke) BFS Nr …   Deutsch Wikipedia


Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”

We are using cookies for the best presentation of our site. Continuing to use this site, you agree with this.