Saint-Dié-des-Vosges

Saint-Dié-des-Vosges
Saint-Dié-des-Vosges
Wappen von Saint-Dié-des-Vosges
Saint-Dié-des-Vosges (Frankreich)
Saint-Dié-des-Vosges
Region Lothringen
Département Vosges
Arrondissement Saint-Dié-des-Vosges
Kanton Hauptort zweier Kantone
Koordinaten 48° 17′ N, 6° 57′ O48.2841666666676.9491666666667340Koordinaten: 48° 17′ N, 6° 57′ O
Höhe 340 m (310–891 m)
Fläche 46,15 km²
Einwohner 21.705 (1. Jan. 2008)
Bevölkerungsdichte 470 Einw./km²
Postleitzahl 88100
INSEE-Code
Website www.ville-saintdie.fr

Lage der Stadt Saint-Dié-des-Vosges im Département Vosges

Saint-Dié-des-Vosges (deutsch Sankt Didel) ist eine französische Gemeinde mit 21.705 Einwohnern (Stand 1. Januar 2008) im Département Vosges in der Region Lothringen. Sie liegt am Rande des Regionalen Naturparks Ballons des Vosges, mit dem sie assoziiert ist.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der Name der Stadt geht zurück auf einen legendären Einsiedler Deodatus, Bischof von Nevers, der im Jahr 679 gestorben sein soll. [1][2]

Im Jahr 1507 wurde in Sankt Didel [3] von Martin Waldseemüller eine Landkarte veröffentlicht, in der der neuentdeckte Erdteil Amerika erstmalig so benannt wurde – nach Amérigo Vespucci, dem Waldseemüller bzw. Matthias Ringmann die Entdeckung zuschrieb.

Der französische Einfluss in der Region, die Teil des Heiligen Römischen Reiches war, nahm stetig zu. Im späten 17. Jahrhundert wurde das Elsass von Frankreich annektiert, Lothringen fiel 1766 an Frankreich. Aus dem 1871 errichteten Reichsland Elsaß-Lothringen zogen einige Elsässer zu.

Seit 1777 ist die Stadt Sitz des gleichnamigen Bistums.

Sehenswert sind die Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert und die von Le Corbusier 1946–52 erbaute Fabrik Duval.

Nach der fast kompletten Zerstörung durch die sich zurückziehenden deutschen Truppen am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Stadt im nüchternen Stil der 50er Jahre wiederaufgebaut.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 23108 25117 25423 23759 22635 22569 21882

Sehenswürdigkeiten

  • Kathedrale (romanisches Langhaus, Einwölbung 13. Jh., massive Zweiturmfassade des 18. Jh.). In der Seitenansicht wird das Langhaus, ungewöhnlich für die Romanik, durch Strebebögen und Strebepfeiler (Gewölbeschub des Langhauses) strukturiert.
  • Liebfrauenkirche (Église Notre-Dame-de-Galilée), einheitlich ausgewogener romanischer Innenraum mit klassischer Flächengliederung, Einwölbung mit Kreuzgratgewölben. Im Westen massiger Portalturm vorgebaut.
  • Kreuzgang (Cloitre gothique) zwischen Kathedrale und Liebfrauenkirche, unvollendet in spätgotischen Formen mit Maßwerkfenstern. Am Ostflügel eine vom Kreuzgang zu betretende kleine Außenkanzel.
  • Martins-Kirche
  • Sankt-Rochus-Kapelle
  • Freiheitsturm
  • Brunnen
  • Manufaktur Claude et Duval (Architekt Le Corbusier)
  • Museum Pierre-Noël
  • Roche Saint-Martin
  • Bergrücken La Bure

Bildungseinrichtungen

Der Kreuzgang
Freiheitsturm
Institut universitaire de technologie
  • Technisches Hochschulinstitut : IUT (Institut universitaire de technologie)

Verkehr

In der Stadt beginnt die N59 nach Nancy, Richtung Straßburg oder Colmar führen teilweise sehr kurvenreiche Landstraßen durch die Vogesen. Der Flughafen Straßburg ist 95 km weit entfernt, der Euroairport Basel 125 km. Regelmäßige Regionalzüge verbinden die Stadt mit Nancy und Straßburg. Einmal täglich (morgens hin, abends zurück) verkehrt ein TGV direkt nach Paris.

Persönlichkeiten

Siehe auch: Liste der Bischöfe von Saint-Dié

Partnerstädte

Weblinks

 Commons: Saint-Dié-des-Vosges – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Eintrag über Deodatus (Dieudonné, Dié) von St. Dié im Ökumenischen Heiligenlexikon
  2. Ekkart Sauser: DEODAT. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 14, Herzberg 1998, ISBN 3-88309-073-5, Sp. 918–919.
  3. 1507 St. Didel (Lothringen): Der Kartograph Martin Waldseemüller ... www.geo.de [1]

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