Road To Perdition


Road To Perdition
Filmdaten
Deutscher Titel: Road to Perdition
Originaltitel: Road to Perdition
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2002
Länge: 117 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 16
Stab
Regie: Sam Mendes
Drehbuch: David Self
Produktion: Sam Mendes
Dean Zanuck
Richard D. Zanuck
Musik: Thomas Newman
Kamera: Conrad L. Hall
Schnitt: Jill Bilcock
Besetzung

Road to Perdition ist ein US-amerikanischer Film des Regisseurs Sam Mendes aus dem Jahr 2002, der auf dem gleichnamigen Comic von Max Allan Collins und Richard Piers Rayner basiert.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Einführung

Der Film spielt in der amerikanischen Kleinstadt Rock Island, Illinois. Er beschreibt sechs Wochen im Winter des Jahres 1931. Michael „Mike“ Sullivan ist ein sogenannter „Enforcer“ (am: Durchsetzer) des alternden Gangsterbosses John Rooney einer irischen Bande, dessen Interessen er bei Bedarf auch mit tödlicher Gewalt durchzusetzen hat. Rooney ist für Sullivan eine Art Ersatzvater und Rooney liebt Mike beinahe mehr als seinen leiblichen Sohn.

Sullivans Familie ahnt nur, womit Michael seinen Lebensunterhalt verdient – er spricht nicht über seine Arbeit, nur seine Verpflichtungen gegenüber Rooney sind offensichtlich. Eines Tages versteckt sich sein ältester Sohn Michael jun. im Auto und beobachtet ihn bei seiner Tätigkeit, die er zusammen mit Rooneys Sohn Connor ausführt. Auf einer Beerdigung hat ein Untergebener Andeutungen und verkappte Drohungen ausgestoßen und Mike und Connor sollen nochmal mit ihm „reden“. Als dieser jedoch Andeutung macht, dass Connor Geld des Syndikats – die irische Bande leistet ihren Tribut an die Cosa Nostra in Chicago – in die eigene Tasche umleitet, erschießt Connor den Mann und Mike muss wohl oder übel die beiden wehrhaften Begleiter des Ermordeten ebenfalls niederschießen.

Als die beiden die Anwesenheit von Michael jun. bemerken, versichert Sullivan Connor, dass sein Sohn zu dem Vorfall schweigen wird. Connor akzeptiert zunächst diese Versicherung, seine Meinung ändert sich aber offenbar. Erstens wird er für den Mord, der im Gegensatz zu den Anweisungen seines Vaters stand, vor der versammelten Führungsebene seines Vaters bloßgestellt, zweitens fürchtet er offenbar doch die Zeugenaussage der Sullivans bezüglich des Mordes. Hierbei scheint es aber wohl mehr um die Beschuldigung seiner finanziellen Untreue zu gehen, die (wie sich später im Film herausstellt) Connors Vater allerdings längst bekannt ist.

Als Mike zu einer offenbar üblichen Runde des Schuldeneintreibens aufbrechen will, steckt Connor ihm noch den Brief für einen weiteren Schuldner zu, wobei es sich dabei allerdings um eine Falle handelt. Auf diesem Brief, den Mike dem Schuldner überbringt, steht das Versprechen des Schuldenerlasses, falls der Überbringer der Nachricht – also Mike – umgebracht würde. Mike ist jedoch schneller und schießt sowohl den Schuldner als auch seinen Leibwächter nieder.

Connor ist inzwischen in das Haus der Sullivans eingedrungen und ermordet die Mutter und den jüngsten Sohn Peter; Michael jun. entgeht dem Anschlag, da er sich vor Connor versteckt. Wenig später trifft der Unheil ahnende Mike zu Hause ein, entdeckt die Leichen und verlässt mit seinem Sohn das Haus für immer.

Rooney sen., ohne dessen Wissen der Anschlag durchgeführt wurde, ist entsetzt, als er von seinem Sohn unterrichtet wird. Dieser rechtfertigt sich damit, dass Michael jun. sein Geheimnis sicherlich verraten hätte. Rooney bleibt nichts anderes übrig als sich mit seinem Sohn, trotz dessen Verfehlung, zu solidarisieren, aber er kennt auch die Fähigkeiten von Mike und taucht mit seinem Sohn zunächst unter.

Auf Rache sinnend dringt Mike durch ein Fenster in das Haus von Rooney ein, findet jedoch nur noch einen Boten vor, der ihm stellvertretend 25.000 US-Dollar und die Flucht nach Irland anbietet. Sullivan lehnt ab – er will unbedingt den Tod von Frau und Kind rächen – und erschießt den Mann als unmissverständliche Nachricht an die Rooneys.

Sullivan reist noch in derselben Nacht nach Chicago, wo er vergeblich Al Capone (der im Film nie zu sehen ist) um Unterstützung bittet. Doch dessen Stellvertreter Frank Nitti lehnt jede Hilfe und Duldung seitens des Chicago Outfit ab, da Rooney sr. und seine irische Bande wichtige assoziierte Geschäftspartner sind.

Road to Perdition

Da bei seinem Rachefeldzug sein Sohn nur stören würde, will Mike seinen Sohn zu seiner Schwester nach Perdition (engl. „Verdammnis“) bringen; allerdings ist inzwischen der Killer Maguire (Jude Law) auf die beiden angesetzt, der ihnen auf die Spur kommt, sie an einer Raststätte einholt und Mike im Restaurant in ein Gespräch verwickelt. Dieser erkennt jedoch die wahren Absichten des Killers und kann mit seinem Sohn fliehen.

Mike muss seinen Plan ändern und ist dabei auf die Hilfe seines Sohnes angewiesen, deshalb bringt er ihm das Auto fahren bei, denn er benötigt seinen Sohn nun als Fluchtfahrer. Mikes Plan ist es, diverses in Banken deponiertes Schwarzgeld Al Capones an sich zu bringen, damit Capone den Rooney-Clan fallen lässt und somit der Schutz für Connor entfällt. Der Plan gelingt zunächst ausgezeichnet, die korrupten Banker händigen ihm unter Waffendrohung das Schwarzgeld ohne jedes Aufsehen aus, allerdings fällt sein Vorgehen auf und bei einer weiteren Bank ist Alexander Rance, ein Buchhalter des Outfit bereits vor ihm in der Bank gewesen und hat das Schwarzgeld-Depot aufgelöst. Allerdings kennt Mike die arrogante Egozentrik von Rance genau und stöbert ihn im besten Zimmer des besten Hotels der Stadt auf, um ihm beweiskräftige Papiere abzunehmen.

Allerdings ist auch der Killer Maguire zur Stelle und bei der Schießerei stirbt Rance, Maguire wird im Gesicht verletzt und Mike bei der Flucht am Arm angeschossen. Auf einer Farm finden Mike und sein Sohn Unterschlupf und Mike kann sich von seiner Verletzung erholen. Außerdem findet er nun die Zeit, sich mit den erbeuteten Papieren näher zu beschäftigen und findet nun Beweise, dass Connor seinen Vater schon seit langer Zeit hintergeht.

Heimlich kehrt er nach Rock Island zurück und spürt Rooney sen. in einer Kirche auf; doch Rooney sieht sich weiterhin außerstande, seinen Sohn zu verraten. In derselben Nacht lauert Mike deshalb der Rooney-Bande auf, tötet dessen Leibwache und schließlich Rooney sen. selbst. Nach dessen Tod ist das Chicago Outfit am Schutz von Connor nicht mehr interessiert. Frank Nitti verrät die Nummer des Hotelzimmers, in dem Connor zu seinem Schutz untergebracht wurde, und die Wachen haben offenbar Anweisung, Mike ungehindert passieren zu lassen.

Mike tötet Connor in der Badewanne und zieht sich danach mit seinem Sohn in das Strandhaus seiner Schwester in Perdition zurück. Dort wird er jedoch von Maguire bereits erwartet und hinterrücks erschossen. Michael jun. richtet daraufhin eine Pistole auf Maguire, kann sie aber nicht abfeuern, worauf Maguire vom sterbenden Sullivan erschossen wird.

Michael jun. kehrt daraufhin zu der kleinen Farm zurück, die ihn und seinen Vater so selbstlos aufgenommen hatte, als sein Vater von Maguire angeschossen worden war. Auf diesem etwas ärmlichen Bauernhof wächst Michael jun. auf. Er nahm in seinem ganzen Leben nie wieder eine Waffe in die Hand.

Kritiken

  • film-dienst: Ein Gangsterdrama als moralische Lektion: Die Schicksale dreier Generationen berühren sich im ländlichen Illinois, wo irische Einwanderer ihre kriminellen Geschäfte betreiben. Konsequente Regie, eindrucksvolle Fotografie.
  • TV Movie: Düsteres Meisterwerk, hohe Schauspielkunst.

Auszeichnungen

Road to Perdition war 2003 in sechs Kategorien für den Oscar nominiert: Bester Nebendarsteller (Paul Newman), Beste Kameraarbeit (Hall), Bestes Szenenbild (Dennis Gassner und Nancy Haigh), Beste Filmmusik (Thomas Newman), Bester Ton (Scott Millan, Bob Beemer und John Pritchett) und Bester Tonschnitt (Scott Hecker).

Der Film gewann einen Oscar für die beste Kameraarbeit. Der Preis wurde postum vergeben, da Conrad L. Hall kurz zuvor verstorben war. Sein Sohn Conrad W. Hall nahm die Auszeichnung für ihn entgegen.

Trivia

Es existiert von der DVD-Fassung eine Fehlpressung, bei der auf der Rückseite des Covers nicht die korrekte Altersfreigabe „FSK-16“ aufgedruckt wurde, sondern fehlerhafterweise „FSK 12“.

Weblinks


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