Quesnel (British Columbia)


Quesnel (British Columbia)
Quesnel
Lage in British Columbia
Quesnel (British Columbia)
Quesnel
Quesnel
Staat: Kanada
Provinz: British Columbia
Regionaldistrikt: Cariboo
Koordinaten: 52° 58′ N, 122° 30′ W52.97457-122.49772474Koordinaten: 52° 58′ N, 122° 30′ W
Höhe: 474 m
Fläche: 35,34 km²
Einwohner: 9326 (Stand: 2006)
Bevölkerungsdichte: 263,9 Einw./km²
Zeitzone: Pacific Time (UTC−8)
Postleitzahl: V2J

Quesnel ist ein Ort im Cariboo Regional District der kanadischen Provinz British Columbia. Er entstand an der Cariboo Wagon Road, die die Siedlungen der Goldsucher während des Cariboo-Goldrauschs (ab 1861) mit den südlichen Orten am Fraser River verband. Zugleich liegt er am Ende des Alexander MacKenzie Heritage Trail.

Der Ort besitzt einen Flughafen.

Geschichte

Vor der Ortsgründung lebten Angehörige der Carrier First Nations (Dakelh) in der Region, die bereits früh die Vorzüge der Lage am Zusammenfluss von Fraser und Quesnel erkannten.

Quesnel hieß zunächst Quesnellemouth, um es von Quesnel Forks, rund 100 km den Fraser aufwärts gelegen, zu unterscheiden. Der Name geht auf Jules Maurice Quesnel zurück, einem der Teilnehmer der Expedition von Simon Fraser. 1808 fuhr Simon Fraser mit seinen Voyageurs den Fraser abwärts, um die Mündung des Columbia River in den Pazifik zu finden. Fraser schickte Lieutenant Jules Maurice Quesnel aus, den später nach ihm benannten Fluss zu untersuchen. Bereits um 1870 hieß der Ort Quesnelle, um 1900 Quesnel.

William Dietz, Ned Stout und Bill Cunningham entdeckten im Frühjahr 1861 zwar kleine Goldvorkommen am Williams Creek, und auch als Billy Barker unterhalb des Baches am Blackjack Canyon graben musste, weil die Claims vergeben waren, schien sein Unternehmen ähnlich aussichtslos. Doch 1862 machten Barker & Company gerade dort umfangreiche Goldfunde, die einen Goldrausch auslösten. Quesnel wurde dadurch zu einem wichtigen Versorgungsposten für Tausende von Goldsuchern.

Zunächst war der Ort über die Trails der First Nations erreichbar, später über die Cariboo Wagon Road. Doch musste die Siedlung mehrere Rückschläge hinnehmen. 1863 zerstörte ein Feuer die Stadt, dies wiederholte sich 1874. 1910 wurde das Quesnel Volunteer Fire Department eingerichtet, dennoch ereignete sich im Januar 1916 der verheerendste Stadtbrand in der Geschichte Quesnels.

Ein Versuch, einen Pfad an der Küste entlang zu bauen, eskalierte 1864 mit mehreren Toten und der Hinrichtung Klatsassins im Chilcotin-Krieg. 1875 überspannte eine erste Brücke den Quesnel River, doch brach sie noch im selben Jahr zusammen.

Dennoch stabilisierte sich die Siedlung. Bis in die 1940er Jahre herrschte dabei Gold als Wirtschaftsfaktor vor, ihm folgte die Land- und Waldwirtschaft. An der Stelle des späteren Helen Dixon Centre entstand 1886 die erste Schule. Von 1862 bis 1886 und erneut von 1909 bis 1921 verkehrten hier Dampfschiffe. 1914 wurde das erste Theater errichtet. 1921 erfolgte durch die Pacific Great Eastern Railway die Anbindung ans Eisenbahnnetz. 1942 eröffnete der Flughafen, der 1993 von Quesnel übernommen wurde. 1910 entstand das erste Krankenhaus, 1920 folgte ein zweites. Insgesamt entstanden vier dieser Einrichtungen.

Bis 1958 war die Stadt dennoch ein Village (Dorf), erst in diesem Jahr wurde es zur Town. Noch im selben Jahr entstand das Rathaus. 1979 erhielt die Stadt den City-Status.

An die Zeit der Goldgräber und an den Gründer von Barkerville erinnern heute die Billy Barker Days an jedem dritten Wochenende im Juli. Im Jahr 2000 war Quesnel Gastgeber der British Columbia Winter Games, einer Amateursportveranstaltung.

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