Aura (Album)

Aura (Album)
Miles Davis – Aura
Veröffentlichung

1989

Aufnahme

1985

Label

Columbia Records

Format(e)

CD, Do-LP

Genre(s)

Jazz

Anzahl der Titel

10

Laufzeit

66:54

Besetzung
  • Trompete: Miles Davis
  • Trompeten und Flügelhorn: Benny Rosenfeld, Idrees Sulieman, Jens Winther, Palle Bolvig, Perry Knudsen, Palle Mikkelborg
  • Posaunen: Jens Engel, Ture Larsen, Vincent Nilsson, Ole Kurt Jensen, Axel Windfel
  • Holzblasinstrumente: Bent Jædig, Flemming Madsen, Jesper Thilo, Per Carsten, Uffe Karskov
  • Keyboards: Kenneth Knudsen, Ole Koch-Hansen, Thomas Clausen
  • Gitarren: Bjarne Roupé and John McLaughlin
  • Bass: Niels-Henning Ørsted Pedersen
  • E-Bass: Bo Stief
  • Schlagzeug: Lennart Gruvstedt
  • Elektronisches Schlagzeug: Vince Wilburn
  • Percussion: Ethan Weisgaard and Marilyn Mazur
  • Harfe: Lillian Thornquist
  • Oboe und Englischhorn: Niels Eje
  • Gesang: Eva Thaysen
Produktion

Palle Mikkelborg, George Butler

Studio(s)

Easy Sound Studio, Kopenhagen

Chronik
Amandla
(1989)
Aura Dingo
(1992)

Aura ist ein Musikalbum des Jazz-Musikers Miles Davis, worauf alle Stücke von Palle Mikkelborg komponiert und arrangiert wurden. Es wurde 1990 mit dem Grammy als beste Jazz-Instrumentaldarbietung (Big Band) ausgezeichnet; Davis erhielt einen weiteren Grammy für seine solistischen Leistungen.

Inhaltsverzeichnis

Entstehungsgeschichte

Palle Mikkelborg komponierte Aura bereits 1984, nachdem Miles Davis im November 1984 den Léonie Sonning-Musik-Preis gewann. Es war eine Mischung aus „orchestraler und elektronischer Musik“[1]. Davis fühlte sich geehrt, da dieser Preis bis dahin weißen klassischen Musikern vorbehalten war[1].

Die Komposition, die in einigen ihrer Klangfarben an Gil Evans erinnert, wollte die Musik-„Aura“ von Miles Davis einfangen. Mikkelborg konnte Davis überreden, selbst als Trompeter bei der Aufnahme „mit den besten dänischen Jazzmusikern“[1] mitzuwirken, die er mit einer um einige prominente Gäste erweiterten Formation um die Danish Radio Big Band einspielte.[2] Es handelte sich um die erste Aufnahme von Miles Davis mit einer Bigband seit 22 Jahren. Obwohl die Aufnahmen schon 1985 erfolgten, erschien die CD erst 1989. [3]

Es war das letzte Miles-Davis-Album, das bei Columbia Records erschien. Wie Davis in seiner Biographie[1] schrieb, ließ ihn Columbia hängen, und er mußte die Aufnahmen für das Album mit Geldern der Nationalstiftung für die Förderung der Künste finanzieren. Davis lernte bei den Aufnahmen seine spätere Perkussionistin Marilyn Mazur kennen. Er nahm auch seinen Neffen Vincent Wilburn zu den Aufnahmen mit, um einen „bestimmten Schlagzeugsound“[1], den er von den vorherigen Alben kannte, zu haben.

Die Musik

Mikkelborg baute den Eröffnungssatz der aus zehn Sätzen bestehenden Suite auf den zehn Buchstaben des Namens M-I-L-E-S   D-A-V-I-S auf; die er mit Tönen gleichsetze, um aus einen den Grundakkord für das Stück zu gewinnen. Das Stück beginnt mit der Gitarre McLaughlins, um dann auf das aus dem Namen gewonnene Thema zuzusteuern.[2] Die weiteren Sätze sind nach den Farben benannt, in denen der Komponist angeblich die Aura von Davis wahrnahm; die Sätze stehen weiterhin jeweils für bestimmte Perioden im Schaffen von Davis. In Indigo ist Davis nicht zu hören.

Todd S. Jenkins meinte bei All About Jazz über das Album, es handele sich um das Album aus der Nach-Bitches-Brew-Phase, das als „wesentlich“ gekennzeichnet werden könnte: „Reine Magie, vom ersten bis zum letzten Ton.“[4] Für Wes Long stellt das Album ein „Meisterwerk“ und „die wahrscheinlich letzte monumentale Leistung“ im Schaffen des Trompeters dar[2]. All Music verlieh dem Album hingegen nur drei von fünf Sternen.

Titelliste

  1. Intro – 4:48
  2. White – 6:07
  3. Yellow – 6:55
  4. Orange – 8:41
  5. Red – 6:05
  6. Green – 8:13
  7. Blue – 6:36
  8. Electric Red – 4:19
  9. Indigo – 6:06
  10. Violet – 9:04

Alle Stücke wurden von Palle Mikkelborg komponiert und arrangiert.

Einzelnachweise und Fußnoten

  1. a b c d e Miles Davis/Quincy Troupe Die Autobiographie Hamburg: Hoffmann & Campe 1990
  2. a b c Kritik bei PopmattersCom
  3. CD Booklet von Aura
  4. Besprechung bei All About Jazz

Weblinks


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