Puppy

Puppy
Puppy Linux
Bildschirmfoto
Bildschirmfoto von Puppy Linux 4.2
Puppy Linux 4.2
Basisdaten
Entwickler Puppy Linux Community
Version 4.2
(28. März 2009)
Größe 100 MB
Startmedium Live-CD, Festplatte, USB, CF, Zip, Netzwerk
Lizenz GPL / LGPL
Sonstiges Preis: kostenlos
Sprache: Englisch
Größe: ca. 90 MB
Website puppylinux.com

Puppy Linux ist eine platzsparende Linux-Distribution, die unter anderem direkt von einer Live-CD gestartet werden kann und einen Chihuahua namens Puppy (dt.: Welpe) im Logo trägt.

Die etwa 100 MB (je nach Software-Auswahl) große Distribution wurde von dem Australier Barry Kauler von Grund auf neu zusammengestellt. Puppy Linux wird aus Quelltext kompiliert, basiert also auf keiner anderen Linux-Distribution. Auch wenn Puppy Linux Programme zur Konvertierung und Installation von Slackware Paketen anbietet, ist es kein Slackware-Derivat.[1] Als Desktop-Oberfläche findet JWM (Joe’s Window Manager)[2][3] Verwendung; durch Themes lässt sich das Aussehen und die Funktionsweise der Puppy-Oberfläche sehr stark der von Windows-Betriebssystemen annähern. Es können aber auch andere Fenstermanager wie beispielsweise IceWM oder FVWM95 verwendet werden, um die Oberfläche an individuelle Gewohnheiten anzupassen. Die jüngsten Versionen bieten den Desktop KDE an und benutzen entweder den Browser Seamonkey oder Opera und haben seit Version 2.02 Schreibzugriff auf NTFS-Partitionen. Im November 2008 zog sich Barry Kauler von der Entwicklung zurück, Puppy 4.1.2 war die letzte Version von ihm. Die Community jedoch bemüht sich weiterhin um das Projekt, Version 4.2 war das erste Release ohne Barry Kauler. Er arbeitet momentan an einem Projekt namens Woof, das aus distributionsfremden Paketen welche für Puppy Linux bauen soll.[4]

Inhaltsverzeichnis

Systemanforderungen

Puppy Linux 0.6 eignet sich in besonderer Weise auch für den Einsatz auf älteren Rechnern, da nur etwa 48 MB Arbeitsspeicher benötigt werden[5]. Die aktuellen Versionen setzen 128 MB Arbeitsspeicher voraus, um Puppy Linux vollständig und ohne swap-Partition in den Arbeitsspeicher zu laden, wodurch die Distribution mit ihren diversen Programmen sehr schnell ausgeführt wird. Das Hochfahren geschieht bei Puppy Linux, verglichen mit anderen Linux-Distributionen, ebenfalls recht schnell.

Alternativ lässt sich Puppy auf CF (Compact Flash), Festplatte, USB-Speicher oder CD-RW installieren und kann seine Daten auch auf all diesen Medien speichern. Die Puppy multisession live-DVD (und CD) lädt sich in einen 256 MB Arbeitsspeicher und dient zum Beschreiben der Start-DVD+-RW oder CD-RW bzw. des freigewordenen Laufwerkes.

Bedienung und Eigenschaften

Desktop von Puppy Linux 2.13 mit ROX-Filemanager und „Start-Menü“

Beim allerersten Start von Puppy Linux kann man verschiedene Einstellungen vornehmen: Sprache, Tastatur-Layout, Grafik-Einstellungen, wie zum Beispiel Bildschirm-Auflösung und Farbtiefe.

Nach dem Start findet der Nutzer einen Desktop mit den Icons für die wichtigsten Programme vor. Die Bedienung über das „Start-Menü“ (links unten, siehe Bild) erfolgt ähnlich wie bei Microsoft Windows. Daran, dass man in der Standardeinstellung auf die Icons nur einmal mit der linken Maustaste klicken darf, müssen sich Umsteiger von Windows erst gewöhnen. Dies kann aber auch im ROX-Filemanager geändert werden. Das Aussehen der Programme erinnert stark an die Programme des GNOME-Desktops.

Beim Beenden von Puppy Linux hat man die Option, alle Einstellungen, Dokumente und Tabellen, E-Mails, Browser-Einstellungen usw. abzuspeichern. Puppy Linux legt dazu eine, von Windows aus gesehen, einzige große Datei auf einer Windows FAT32-Partition an, in der alles gespeichert wird. Als Speichermedium kann sowohl die Festplatte, eine CD-RW oder auch eine Speicherkarte (zum Beispiel eine Secure-Digital-Speicherkarte mit USB-Cardreader oder ähnliches) dienen. Damit erhält man beim nächsten Start wieder genau dieselbe Umgebung mit allen Einstellungen und Dateien, wie beim vorhergehenden Beenden. Die Daten werden dabei in einer Datei pup_save.2fs (oder auch pup_save.3fs) abgelegt, die intern eine ext2-Linux-Dateisystem-Struktur (bzw. ext3) hat und beim Starten von Puppy Linux entsprechend automatisch erkannt und in das Linux-Dateisystem gemountet wird.

Puppy Linux-Varianten (Derivate)

Zu den Derivaten von Puppy-Linux, den sogenannten Puplets, zählen Puptrix[6], VersionsPuppy[7] und PupWeb[8].

Chubby Puppy mit OpenOffice.org 1.1 hat ein Image von 91 MB[9], während die Variante Grafpub auf Multimediabearbeitung spezialisiert ist. Die deutsche Variante Muppy bringt über Zusatzdateien KDE, OpenOffice.org, Wine und Java zusammen. Eine Game-Version bietet auf einem Image von 270 MB u.a. Quake 3.[10]

Spezielle Versionen laufen auf virtuellen Maschinen: VM-Puppy basiert auf VMware, QEMU-Puppy auf Grundlage des Prozessor-Emulators QEMU.

Enthaltene Software (Auswahl)

Programme SeaMonkey, AbiWord und MineSweeper unter Puppy Linux 2.13

Die Puppy-Version 2.13 basiert auf dem Linux-Kernel 2.6.18.1 und bietet wahlweise Unterstützung für die Grafikpakete X.Org-Server oder X vesa. Als Oberfläche (Fenstermanager) wird standardmäßig JWM (Joe's Window Manager) eingesetzt.

Bekannte Anwendungen, die im Paket enthalten sind, sind unter anderem Mozilla SeaMonkey, die Textverarbeitung AbiWord, Gnumeric als Tabellenkalkulation, der Instant Messenger Pidgin, Gxine als Player für Videos und XfreeCD zur Wiedergabe von Audio-Dateien. Zur Dateiverwaltung wird der Dateimanager ROX-Filer eingesetzt. Darüber hinaus gibt es Unterstützung für PDF- und PostScript-Dateien (Ghostview), Grafikbearbeitung (mtPaint, InkLite), einige Spiele (Minesweeper, Bubbles ähnlich Frozen Bubble u.a.) und zahlreiche Hardwaretreiber.

Über den PupGet-Package-Manager lassen sich weitere offizielle Puppy-Programme aus dem Internet installieren bzw. auch wieder deinstallieren. Der PupGet-Package-Manager ist ein grafisches Programm mit zwei Fenstern, das in der linken Hälfte die verfügbaren und in der rechten die bereits installierten Programme anzeigt. Ein Installation bzw. Deinstallation erfolgt mit wenigen Mausklicks auf den Add- bzw. Remove-Button. Weiterhin besteht die Möglichkeit, sogenannte DotPups – von anderen Puppy-Anwendern bereitgestellte Programm-Pakete – oder auch Dateien im tar.gz-Format zu installieren.

Einige ausgewählte Versionen

Puppy Linux
Version Datum[11]
0.4 12. Juli 2002
0.6 24. August 2003
0.8 1. Februar 2004
1.0 29. März 2005
1.0.9 15. Mai 2006
2.02 29. Juli 2006
2.13 2. Januar 2007
2.14 17. Februar 2007
2.15 12. April 2007
2.16 17. Mai 2007
2.17 20. Juli 2007
3.0 4. Oktober 2007
3.0.1 15. Oktober 2007
4.0 5. Mai 2008
4.1 6. Oktober 2008
4.1.1 3. November 2008
4.1.2 8. Dezember 2008
4.2 28. März 2009

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Offizielle Puppy Linux Homepage, Slackware Packages
  2. Joe's Window Manager-Homepage
  3. Hagen Höpfner: „Back to the roots“ Bericht über JWM im LinuxUser-Magazin in Ausgabe 2005 / 06
  4. Announcement and release notes for Puppy Linux 4.1 Absatz "Adieu"
  5. FTP-Server für Puppy Linux
  6. Puptrix – Derivat von Puppy Linux
  7. VersionsPuppy – Derivat von Puppy Linux
  8. www.pupweb.org PupWeb – Derivat von Puppy Linux
  9. Puppy – Derivat
  10. DotPups – Spiele-Derivat
  11. Puppy Linux auf DistroWatch

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  • puppy — late 15c., woman s small pet dog, from M.Fr. poupée doll, toy (see PUPPET (Cf. puppet)). Meaning shifted from toy dog to young dog (1590s), replacing M.E. whelp. Also used about that time in sense of vain young man. Puppy love is from 1834. Puppy …   Etymology dictionary

  • Puppy — Pup py, n.; pl. {Puppies}. [F. poup[ e]e doll, puppet. See {Puppet}, and cf. {Pup}, n.] 1. (Zo[ o]l.) The young of a canine animal, esp. of the common dog; a whelp. [1913 Webster] 2. A name of contemptuous reproach for a conceited and impertinent …   The Collaborative International Dictionary of English

  • puppy — [pup′ē] n. pl. puppies [ME popi < MFr popee, doll < * poupe: see PUPPET] 1. a) a young dog b) a young fox, seal, etc.; pup 2. an insolent, conceited, or silly young man ☆ 3. Slang a person or thing …   English World dictionary

  • Puppy — Pup py, v. i. [imp. & p. p. {Puppied}; p. pr. & vb. n. {Puppying}.] To bring forth whelps; to pup. [1913 Webster] …   The Collaborative International Dictionary of English

  • puppy — [pypi] n. m. ÉTYM. 1880; mot angl. « chiot ». ❖ ♦ Anglic. Sports. Jeune lévrier de course de deux ans …   Encyclopédie Universelle

  • puppy — ► NOUN (pl. puppies) 1) a young dog. 2) informal, dated a conceited or arrogant young man. DERIVATIVES puppyish adjective. ORIGIN perhaps from Old French poupee doll, toy …   English terms dictionary

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  • puppy */ — UK [ˈpʌpɪ] / US noun [countable] Word forms puppy : singular puppy plural puppies a) a very young dog b) a very young canine (= an animal in the same group as dogs) wolf puppies • this/that puppy American spoken used instead of the name of… …   English dictionary

  • puppy — 1. n. a wimp; a softie. □ That silly puppy is still waiting outside your door. □ Oh, Paul, you’re such a puppy! 2. n. a thing; a piece or part of something. □ Put this little puppy right here. □ …   Dictionary of American slang and colloquial expressions

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