Piper PA 18


Piper PA 18
Piper PA 18 Super Cub
Piper PA-18-150 „Super Cub” (Wasserflugzeug-Version) an der Tinney Cove (Bathurst Inlet)
Typ: Schulflugzeug
Entwurfsland: USA
Hersteller: Piper Aircraft Corporation
Erstflug: 1949
Indienststellung: 1949
Produktionszeit:
  • 1949 bis 1983
  • 1988 bis 1994
Stückzahl: mehr als 9.000
Piper PA-18 „Super Cub”
Eine Piper PA-18 schleppt eine Schleicher K 8
Eine Piper PA 18 mit einem Flugzeugschleppseil im Landeanflug

Die Piper PA 18 Super Cub ist ein ursprünglich militärisches Schul- und Aufklärungsflugzeug, welches ab dem Jahr 1949 in Serie hergestellt wurde. Sie ist der Nachfolger der Piper J-3, ist wie diese ein Spornradflugzeug und sieht dieser auch recht ähnlich, obwohl die Konstruktion doch stark von dem Vorgänger abweicht. Die Tragflügel sind einschließlich der Spanten bei der PA-18 aus Aluprofilen und der Rumpf durch Verstärken den höheren Belastungen und besseren Flugleistungen angepasst. Das zweisitzige Flugzeug wurde in verschiedenen Motorisierungen ausgeliefert, ursprünglich mit dem Continental C-90 als "PA-18-95 Cub", wurden später auch Varianten mit Lycoming Motoren von 105-150 PS gebaut. Die Modelle mit über 125 PS verfügten über Landeklappen und ein vergrößertes Leitwerk. Die Ursprüngliche PA-18 besaß noch keine eigene Stromversorgung, lediglich über einen kleinen Generator getrieben von einem Propeller am Fahrwerk konnte der nötige Strom für das Funkgerät gewonnen werden, später wurden dann oft Lichtmaschinen und Batterien nachgerüstet, wodurch die PA-18 dann auch mit einem elektrischen Starter in Gang gesetzt werden konnte. Großer Beliebtheit erfreute sich das Flugzeug auch beim europäischen Militär; es war ein kostengünstiges Flugzeug zur Pilotenausbildung. Zahlreiche Flugzeuge wurden nach Europa, hauptsächlich Benelux und Deutschland, verschifft. Die PA-18 Schulflugzeuge der Bundeswehr waren mit Kupplungen für den Segelflugzeugschlepp ausgestattet.

Bei der US Army trug die „Super Cub“ in dem von 1942-62 gültigen System die Bezeichnungen L-18 und L-21. Auch die von der Bundeswehr verwendeten Maschinen übernahmen die US-Army Bezeichnung L-18C.

Nach der Schließung der Piper Werkstore in Lock Haven im Jahre 1984 wurde die PA-18 ab 1987 wieder in Vero Beach gebaut. Der lohnintensive Zusammenbau sorgte dann jedoch dafür, dass die PA-18 nur noch als Bausatz bis in die 90er Jahre gefertigt wurde. Mit über 40.000 gebauten Flugzeugen sind die Piper Cub-Modelle in ihrer Klasse die meist gebauten Flugzeuge weltweit.

Die PA-18 erfreut sich noch heute großer Beliebtheit, so trifft man auf vielen kleineren Flugplätzen in Europa noch Cubs und Super Cubs an, weit verbreitet sind hier die Varianten PA-18-95 und PA-18-150 (150 PS). Bekannt geworden ist PA-18 in Deutschland auch durch die Flugzeuge der Burda-Staffel in den 1960er Jahren.

Technische Daten

  PA-18-95 PA-18-125 PA-18-150
Hersteller: Piper Aircraft Corporation Lock Haven USA
Typ: Hochdecker Piper PA 18 "Super Cub"
Motor: Continental C-90 mit 90 PS Lycoming O-290 mit 125 PS Lycoming O-320-A2A mit 152 PS
Max. Flughöhe: 4572m/15000ft 5944m/19500ft 5791m/19000ft
Leergewicht: 381 kg 383 kg
Startgewicht: 590 kg 680 kg
Reisegeschwindigkeit: 161km/h (87kt) 176km/h (95kt) 185km/h (100kt)
Steuerung: Steuerknüppel

Siehe auch: Piper J-3

Literatur

  • Volker K. Thomalla, Die Geschichte der klassischen Piper-Flugzeuge, Planegg 1991, S. 53-95 ISBN 3925505172

Weblinks


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