Pioneer-10


Pioneer-10
Pioneer 10 bei der Endfertigung
Die Plakette zeigt den Ursprungsort der NASA-Raumsonden Pioneer 10 und 11, die ins äußere Sonnensystem aufbrachen. Sollten sie in einigen 10.000 Jahren in ein entferntes Sonnensystem gelangen, bekämen außerirdische Lebensformen einen Eindruck von den Erbauern der Sonde.

Pioneer 10 ist eine US-amerikanische Raumsonde der Pioneer-Reihe, die am 3. März 1972 um 1:49 UTC von Launch Complex 36 auf Cape Canaveral an Bord einer Trägerrakete vom Typ Atlas Centaur gestartet wurde. Die 258 kg schwere Sonde hat neben Kommunikationsinstrumenten 14 Messinstrumente an Bord.

Da die Sonde auf ihrer Flugbahn das Sonnensystem verlässt, wurde an ihr die Pioneer-Plakette, eine vergoldete Aluminiumplatte mit einer Botschaft an eventuelle außerirdische intelligente Lebewesen, angebracht. Auf dieser Platte sind ein Mann und eine Frau sowie ein Koordinatensystem mit binären Zahlen, welches die Position unseres Sonnensystems in Relation zu 14 Pulsaren und dem Zentrum der Milchstraße angibt, abgebildet. Außerdem sind ein Wasserstoffmolekül und unser Sonnensystem mit der Sonne, den acht Planeten sowie Pluto, der zur Zeit der Herstellung der Goldplatte zu den Planeten zählte, dargestellt. Die Verfasser hoffen, dass damit die Position der Erde in der Milchstraße feststellbar ist.

Pioneer 10 war die erste Raumsonde, die am 3. Dezember 1973 am Planeten Jupiter vorbeiflog und Nahaufnahmen sowie weitere Daten zurücksandte. Seit der Begegnung mit Jupiter befindet sich die Sonde auf einer Bahn, auf der sie das Sonnensystem mit einer Geschwindigkeit von etwa 42000 Stundenkilometern verlässt. Die generelle Flugrichtung ist der Stern Aldebaran (im Sternbild Stier), den sie nach einer Flugstrecke von etwa 68 Lichtjahren in etwa 2 Millionen Jahren erreichen könnte.

Auf diesem Teil der Mission wurden der Sonnenwind und die Kosmische Strahlung untersucht, bis Pioneer 10 am 30. März 1997 von der NASA aus Kostengründen offiziell für „tot“ erklärt wurde. Sporadische Kontaktaufnahmen, bei denen auch weiter vereinzelte Daten von der Sonde übermittelt wurden, waren bis zuletzt am 3. März 2002 erfolgreich. Weitere Kontaktierungen (etwa am 14. Juli 2002 oder am 22. Januar 2003) ergaben Signale an der Grenze der Empfangsempfindlichkeit, bedingt durch die schwächer werdende Stromversorgung durch die Radioisotopengeneratoren der Sonde und die zunehmende Entfernung. Letzte Versuche, Kontakt aufzunehmen, scheiterten sowohl am 7. Februar 2003 als auch am 3. März 2006.

Im Jahr 2006 war die Sonde mehr als 12 Milliarden Kilometer und damit doppelt so weit wie der Zwergplanet Pluto von der Sonne entfernt. Funksignale von der Sonde bräuchten rund zwölf Stunden, um die Erde zu erreichen.

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