Philipp Sarasin

Philipp Sarasin

Philipp Sarasin (* 1956 in Basel) ist ein Schweizer Historiker. Er ist Professor für Neuere Allgemeine Geschichte am Historischen Seminar der Universität Zürich.

In Basel und Heidelberg studierte Sarasin Geschichte, Philosophie und Volkswirtschaft. 1990 promovierte er mit einer Arbeit über das Basler Grossbürgertum. Als Post-Doktorand arbeitete er an der École des Hautes Études en Sciences Sociales in Paris. Später war er Assistent am Historischen Seminar der Universität Basel. Dort erlangte er 1999 die Habilitation mit einer Arbeit über Körpergeschichte im 19. Jahrhundert. Sarasin ist Mitglied des Zentrums Geschichte des Wissens, des wissenschaftlichen Beirats der Internetplattform H-Soz-u-Kult und Herausgeber des Literaturverwaltungsprogramms Litlink.

Schriften

  • Stadt der Bürger. Bürgerliche Macht und städtische Gesellschaft. Basel 1846–1914. Göttingen 1997.
  • mit Jakob Tanner: Physiologie und industrielle Gesellschaft. Frankfurt am Main 1998, ISBN 3-518-28943-8.
  • Reizbare Maschinen – Eine Geschichte des Körpers 1765–1914. Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-518-29124-6.
  • Geschichtswissenschaft und Diskursanalyse. Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-518-29239-0.
  • Anthrax. Bioterror als Phantasma. Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-518-12368-8.
  • Michel Foucault zur Einführung. Hamburg 2005, ISBN 3-88506-606-8.
  • mit Silvia Berger, Marianne Hänseler und Myriam Spörri (Hrsg.): Bakteriologie und Moderne. Studien zur Biopolitik des Unsichtbaren 1870–1920. Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-518-29407-9.
  • Darwin und Foucault. Genealogie und Geschichte im Zeichen der Biologie. Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-518-58522-1.

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