Pasterze


Pasterze
Pasterze mit Großglockner im Juli 2009
360° Rundblick über Pasterze mit Großglockner und See
Pasterze im Sommer 2005
Pasterze von oben im Jahr 2008

Die Pasterze ist mit etwa 9 km Länge der größte Gletscher Österreichs und der längste der Ostalpen. Er befindet sich am Fuße des Großglockners im obersten Talboden des Mölltales (Pasterzenboden). Seit 1856 hat die Fläche des damals über 30 km² mächtigen Eismantels beinahe um die Hälfte abgenommen.

An seinem obersten Punkt bildet der 3.453 m ü. A. hohe Johannisberg das Nährgebiet des Gletschers. Dort befindet sich der oberste Pasterzenboden der talabwärts über den Hufeisenbruch in den eigentlichen Pasterzengletscher übergeht. Der untere Punkt liegt auf etwa 2.100 m ü. A.. Die Zunge endet wenige hundert Meter vor dem Sandersee. Das Wasser der Pasterze speist den Stausee Margaritze, der unterhalb des Glocknerhauses liegt.

Von der Franz-Josefs-Höhe an der Großglockner-Hochalpenstraße führt eine Standseilbahn zu der Stelle, an der sich zur Zeit der Inbetriebnahme der Bahn (1963) der Gletscherrand befand. Inzwischen ist die Pasterze unterhalb der Talstation soweit abgeschmolzen, dass von dort zur Gletscherzunge eine etwa 300 Meter lange Treppe führt. Auch in der Länge verliert der Gletscher jährlich 10 Meter, wodurch sich der Wanderweg von der Gletscherbahn zur Pasterze kontinuierlich verändert.

Im Bereich der Pasterze befinden sich u. a. die Berggipfel Großer, Mittlerer und Kleiner Burgstaller, Spielmann, Racherin und Johanniskopf. Diese Namen werden mit einer Sage über die Entstehung der Pasterze in Verbindung gebracht, nach der ein Dorf aufgrund der Freveltaten seiner Einwohner versteinert worden sein soll.[1]

Name

Der Name Pasterze soll auf slowenischen Wurzeln fußen und bezeichnet ein Gebiet, das zur Viehweide geeignet ist.[2] Bis mindestens ins 19. Jahrhundert wurde er als Toponym für ein größeres almwirtschaftlich genutztes Gebiet im Talschluss der oberen Möll verwendet.[3] Beziehungen zu dem ungarisch-slawischen Flussnamen Beszterce (der wilde Bach) können etymologisch noch nicht nachgewiesen werden.

Weblinks

 Commons: Pasterze – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Nationalpark Hohe Tauern
  2. Schwäbischer Alpenverein
  3. Universität Graz
47.08555555555612.723333333333

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