Packebusch


Packebusch
Packebusch
Koordinaten: 52° 45′ N, 11° 30′ O52.75611111111111.50444444444427Koordinaten: 52° 45′ 22″ N, 11° 30′ 16″ O
Höhe: 27 m ü. NN
Fläche: 13,86 km²
Einwohner: 380 (31. Dez. 2008)
Eingemeindung: 1. Jan. 2010
Postleitzahl: 39624
Vorwahl: 039030
Packebusch (Sachsen-Anhalt)
Packebusch
Packebusch
Lage von Packebusch in Sachsen-Anhalt

Packebusch ist ein Ortsteil der Stadt Kalbe (Milde) im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt, Deutschland.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Der Ort liegt im Zentrum der Altmark, etwa 20 Kilometer südöstlich der Kreisstadt Salzwedel. Die Bundesstraße 190 ist etwa 15 Kilometer entfernt bei Arendsee zu erreichen.

Geschichte

Packebusch wurde 1324 erstmals urkundlich erwähnt, der ehemalige Ortsteil Hagenau 1100. Die Hagenauer Kirche entstand gegen Ende des 19. Jahrhunderts, noch vor der um 1900 erbauten Kirche in Packebusch. 1910 wurden in der Gemeinde im damaligen Landkreis Salzwedel 602 Einwohner registriert[1].

Bis Ende 2009 bildete Packebusch mit dem Ortsteil Hagenau eine eigenständige Gemeinde, die Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Arendsee-Kalbe war; letzter Bürgermeister war Otto Wienecke (* 1959).

Durch einen Gebietsänderungsvereinbarung beschlossen die Gemeinderäte der Gemeinden Stadt Kalbe (Milde) (am 25. Juni 2009), Brunau (am 12. Mai 2009), Engersen (am 2. Juni 2009), Jeetze (am 3. Juni 2009), Kakerbeck (am 25. Juni 2009), Packebusch (am 4. Juni 2009) und Vienau (am 14. Mai 2009), dass ihre Gemeinden aufgelöst und zur neuen Stadt Kalbe (Milde) vereinigt werden. Dieser Vertrag wurde vom Landkreis als unterer Kommunalaufsichtsbehörde genehmigt und trat am 1. Januar 2010 in Kraft.[2][3]

Nach Umsetzung der Vereinigungsvereinbarung der bisher selbstständigen Gemeinde Packebusch wurden Packebusch und Hagenau Ortsteile der neuen Stadt Kalbe (Milde). Für die eingeflossene Gemeinde wurde die Ortschaftsverfassung nach den §§ 86 ff. Gemeindeordnung Sachsen-Anhalt eingeführt. Die aufgenommene Gemeinde Packebusch und künftigen Ortsteile Packebusch und Hagenau wurden zur Ortschaft der neuen Stadt Kalbe (Milde). In der eingeflossenen Gemeinde und nunmehrigen Ortschaft Packebusch wurde ein Ortschaftsrat mit sieben Mitgliedern einschließlich Ortsbürgermeister gebildet.

Sehenswürdigkeiten

Die evangelische Kirche von Packebusch ist eine stattliche, im Kern spätromanische Feldstein-Saalkirche mit Westquerturm von 1900. Im Zuge eines umfassenden Umbaus der Kirche nach den Plänen des Kreisbaumeisters Pflughaupt im Jahre 1865 wurden der quadratische Chor abgerissen, das Kirchenschiff nach Osten verlängert, der Eingang von der Süd- zur Westseite verlegt, eine polygonale Apsis eingebaut, die Traufen erhöht, ein Rundbogenfries angebracht und ein großes Rundbogenfenster eingefügt. 1972 wurde der Kirchenraum saniert. Weiterhin sehenswert sind die Wohnhäuser in Fachwerkbauweise im typischen Stil der Altmark sowie alte Kopflinden in der Dorfstraße. Als Überbleibsel aus der Zeit des Lehm- und Tonabbaus werden die Restlöcher heute als Biotop genutzt. Um einen Badeteich befindet sich ein Naherholungsgebiet mit Zeltplatz.

Im ehemaligen Ortsteil Hagenau entstand Ende des 19. Jahrhunderts eine gotisierende Backstein-Saalkirche. Sie besteht aus einem quadratischem Westturm mit achteckiger Spitze, einem rechteckigen Saal sowie einer eingezogenen polygonalen Apsis. [4]

Gedenkstätten

Persönlichkeiten

  • Bernd Sennecke (* 7. Februar 1950), Politiker (CDU) und Mitglied des Landtages von Sachsen-Anhalt
  • Friedrich-Wilhelm Ulrich (* 20. Oktober 1953), Ruderer, Olympiasieger 1976 und 1980 im Zweier mit Steuermann
  • Emil Schnell (* 10. November 1953), letzter Minister für Post- und Fernmeldewesen der DDR und MdB
  • Hans-Jörg Krause (* 28. Januar 1954), Politiker (Die Linke) und Mitglied des Landtages von Sachsen-Anhalt

Einzelnachweise

  1. Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Landkreis Salzwedel
  2. Amtsblatt des Landkreises Nr. 8/2009 Seite 208-214
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2010
  4. Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Sachsen-Anhalt 1. Deutscher Kunstverlag, München 2002, ISBN 3-422-03069-7.

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