Opel Kadett


Opel Kadett
Opel Kadett Cabrio-Limousine (1936–1940)

Der zur Kompaktklasse zählende Kadett und sein Nachfolgemodell Astra (lat.: Stern) sind die meistgebauten Modelle der Firma Opel.

Bereits in den Jahren 1936 bis 1940 wurde der Opel Kadett I angeboten, jedoch erst mit dem Kadett A begann 1962 die lückenlose Folge der Baureihe. Die Umbenennung von Kadett zu Astra erfolgte 1991, derzeit produziert wird die achte Baureihe, der Astra H.

Inhaltsverzeichnis

Produktionsstandorte

Erster Produktionsstandort eines Opel Kadett war ab 1936 das Stammwerk in Rüsselsheim. Bis zum Ende der zivilen Pkw-Produktion bei Opel wurden dort bis 1940 über 107.000 Stück[1] vom Opel Kadett I hergestellt. Die Produktionsanlagen dieses Vorkriegsmodells wurden auf Beschluss der Siegermächte zusammen mit dem Opelwerk Brandenburg der UdSSR zugesprochen, 1946 demontiert und in der Sowjetunion wieder aufgebaut. Ab 1948 wurde in Moskau dann der Vorkriegs-Kadett als „Moskwitsch 400“ für den Binnenmarkt der UdSSR bis 1959 hergestellt. Dieses Fahrzeug wurde nicht exportiert.

Für den neu entwickelten Kadett A wurde ab 1960 das Opel-Werk Bochum errichtet, in dem ab 1962 zunächst ausschließlich dieses Auto produziert wurde. Die Nachkriegsmodelle des Kadett sind chronologisch mit Buchstaben von A bis E gekennzeichnet; die Produktion des Astra als Kadett-Nachfolger begann in Bochum daher mit dem Modell Opel Astra F.

Die aktuellen Astra-H-Modelle werden inzwischen in Antwerpen (Werk 2) sowie in Ellesmere Port gebaut. Die Kombivariante Caravan sowie der fünftürige Astra werden zusammen mit dem Van-Ableger Opel Zafira noch in Bochum produziert.

Verkaufszahlen

In der deutschen Zulassungsstatistik waren sowohl der Kadett als auch der Astra lange die „ewigen Zweiten“ hinter dem VW Käfer und später dem VW Golf, wobei erst ab 1983 der zweite Platz zementiert wurde und immerhin bis zum Jahr 2000 gehalten werden konnte.

Seit Beginn des neuen Jahrtausends verliert der Astra in Deutschland allerdings zunehmend an Boden. So verlor er seinen angestammten zweiten Platz im Jahr 2001 und fiel bis 2003 gar auf Platz 8 der Zulassungsstatistik zurück. Die Hauptgründe hierfür dürften vor allem in den Qualitätsproblemen von Opel in den 1990er Jahren liegen, aufgrund derer viele Kunden Opel den Rücken kehrten (siehe auch: Lopez-Effekt). Auch die wachsende Konkurrenz dürfte eine Rolle gespielt haben.

Mit der Einführung des Astra H konnte in Deutschland der zweite Platz zurückerobert werden - allerdings nur vorübergehend. Inzwischen kämpft der Astra mit einer Reihe von Konkurrenzmodellen wie VW Passat, BMW 3er und Audi A4) um die vorderen Plätze der deutschen Zulassungsstatistik, wobei der Golf außer Sichtweite geraten ist.

Wie auf dem deutschen Markt konnte der Opel Astra H im Jahr 2006 den VW Golf auch auf dem europäischen Automobilmarkt nicht von der Spitze der Zulassungszahlen verdrängen und lag 2006 in Europa nur auf Platz 7, noch hinter dem größeren VW Passat (Platz 6).

2008 lief der 10.000.000. Opel Astra vom Band.

Baugleiche Fahrzeuge in aller Welt

In Großbritannien wird die Baureihe seit 1980 als Vauxhall Astra vertrieben. General Motors bietet in Argentinien, Brasilien und Uruguay einen überarbeiteten Astra G, in Chile und Mexiko den Astra H als Chevrolet Astra an. In Argentinien und Brasilien wird der fünftürige Astra H als Chevrolet Vectra GT verkauft. In Australien und Neuseeland wird der Astra H als Holden Astra vertrieben. Seit Herbst 2007 wird in den USA und in Kanada der Saturn Astra verkauft, ein leicht überarbeiteter Astra H. Der Kadett E wurde von Daewoo als Daewoo Racer hauptsächlich für den osteuropäischen bzw. als Pontiac LeMans für den nordamerikanischen Markt in Lizenz gefertigt. Nach seiner Bauzeit bei Opel wurde er als Daewoo Nexia optisch verändert auch für den westeuropäischen Markt weitergebaut.

Quelle

  1. Hans-Jürgen Schneider: 125 Jahre Opel, Autos und Technik, Verlag Schneider+Repschläger 1987 (ohne ISBN)

Baureihen

(Jahreszahlen gelten für Deutschland)

Weblinks


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