Nussberg ZH


Nussberg ZH
ZH dient als Kürzel für den Schweizer Kanton Zürich und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Schlatt zu vermeiden.
Schlatt bei Winterthur
Wappen von Schlatt bei Winterthur
Basisdaten
Kanton: Zürich
Bezirk: Winterthur
BFS-Nr.: 0226Vorlage:Infobox Ort in der Schweiz/Gemeinde
PLZ: 8418
Koordinaten: (704684 / 258463)47.4686078.827219656Koordinaten: 47° 28′ 7″ N, 8° 49′ 38″ O; CH1903: (704684 / 258463)
Höhe: 656 m ü. M.
Fläche: 9.03 km²
Einwohner: 695
(31. Dezember 2007)[1]
Website: www.schlatt-zh.ch
Karte
Karte von Schlatt bei Winterthur

Schlatt (ZH) (bis 1999 Schlatt bei Winterthur genannt) ist eine politische Gemeinde im Bezirk Winterthur des Kantons Zürich in der Schweiz.

Sie besteht aus den Ortschaften Unterschlatt, Oberschlatt, Waltenstein und Nussberg.

Inhaltsverzeichnis

Wappen

Blasonierung

In Silber ein blauer Doppeladler mit roten Fängen

Geographie

Schlatt liegt im Osten des Kantons Zürich, zwischen der Stadt Winterthur und Turbenthal.

Von der Gemeindefläche dienen 48.6% der Landwirtschaft, 44.7% ist Waldgebiet und 0.6% sind Gewässerfläche; 2.9% ist Verkehrsfläche und 2.8% Siedlungsgebiet.

Bevölkerung

Religionen - Konfessionen

Zur Zeit der letzten Erhebung im Jahr 2000 waren von den Einwohnern mit wirtschaftlichem Wohnsitz in Schlatt 74.9% reformierter Konfession, 12.3% katholisch und 10.2% konfessionslos. Die übrigen 2.6% sind entweder Anhänger anderer Glaubensrichtungen oder haben keine Angabe gemacht.

Weitere Eckdaten

(Stand Volkszählung (2000))

  • Bewohnte Gebäude: 181
  • Einfamilienhäuser: 99
  • Mehrfamilienhäuser: 19
  • Übrige Wohngebäude: 63
  • Haushalte: 221

Geschichte

Die vier Dörfer Unterschlatt, Oberschlatt, Waltenstein und Nussberg, welche die heutige Gemeinde Schlatt bilden, dürften alemannischen Ursprungs sein. Den ersten schriftlichen Hinweis liefern uns zwei Schenkungsurkunden an das Kloster St. Gallen. Die ältere erwähnt 744 den Ort Nuzperech (Nussberg), die andere nennt 754 Slâte und meint damit Unterschlatt. Diesen klösterlichen Besitz verwalteten die Herren von Schlatt (1094 wird Freiherr Hesso von Slâte genannt), welche die Burg über der Kirche bis 1361 bewohnten. In der Folge wechselte diese mehrmals den Besitzer, bis sie 1568 zum Pfarrhaus umgebaut wurde.

Die Kirche wird 1241 als Eigentum des Ritters Konrad von Schlatt erwähnt, von 1475 an ernannte Zürich den Pfarrer. Auf die Freiherren von Schlatt geht auch das heutige Gemeindewappen zurück; in Silber ein blauer Doppeladler mit roten Fängen. Oberschlatt gehörte zur Herrschaft Elgg, die 1452 mit der Grafschaft Kyburg an Zürich kam. Für den zürcherischen Landvogt amteten vor allem Angehörige der seit 1543 in Oberschlatt ansässigen Familie Furrer als Weibel oder Vogt. Waltenstein ging ursprünglich auf einen einzigen grossen Gutshof zurück. 1277 verlieh das Kloster St. Gallen die Vogtei Waltistal an die Edlen von Teufen, 1279 kam sie in österreichische Hände. Wie Oberschlatt gelangte Waltenstein 1452 in zürcherischen Besitz.

Ortsname

Der Name Schlatt stammt aus dem alemannischen Slâte (Schilf, Bodensenkung oder sumpfiger Wald)

Kunst, Kultur

Schule

Schlatt verfügt über eine eigene Primarschule, in der zur Zeit etwa 55 Schüler unterrichtet werden. Die Oberstufe besuchen die Schüler in Elsau (Volksschule) bzw. in Winterthur (Gymnasium). Schlatt unterhält darüber hinaus einen Kindergarten, der von gut 20 Kindern besucht wird.

Politik

Gemeindepräsident ist Urs Schäfer.

Sonstiges

  • In der Gemeinde ist verschiedenstes Gewerbe, wie z.B. Coiffeure, Autogarage, Schmied, Getränkelieferant, Architekt, Treuhandbüros und Fahrschulen ansässig.
  • Vorderhand gibt es auch noch ein Postbüro. Die Post wird jedoch nicht mehr selbst zugestellt, sondern von der Poststelle der Nachbargemeinde Räterschen. Die Schlatter Poststelle ist nur noch zu bestimmten Öffnungszeiten zur Abholung von Post und Erledigung von Geschäften geöffnet.

Einzelnachweise

  1. Statistik Schweiz – Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Kantonen, Bezirken und Gemeinden

Weblinks


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